Wie effektiv sind Marderfalle und Marderschreck?

Wie effektiv sind Marderfalle und Marderschreck?

Marder sind eigentlich ganz niedlich und auch nützlich, denn sie fressen unter anderem Schädlinge und Ungeziefer.

marder_flMit der Freundschaft zu uns Menschen ist es meist schnell vorbei, sobald sich der Marder in Hühnerställe und an unsere vierrädrigen Lieblinge wagt. Angefressene Schläuche, Gummidichtungen und Fahrzeugkabel zeigen deutlich an, dass sich ein Marder unter der Motorhaube zu schaffen gemacht hat. Spätestens dann muss der Marder weg.

Marderfallen

Marderfallen sind Käfige, in welche die Tiere mittels einem Duftstoff

gelockt werden. Der Marder wird lebend gefangen und bleibt unverletzt. Besonders gut geeignet ist die Marderfalle für Eigenheime, wenn sich ein Marder auf dem Hausboden oder im Keller eingenistet hat.
  • Es gibt Holzkasten- und Käfigfallen. 
  • Die Preise liegen zwischen 50 und 100 Euro. 
  • Der Duftstoff kostet extra, etwa 10 Euro für 250 ml. 
  • Günstiger ist oft, eine Marderfalle auszuleihen. Schädlingsbekämpfer, aber auch viele Tierheime bieten diesen Service an.
  • Eine Marderfalle ist eine Durchlauffalle, sie ist zwischen einem und zwei Meter lang. 
Es ist nicht einfach, einen Marder zu fangen. Es sind clevere Tiere. Oft dauert es monatelang, bis man sie überlisten kann. Hat man den Störenfried gefangen, ist es wichtig, die Stelle, durch welche er ins Haus eindringt, abzudichten. Wenn man dies unterlässt, ist entweder bald selbiger Marder zurück, oder aber es nistet sich ein neuer ein. Oft ist die sicherste Variante, einen Jäger oder einen
Schädlingsbekämpfer mit dem Fangen zu beauftragen. Diese kennen sich gut aus und sind oft erfolgreicher als ein Hobbyjäger.

Fazit

Eine Marderfalle ist ein sicheres Mittel, einen Marder zu fangen, wenn man schlauer ist, als das Tier. Der Marder wird nicht verletzt und kann an weit entfernter Stelle wieder ausgesetzt werden. Die Marderfalle ist sehr unhandlich, da sie sehr lang ist. Es ist in der Regel notwendig, den Marder in einen kleineren Käfig umzusetzen, um ihn besser transportieren zu können. Das ist eine Schwierigkeit und oft entwischt das schnelle Tier bei dieser Aktion.Wichtig! In einigen Bundesländern ist das Fangen der Tiere mit der Marderfalle verboten. Es gilt als Wilderei. Vorher also unbedingt nach Recht und Gesetzt erkundigen! Im Zweifelsfall einen Jäger beauftragen!

Marderschreck

Der Marderschreck ist ein Ultraschallgerät, das die Tiere vertreiben soll. Es ist für den Schutz der Außenflächen geeignet. Allerdings gibt es auch Geräte, die direkt im Auto eingebaut werden können. Sie sollen 100-prozentigen Schutz bieten und lassen sich problemlos in allen Kraftfahrzeugen mit 12 Volt Batterie montieren.

Diese Marderschreckgeräte arbeiten nach dem Weidezaunprinzip. Der Marder bekommt einen Stromschlag. Dieser verletzt das Tier aber nicht. Zusätzlich erzeugt das Gerät Ultraschalltöne, die für Marder sehr unangenehm sind. So funktioniert auch der Marderschreck für den Garten und das Haus. Die Töne sind für Menschen nicht wahrnehmbar, vertreiben aber Marder. Allerdings stören sie oft auch Hunde und Katzen.

Fazit

Der Marderschreck soll Marder mit Hilfe von Ultraschall vertreiben. Oft gelingt dies - ein Allheilmittel ist es aber nicht. Der im Auto eingebaute Marderschreck ist effektiver, der Stromstoß ist doch so unangenehm, dass die Marder vom Eindringen ablassen. Die Geräte bieten außerdem den Vorteil, dass sie das Auto überall schützen, nicht nur im eigenen Garten. Die

hohen Kosten von etwa 200 Euro rechnen sich, wenn man oft Marderschäden bezahlen muss. Da ist man auch schnell bei einer Summe von 200 Euro angelangt.