Marderschutz / Marderabwehr für Haus und Auto

Marderschutz & Marderabwehr Marder am Motor des AutosWenn sich ein Marder in einem Haus eingenistet hat, oder mehre Male Kabel am Auto durchgebissen hat, ist man schnell sehr genervt und ebenfalls durch die auftretenden Kosten stark belastet. Der Handel bietet dafür kleine Geräte an, die oft den passenden Namen Marderfrei tragen. Es handelt sich um Ultraschallgeräte, die einen Ultraschallton in einem sehr hohen Frequenzbereich aussenden. Dies gewährleistet, dass dieser Ton unhörbar für Menschen ist, aber auch, und das ist wichtig, unhörbar für

Katzen und Hunde sind. Gleichzeitig ist dieser unhörbare Ton absolut unschädlich, sowohl für den Menschen, als auch für das Tier. Eine praktische Marderabwehr und dauerhafter Marderschutz.

Es sind Geräte auf dem Markt erhältlich, die einen Stromanschluss benötigen, aber auch welche, die lediglich Batterien benötigen. Meist wird ein entsprechendes Netzteil mitgeliefert. Meistens halten sie in einem Umkreis von ca. sechzig Quadratmetern die Umgebung Marder- und auch Mäusefrei. Sie bieten einen sicheren, einfachen und wirksamen Schutz gegen Marder.

Kein Ultraschallgerät ohne genaue Prüfung kaufen oder einsetzen

Ultraschallgeräte werden in großen Mengen angeboten, mit umfassenden Versprechungen zur Fernhaltung aller möglichen Tiere aus dem Garten. Jedes Tier hat jedoch seinen eigenen Hörbereich, der sich mitunter mit dem des Menschen überschneidet: Menschen hören Töne zwischen 0,2 und 20 Kilohertz, Babys auch noch höhere Töne, Hunde und Katzen hören tiefe Töne wie der Mensch und im oberen Bereich Töne bis zu 50 bzw. 65 Kilohertz. Der Schalldruck ist die nächste interessante Größe: Beim Menschen ist eine dauerhafte Gehörschädigung bei Werten ab 80 Dezibel anzunehmen, weshalb eine dauerhafte Belastung mit solchen Werten im Arbeitsleben nur mit Gehörschutz erlaubt ist.

Beim Ultraschall kommt es deshalb entscheidend auf die Angabe genau zweier Messgrößen an: In welchem Frequenzbereich arbeitet das Gerät, und welchen Schalldruck sendet es aus. Wenn man die Geräte und vor allem deren Beschreibung genauer betrachtet, wird schnell klar, dass Angaben zum Frequenzbereich auf den meisten dieser Geräte nicht zu finden sind. Der Schalldruck wird in der Regel angegeben, sogar mit einem gewissen Stolz wird von Werten über 120 Dezibel gesprochen. Das macht viele dieser Geräte ziemlich gefährlich: Wenn irgendwo in dem für Nagetiere angenommenen Frequenzbereich von 20 bis 60 Kilohertz gesendet wird, und das mit Werten um 120 dB, ist die Chance recht groß, dass der Hund des Nachbarn durch das Gerät taub gemacht wird, und mit
ein wenig Pech auch gleich noch das Baby des Nachbarn. Die restlichen Geräte senden vielleicht mit 55 Kilohertz, das hören weder Menschen noch Hunde, aber Katzen sind der Schädigung genauso ausgesetzt wie Marder (sie würden erst ab 65 kHz nichts mehr hören, dann hört der Marder aber wahrscheinlich auch nichts mehr).

MarderWenn der Marder aber diese 55 kHz nun voll abbekommt, kommt ein Denkfehler der Gerätehersteller zum Tragen, der in der letzten Zeit zu vielen Berichten geführt hat, nach denen man auf wechselnde Frequenzen setzen müsse, weil der Marder sich an den Ton in einer Frequenz gewöhnen würde: Wenn beim Menschen dauerhafter Lärm ab 80 dB irgendwann zu einer Lärmschwerhörigkeit führt, mit der er vor allem hohe

Frequenzen nicht mehr hören kann, und diese Lärmschwerhörigkeit bei höheren dB-Werten entsprechend schneller eintritt, wird das wohl beim Marder nicht viel anders sein. Dieser Meinung sind zumindest einige Wissenschaftler, die sich mit diesem Problem in der letzten Zeit beschäftigt haben, das hieße also, Sie machen mit den einen beeindruckend hohen Schalldruck aussendenden Geräten “Ihren” Marder einfach in kürzester Zeit taub.

Andere Möglichkeiten zur Marderabwehr

Wenn Sie einen Akustik- und Elektronikspezialisten im Haushalt haben, der fähig ist, genau das richtige Ultraschallgerät zu kaufen, würde das zumindest Marder vertreiben, die gerade erst beim Einzug in Ihre Gefilde sind, dann ist das Gerät aber meist noch nicht im Haus. Wahrscheinlich ist das sogar das Wichtigste an der ganzen Marder-Abwehraktion: Dass Sie rechtzeitig reagieren, also bevor es sich der Marder bei Ihnen so richtig wohnlich gemacht hat, Sie können eine ganze Menge anderer, schnell verfügbarerer Mittel einsetzen:

Sie könnten dem Marder den Einzug auf Ihrem Dachboden z. B. geruchlich vermiesen, mit Mottenspray oder Toilettensteinen, Katzen- oder Hundehaaren oder dem letzten Parfüm-Fehlkauf, im Internet werden Sie noch viele Gerüche finden, die Marder abschrecken sollen. Probieren Sie aus, was Ihr Marder nicht mag. Recht erfolgreich sollen auch die Bestrebungen sein, den ruheliebenden Mardern die neue Wohnung mit Lärm und Licht madig zu machen, auch hier können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen: Klopfen an die Decke, Dauerlicht auf dem Dachboden oder Kassettenrekorder, CD-Player oder Discokugel, Bewegungsmelder mit Radio und Licht, alles könnte den Marder verscheuchen.

Für das Auto werden dann noch spezielle Gitterabdichtungen angeboten, für einige Kfz-Modelle finden Sie im Internet auch Anleitungen für die selbsttätige Abdichtung Ihres Motorraumes.

Wenn Sie schon länger vom Marder geplagt werden, gibt es noch zahlreiche stärkere Mittel von der Lebendfalle bis hin zu einer Art Elektrozaun für Haus oder Motorraum, auch eine totale Abdichtung des vom Marder bewohnten Raumes ist denkbar. All diese Maßnahmen sollten jedoch eher nicht von Laien gestartet werden, da viele gesetzliche Vorgaben beachtet werden müssen, hier sollten Sie deshalb besser auf professionelle Hilfe von Schädlingsbekämpfern, Dachdeckern oder Jägern vertrauen.