Wie überwintern Tiere im Garten?

Wie überwintern Tiere im Garten?

Jeder von uns hat mit Sicherheit schon den Spruch gehört, dass in einer Hand voll Erde Millionen oder gar Milliarden von Lebewesen stecken sollen. Was aber wenn der Boden gefroren ist? Selbst dann ist die Tierwelt in unseren Gärten stark vertreten.

Viele Tiere überwintern nämlich quasi direkt vor unserer Haustüre und das meist ohne dass wir etwas davon merken. Der Klassiker ist der Igel. Sieht man ihn im Herbst bisweilen vorbeiziehen, so ist er im Winter zwar anwesend, aber gleichzeitig unsichtbar

für den laienhaften Beobachter. Der stachlige Kerl sucht dennoch Unterschlupf in unserem Garten, indem er sich Blätterhaufen erkundet, die als Wohnung dienen können, es dürfen aber auch hohle Bäume oder Fels- bzw. Steinspalten sein - siehe Igel überwintern und Igelhaus.

Ähnlich ist es bei Insekten, die
überwintern. Im Allgemeinen gilt, dass Tiere sich ein stilles und in erster Linie warmes Plätzchen suchen. Dieses finden sie durch ihren Instinkt relativ einfach. Anschließend wird die Behausung noch mit etwas Proviant für schlechte Zeiten bestückt und schon kann der Winterschlaf beginnen.

Geschützt werden die Tiere durch ihre kleinen Höhlen oder anderen Verstecke vor Feinden, der Kälte und letztendlich auch dem Menschen. Denn dieser würde - wenn er wüsste, dass eine Igelfamilie zu Gast im Garten ist - wohl ständig nach dem Rechten sehen wollen und dabei - wenn auch unabsichtlich - nur stören. Und dabei gilt doch die eindringliche Bitte der Tiere Bitte nicht stören!. Denn Futter haben Igel und Co. wie erwähnt selbst im Gepäck und Hilfe benötigen sie ebenfalls nicht.

Die alleinige Hilfe ist es, Feinde, Stress und laute Geräusche fernzuhalten von möglichen Behausungen für Winterschläfer.

Besser haben es da schon die Vögel, die nicht in den Süden gezogen sind, sondern in Deutschland bleiben. Beispielsweise Spatz oder Amsel. Sie können sich durch den Menschen verwöhnen lassen - durch Vogelfutter, Meisenknödel und viele andere Methoden. Allerdings gilt es auch hier einmal kurz den Zeigefinger zu heben: nur wenn Schnee liegt, darf Vogelfutter gestreut oder verteilt werden.

Das hat auch einen einfachen Grund: Vögel werden schnell unselbständig, wenn das Futter stets und auf einfache Weise durch das Nachhelfen des Menschen frei Haus geliefert wird. Hilft der Mensch bedingt, so hilft er also auch hier am besten.