Ambrosia bekämpfen - Meldestellen für Ambrosia

Ambrosia bekämpfen - Meldestellen für Ambrosia

Die Ambrosia ist eine invasive Pflanze, die von Nordamerika eingeschleppt wurde und hierzulande große Probleme verursacht. Sie kann schon beim Hautkontakt, vor allem aber durch ihre Pollen schwere Allergien auslösen und sollte daher aus Gärten entfernt und ihr Fund möglichst gemeldet werden.

ambrosia2 flSteckbrief der Ambrosia

Die Ambrosia heißt mit botanischem Namen Beifußblättriges Traubenkraut. Hierbei handelt es sich um eine einjährige Pflanze, die sich im Herbst selbst wieder aussät, bevor sie überirdisch abstirbt. Die Ambrosia kann

bis zu eineinhalb Meter hoch werden, bleibt aber oft kleiner. Sie hat gefiederte grüne Blätter und wächst etwas buschig.

Vom Gemeinen Beifuß, der dieser Pflanze ähnlich sieht, lässt sie sich anhand der Unterseiten ihrer Blätter unterscheiden. Während die Blattunterseiten beim Gemeinen Beifuß grauweiß sind, sind sie bei der Ambrosia grün. Besonders auffällig und dadurch ein gutes Unterscheidungsmerkmal sind jedoch ihre Stängel, die viele Verzweigungen bilden und behaart sind.

Die Ambrosia blüht von Juni bis Oktober und bildet dabei längliche grüne Blütenstände. In ihnen reifen die Samen, die jahrzehntelang keimfähig bleiben und dadurch die Bekämpfung dieser Pflanze so schwierig machen. Sie keimen auch in schlechten Böden, daher findet sich die Ambrosia häufig in der Nähe von
Deponien oder an Straßenrändern, wo sie sich ohne Störung durch den Menschen ausbreiten kann. In privaten Gärten wächst die Ambrosia dagegen oft in der Nähe eines Vogelhäuschens, denn oftmals werden die Samen dieser Pflanze mit verunreinigtem Vogelfutter eingeschleppt.

Gesundheitliche Probleme

Die Ambrosia wirkt in zweierlei Hinsicht schädlich auf die Gesundheit von Menschen, die sich in ihrer Umgebung aufhalten. Ihre Pollen verursachen tränende Augen, Schnupfen und Kopfschmerzen bis hin zu Atemnot. Im schlimmsten Fall kann sich durch diese Pollen sogar Asthma entwickeln. Besonders betroffen sind hiervon Personen, die schon unter einer Pollenallergie leiden, doch auch bei anderen Menschen können diese Symptome auftreten. Die Pflanze anzufassen, führt dagegen zu Hautproblemen, besonders stark fallen diese bei der Berührung der Blüten aus. Eine Ambrosia sollte daher niemals mit den Händen angefasst werden, wenn sie auf eigene Initiative aus dem Garten entfernt werden soll.

Meldestellen für Ambrosia

In der Schweiz gibt es bereits eine Meldepflicht für Ambrosia, um dieses Problem und die weitere Ausbreitung dieser Pflanze einzudämmen, in Österreich und in Deutschland ist die Meldung dagegen noch freiwillig.

In Deutschland gibt es hierfür bereits seit einiger Zeit Meldestellen in den einzelnen Bundesländern, inzwischen bietet jedoch auch das Julius Kühn Institut, das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, die Möglichkeit, den Fund von Ambrosia durch eine Email oder die Benutzung eines Formulars auf seiner Internetseite watson.jki.bund.de zu melden. Für die Meldung wird die Angabe des Fundortes, die Fläche, auf der die Pflanzen sich bereits ausgebreitet haben, und die Anzahl der Pflanzen benötigt. Kontaktdaten wie Name und Email oder Telefonnummer sind für eventuelle Rückfragen erforderlich. Über dieses Formular können auch Pflanzen gemeldet werden, die bereits entfernt wurden, denn es geht den Forschern nicht nur darum, vorhandene Pflanzen zu bekämpfen, sondern auch darum, sich einen Überblick über die bereits bestehende Ausbreitung dieser invasiven Pflanze zu verschaffen, um gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu ergreifen.