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Schachtelhalm als Unkraut |
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Gartenpflege -
Unkraut bekämpfen - Unkrautbekämpfung im Garten
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Schachtelhalm als UnkrautDer Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense) oder auch Zinnkraut, Katzenwedel oder Scheuerkraut bekannt, wächst auf Ackern, Wiesenränder, an Feldwegen, aber leider auch in unseren Gärten.
Obwohl dem Schachtelhalm auch gutes zugesagt wird, versucht der Gärtner ihn zu bekämpfen, was gar nicht so einfach ist.
Einige Möglichkeiten stehen dem Gartenbesitzer offen, wenn auch nicht viele. Mit einer guten Bodenvorbereitung der Beete hat man schon halb gewonnen. Frisch aufkommende Schachtelhalm-Pflanzen so schnell wie möglich rausrupfen. Wenn in den Beeten übermäßig viel Schachtelhalm zu finden ist, muss man in diesen Beeten
für eine gute Drainage sorgen (Staunässe). Durch die Kombination dieser beiden Dinge ist der Schachtelhalm bald verschwunden. Magere trockene Böden mag er nicht. Der Acker-Schachtelhalm ist ein mehrjähriges Kraut aus der Familie der Schachtelhalme (Sphenophyta) und gehört zu den ältesten Pflanzen unserer Geschichte. Ihre Geschichte geht auf die Zeit vor etwa 400 Millionen Jahre zurück.
Oberirdisch wird die Pflanze nur etwa 10-50cm hoch, ihre Wurzeln bilden jedoch unterirdisch ein dicht verzweigtes Labyrinth. Blüten hat sie keine, sie bildet nur Sporentriebe. Da sie sich durch Sporen vermehrt, ist die Vermehrung leider nicht kontrollierbar. Dieses Wurzelgeflecht zu entfernen ist nicht einfach, da es sehr dicht gewachsen ist. Regelmäßige Lockerung des Bodens mit einer Forke kann hier sehr hilfreich sein. Wurzelstücke (auch die kleinsten) nach Möglichkeit restlos entfernen. Aus dem kleinsten Wurzelstück treibt das Unkraut wieder aus.
Der Schachtelhalm hat einige gute Eigenschaften, die der Gartenbesitzer zu seinen Gunsten nutzen kann. So kann man mit einer Jauche aus Acker-Schachtelhalm schwächelnde Pflanzen stärken, sowie ist diese Jauche, oder Kaltwasserauszug hilfreich in der Bekämpfung saugender Insekten an Pflanzen. (Z. B.: gegen Blattläusen). Hier kommt den Nutz- und Zierpflanzen der Kieselsäuregehalt des Schachtelhalms zu Gute. Dadurch wird das Bindegewebe der Pflanzen gestärkt, und den Schädlingen ein Eindringen in das Gewebe erschwert. So wirkt die Jauche also auch vorbeugend. Auch als Tee hat sich Schachtelhalm in unseren Gärten bewährt. Bei Befall von Mehltau und Rost hat sich die Sprühmethode als nützlich erwiesen, vor allem an Obstbäumen, Rosen und Tomatenpflanzen.
Bei der Zubereitung vom Schachtelhalm-Tee muss darauf geachtet werden, dass der Schachtelhalm ca. 20 Minuten im Wasser aufgekocht wird. Nur so löst sich die Kieselsäure.
An Stellen in Gärten, wo vermehrt Schachtelhalm zu finden ist, tritt mit Sicherheit Staunässe auf. Der Schachtelhalm ist ein sicheres Zeichen dafür.
In der Landwirtschaft wird der Acker-Schachtelhalm mit Herbiziden bekämpft, eine Eindämmung ist jedoch kaum möglich, da der Wind die Sporen der Pflanze weiterträgt.
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