Unkrautvernichter - Regeln zur Anwendung

Unkrautvernichter - Regeln zur Anwendung

Unkrautvernichter sind mit Vorsicht zu benutzen. Oft enthalten sie die pure Chemie und sind alles andere als Umweltverträglich.

pflanzenschutz2 flZwar töten viele der Mittel Unkraut erst einmal zuverlässig ab, aber es kommt wieder. Dagegen, das sich Unkraut selbst wieder aussät oder der Wind den Samen mitbringt, ist noch kein Mittel erfunden. Da hilft nur, den Garten zubetonieren.

Wichtig zu wissen!
  • Die Unkrautvernichter unterscheiden nicht zwischen „guten“ Pflanzen und „schlechten“ Pflanzen. Sie vernichten alles. Man muss also sehr

    gezielt mit ihnen umgehen. Wenn das Mittel versprüht wird, dann besser nicht bei Wind, sonst gibt es Komplementärschäden.

  • Die Unkrautvernichter sind auch für die eigene Gesundheit nicht ganz ungefährlich. Seine Haut und besonders seine Augen sollte man gut schützen!

  • Nicht alle im Handel erhältliche Unkrautvernichter sind für den privaten Kleingarten auch zugelassen.
    Vor der Anwendung also immer erst danach fragen!

  • Ideal sind Unkrautvernichter, die nicht nur die oberirdischen Teile der Pflanze vernichten, sondern auch die Wurzel.
Regeln zur Anwendung
  • Grundsätzlich müssen die auf der Verpackung angegebenen Vorschriften befolgt werden! Unsachgemäße Anwendung kann Schäden verursachen!
  • Die chemischen Mittel sollten generell biologisch abbaubar sein, der Umwelt zuliebe.
  • Günstig ist auch, wenn sie für Insekten unschädlich sind, von Menschen und Haustieren einmal abgesehen.
  • Man unterscheidet zwischen Unkrautvernichtern, die versprüht, bzw. aufgesprüht und denen, die aufgestrichen werden.
  • Außerdem gibt es Mittel, die dem Gießwasser beigegeben werden.

  • Wichtig ist, Handschuhe zu tragen!
  • Nicht auf die Haut sprühen oder streichen!
  • Bei Hautkontakt sofort waschen, ab- oder ausspülen.
  • Chemische Unkrautvernichter, auch als Pflanzenschutzmittel bekannt, dürfen nicht auf Bürgersteigen, Gehwegen, Hofflächen, Zufahrten oder ähnlichem verwendet werden. Das ist nicht nur verboten, es kann auch teuer werden. Bis zu 50.000 Euro Strafe können fällig werden!
  • Das gilt auch für Salz- oder Essigwasser. Der Grund ist, die Substanzen gelangen ins Grundwasser, da kein Oberflächenwasser versickern kann, welches dann über die Kanalisation entwässert wird.
Fazit

Chemnische Unkrautvernichter sollten das letzte Mittel der Wahl sein. Sie sind zwar effektiv, aber die meisten sind weder gesund für die Umwelt , noch für Mensch und Tier. Außerdem sind viele auch teuer. Billiger ist Unkraut regelmäßig auszupfen, am besten nach Regen, da geht es am leichtesten. Wo die Unkrautvernichter verboten sind, also zwischen Pflastersteinen und auf Terrassen und ähnlichem, hilft ein Hochdruckreiniger, wobei dieser auch regelmäßig zur Anwendung kommen muss.