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Obstbäume veredeln
Gartenpflege - Veredeln und Vermehren

Obstbäume veredeln

Letztlich kann jeder seine Obstbäume im Garten selber ziehen. Dazu muss zu aller erst die Unterlage durch vegetative Vermehrung oder aber durch Samen ziehen. Dann erfolgt das aufschulen und letztlich das veredeln. Da alle diese Arbeiten mit großem Zeitaufwand verbunden sind besitzen wenige Hobbygärtner diese Gartenpraxis. Darum werden meist junge Obstbäume als fertigt Veredelungsbäume im Gartencenter oder in einer Baumschule gekauft. Letztlich ist es dennoch gut zu wissen wie man einen Obstbaum veredelt, sollte man sich dazu entschließen dies auch selber tun zu wollen.

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...
height="153" align="left" hspace="6" alt="Image" title="Image" border="0" />Der Grundsatz der Veredelung besteht darin, dass zwei Teile von verschiedenen Pflanzen so miteinander verbunden werden, dass sie für immer zu einer einzigen Pflanze zusammenwachsen. Man möchte beispielsweise von einer Pflanze die Unterlage, also das große System und von der anderen Pflanze den Edelreises, die Krone.

Möchte man Obstbäume veredeln so schneidet man im Vorfrühling oder ganz zu Beginn der Wachstumsperiode die Krone des zu veredelnden Baumes zurück. Am Ende der Ästestummel wird einschwächerer Zugast stehen gelassen, der die Baumsäfte anzieht und damit dem Edelreis des anwachsen erleichtert. Die Stärke der abgetretenen Äste soll bei Birnen 15 cm, Äpfeln 10 cm und Steinobstarten 8 cm nicht überschreiten. Die Edelreiser wählt man dann von sehr fruchtbaren und gesunden Bäumen der Sorte wie wir gerne umgepfropft hätten.

Als Edelreiser am besten geeignet sind einjährige, gut ausgereiften zerrieben während der Vegetationsruhe. Die Triebe sie bei Mutterbaum nach Süden zeigen, Sind am besten dafür geeignet. Der beste Schnittzeitpunkt für Reiser ist der Monat Dezember und der Januar. Bei Steinobst dürfen die Reiser auf keinen Fall später geschnitten werden. Man schlägt die Reiser den Winter über in eine Grube mit feuchtem Sand ein und steckt sie halt mit Erde ab, damit sie nicht austrocknen. Der Reis soll drei Knospen haben; der obere Schnitt muss dicht über der Knospen sitzen darf sie aber nicht verletzen.

Bei Obstbäumen wählt man meist das Geißfußpfropfen. Aber auch eine Rindenveredelung ist möglich. Möchte man eine Kopulationsveredelung vornehmen muss man unbedingt auf die gleiche Stärke von Reis und Unterlage achten. Bei der einfachen Kopulation wird das schräg angeschnittene Reis auf die im gleichen Winkel Angeschrägte Unterlage aufgesetzt und festgebunden. Bei der Kopulation mit Gegenzunge werden einfache Schrägschnitte und gegenläufige Einschnitte (Zungen) auf den steht Flächen kombiniert.
Beim Kopulieren und Pfropfen werden die Schnitte von oben nach unten angesetzt. Beim Tropfen auf schwache Äste setzt man eins bis zwei, auf starke bis zu fünf Edelreiser. Die gepfropften Äste werden gut mit Bast festgebunden und mit Baum wachsen strichen.

ImageIm darauf folgenden Jahr sucht man aus den neu entwickelten Trieben die beste als neue Äste aus und schneidet alles Übrige, auch die Zugäste, nachdem Abheilen der Schnittstelle bis zur Basis weg. Die neuen Triebe erzieht man in den nächsten Jahren die bei einem frisch gepflanzten Baum.
Pfirsiche lassen sich nicht umpfropfen, darum muss im August nach einem Verjüngungsschnitt okuliert werden. Auch junge Süßes Kirschen und junge Sauerkrautbäume lassen sich im Juli oder im August durch okuliert ein oder Pfropfen umveredeln.

Veredelungsaugen nimmt man nur von ausgereiften Trieben hervorragender Kultursorten. Genau einen Tag vor dem Okulieren ein schneidet man das Reis, nimmt die Blattspreiten weg und schneidet die Blattstiele bis auf etwa 1 cm Länge zurück. Der Reis wird in ein feuchtes Tuch eingeschlagen und kühl und dunkel bis zum nächsten Tag aufbewahrt. Das Auge schneidet man aus der Mitte des Reises mit einem desinfizierten und scharfen Okuliermesser auf einem etwa 3 cm langen ovalen Rindenschild mit einer dünnen Holzschicht heraus. Das Holz wird vorsichtig herausgeschält damit das Auge nicht bestätigt wird. In die Unterlage schneidet man ein T mit einem etwa einem Zentimeter langen waagerechten und ungefähr 3 cm langen senkrechten Schnitt, schiebt das Schild unter die abgehobenen schwimmende, damit das Auge etwa 1 cm oberhalb dem Querschnitt sitzt und verbindet mit Bast. Das Auge darf dabei nicht zugedeckt werden. Wenn nach etwa 14 Tagen der Blattstiel bei leichter Berührung abfällt, ist das veredeln gelungen. Den Bast entfernt man erst nach drei Wochen.
 


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