Phalaenopsis-Vermehrung: Orchideen richtig vermehren

Phalaenopsis-Vermehrung: Orchideen richtig vermehren

An einer Phalaenopsis bilden sich seitlich am Blütenstängel oder der Pflanze selbst manchmal Sprosse, sogenannte Kindel. Diese können abgeschnitten und zur Vermehrung genutzt werden.

orchidee caAuch die Anzucht aus Samen ist theoretisch möglich, dies ist jedoch so schwierig, dass man diese Aufgabe besser professionellen Orchideenzüchtern überlässt. Etwas einfacher ist es dagegen, eine große Pflanze durch Teilung zu vermehren.

Orchideen durch Kindel vermehren

Ein Kindel wird von der Mutterpflanze mit einem scharfen und sauberen Messer abgetrennt, um es in

einen eigenen Topf zu pflanzen. Diese sollte aber erst dann geschehen, wenn sich an diesem Kindel einige Blätter und Luftwurzeln gebildet haben, daher kann es eine Weile dauern, bis ein Kindel zur Vermehrung genutzt werden kann. Nach der Abtrennung wird der Ableger in einen kleinen Topf mit Orchideensubstrat gepflanzt. Dieses kann für die noch relativ kleinen Wurzeln der jungen Pflanze etwas zerkleinert werden. Gewöhnliche Blumenerde eignet sich hierfür nicht, denn darin würden die Wurzeln bald zu faulen beginnen.

Der Topf mit der jungen Pflanze wird danach an einen hellen, aber nicht zu sonnigen Platz gestellt. Dort sollte die Luftfeuchtigkeit möglichst hoch sein, denn die Phalaenopsis stammt ursprünglich aus warmen und feuchten Tropenregionen. Am besten
geeignet ist daher ein kleines Gewächshaus oder eine Abdeckung, mit der die Luftfeuchtigkeit gehalten werden kann.

Bewässert wird der Ableger am besten, indem die Blätter und das Substrat täglich leicht mit Regenwasser oder weichem Leitungswasser besprüht werden. Auf keinen Fall darf das Orchideensubstrat nass werden, denn hierdurch würden wiederum die Wurzeln zu faulen beginnen. Direkt nach dem Pflanzen wird die neue Orchidee noch nicht gedüngt, denn das Substrat enthält genügend Nährstoffe. Erst nachdem die neue Pflanze überirdisches Wachstum zeigt, kann ihr zusammen mit dem Wasser etwas Orchideendünger verarbreicht werden - jedoch frühestens nach drei Monaten.

Die weitere Pflege der Jungpflanze

Der Ableger der Phalaenopsis kann ganzjährig bei Zimmertemperatur kultiviert werden, denn diese Pflanze benötigt im Unterschied zu anderen Orchideenarten keine Ruhephase in einem kalten Raum, damit sich wieder eine neue Blüte bildet. Sie kann das ganze Jahr über eine Blüte bilden und ist bei richtiger Pflege meist sehr blühfreudig. Die Phalaenopsis gedeiht am besten an einem hellen Fenster ohne Mittagssonne.

Phalaenopsis: Vermehrung durch Teilung

Eine Phalaenopsis, die schon sehr groß geworden ist, kann geteilt werden. Dies geschieht am besten beim Umtopfen, damit die Pflanze nicht unnötigem Stress ausgesetzt ist. Umgetopft werden sollte eine Phalaenopsis nach zwei bis drei Jahren oder wenn sie so stark gewachsen ist, dass der Topf allmählich zu klein wird. Zum Teilen wird die Pflanze aus dem Topf genommen und zunächst das Substrat von den Wurzeln entfernt. Danach werden die Wurzeln so gut wie möglich voneinander gelöst, ohne sie dabei zu beschädigen. Um die Pflanze zu teilen, wird sie dann im Wurzelbereich mit einem scharfen Messer in zwei Hälften geschnitten und vorsichtig auseinander gezogen. Danach können beide Hälften in eigene Töpfe mit Orchideensubstrat gesetzt werden.

Gegossen werden sollten die beiden Orchideen erst wieder nach zwei bis drei Tagen, damit sie ausreichend Zeit haben, sich von der Prozedur der Teilung und des

Umtopfens zu erholen. Damit sie für diese Zeit genügend Wasser haben, wird die Pflanze kurz vor dem Umtopfen noch einmal gründlich eingesprüht.