Algenentfernung im Aquarium und Teich

Algenentfernung im Aquarium und Teich

Algen treten sowohl im Aquarium auf, als auch im Gartenteich. Man erkennt sie meist an der Grünverfärbung des Wassers. Am besten ist in solchem Fall ein Wasserwechsel, wenigstens ein Teilwasserwechsel.

gartenteich10_flDieser bedeutet für die Fische und anderen Lebewesen im Wasser absoluten Stress. Dieser kann negative Auswirkungen auf sie haben.

Algenarten

Blaualgen – sind die lästigsten Algen. Wenn sie sich stark vermehren, überziehen sie Boden, Pflanzen und Dekoration mit einer schleimigen, übel riechenden Masse. Die Pflanzen ersticken. Einige Arten

scheiden zudem giftige Stoffe aus, die für Fische gefährlich werden können.

Dinoflagellaten – werden meist von Wirbellosen oder Steinen eingeschleppt. Sie vermehren sich blitzartig und in Massen.

Goldalgen – werden ebenfalls eingeschleppt, breiten sich aber nicht so aus.

Grünalgen – gibt es viele verschiedene Arten. Die Bekämpfung ist schwierig. Gut helfen algenfressende Fische. Für Grünalgen sind meist die Lichtverhältnisse verantwortlich.

Schwebealgen – gehören zu den Grünalgen. Sie können mit UV-C Strahlen bekämpft werden.

Kieselalgen – bilden sich, wenn Silikate ins Wasser gelangen, die den Kieselalgen gute Wachstumsbedingungen bieten. Sind die Silikate alle, verschwindet die Alge meist.

Rotalgen – treten besonders häufig in stark gefiltertem Wasser auf. Eine Drosselung der Filterleistung wird empfohlen. Befallene Pflanzen sind zu entfernen.

Fadenalgen – treten meist in sehr klarem Teichwasser auf. Sie bilden große Teppiche und in allen Wassertiefen Klumpen. Diese können die Pumpenfilter
verstopfen. Man kann sie abfischen oder chemische Mittel verwenden.

Bakterienkulturen

Mit Bakterienkulturen können Algen recht einfach bekämpft werden. Wichtig ist, dass diese Bakterien nicht krankmachend sind. Sie sollen das biologische Gleichgewicht im Aquarium  oder Teich wieder herstellen.
Eine gute Mischung aus Bakterien und Enzymen sorgt dafür, dass angefallene Abbaustoffe sowie abgelagertes, überschüssiges Futter abgebaut werden. Dabei werden keine für die Lebewesen schädlichen Gase gebildet. Das Wasser klärt sich und so wird das biologische Gleichgewicht wieder hergestellt. Die Algen erhalten keine Nahrung und verschwinden.

Ein Nebeneffekt ist, dass die Bakterien einige Pilzarten, welche sowohl Fische als auch Pflanzen befallen können, vernichten.alge

Wasserpflanzen und algenfressende Fische

Günstig ist, schnell wachsende Unterwasserpflanzen und Schwimmpflanzen einzusetzen. Als Nahrungskonkurrenten der Algen leisten sie gute Dienste. Die Pflanzen verbrauchen die Nährstoffe für sich, so bleibt für die Algen nicht mehr so viel übrig, um sich rasch ausbreiten zu können.

Wenn man algenfressende Fische einsetzt, darf man sie nicht zu sehr füttern. Ansonsten kann es passieren, dass sie keinen Appetit auf Algen haben oder einfach zu faul zum Arbeiten sind. Auch dürfen nicht zu viele Fische im Teich oder Aquarium sein. Der Fischeinsatz sollte an die Größe des Teiches oder Aquariums angepasst sein.

Moderne Filtertechnik

Teichsauger können im Teich den Teichschlamm entfernen. So haben die Algen auch weniger Chancen, sich zu vermehren. Die modernen Filtertechniken tragen insgesamt dazu bei, Algen zu vermeiden. Ganz wird das aber wahrscheinlich nie gelingen.

Algenfrei mit Ultraschall

Im Tierreich verwenden viele Tiere wie Fledermäuse, Wale oder Delfine Ultraschall. Mit seiner Hilfe jagen sie oder orientieren sich. Im Teich oder im Aquarium sendet der Ultraschallerzeuger ähnliche Klicktöne aus, welche

die Vakuole der Alge zerreißen. Die Alge stirbt vor Stress. Das Verfahren ist gegen bestehende und neue Algen einsetzbar. Er beseitigt nicht nur Algen, sondern auch den Biofilm und das ganz ohne Chemikalien. Diese Algenbekämpfung ist umweltfreundlich, ökologisch und wirtschaftlich.