Gartenteichfische - beliebte Arten, Haltung und Überwinterung

Gartenteichfische bereiten dem Beobachter und Naturfreund viel FreudeGartenteichfische erfreuen sich steigender Beliebtheit. Sie beleben den Teich und es macht einfach Spaß, die Tiere zu beobachten. Unter den Teichfischen gibt es viele Arten und jede Gattung hat ihre eigenen Bedürfnisse. Damit man allen Tieren gerecht wird, sollten nur solche Fische vergesellschaftet werden, die sich mit anderen gut vertragen.

Gartenteichfische - beliebte Arten im Überblick
  • Koi-Karpfen
  • Goldfische
  • Bitterlinge
  • Shubunkins
  • Goldorfen
Der Koi zählt zu den beliebtesten Gartenteichfischen überhaupt. Seine hübsche Zeichnung und die teilweisen hohen Verkaufssummen haben

das Interesse an den bis zu einen Meter großen Tieren richtiggehend angefeuert. Damit Kois die schönen Farben in voller Pracht ausbilden, benötigen sie spezielles Futter. Ihr Platzbedarf ist groß und so sollten Kois nur in großen Teichen gehalten werden.
Goldfische tummeln sich in nahezu jedem Gartenteich. Sie sind anspruchslos und können sich in einem natürlichen Biotop selbst ernähren. Es handelt sich um bis zu 50 cm große grundelnde Fische, die in Gruppen dicht über dem Boden ihre Runden ziehen.
Bitterlinge werden nur etwa 9 cm groß und eignen sich aus diesem Grund für kleinere Teiche. Wer also keinen allzu großen Teich sein eigen nennt, sollte ihn mit ausreichend Pflanzen bestücken und einen Schwarm Bitterlinge einsetzen. Dennoch möchten sich die Tiere viel bewegen. Fühlen sie sich wohl, werden Bitterlinge bis zu fünf Jahre alt. Wer Muscheln in seinem Teich hat, kann mit Nachwuchs bei den Bitterlingen rechnen, denn diese Fische laichen in den Teichmuscheln.

Shubunkins ähneln optisch und in der Haltung den Goldfischen. Auch sie sind Allesfresser, die sich in einem funktionierenden Biotop selbst ernähren können. Genau wie die Goldfische tummeln sie sich in einer Gruppe am Boden des Teichs. Nach Einsetzen der Dämmerung kommen sie bis dicht unter die Wasseroberfläche und präsentieren ihre Farbvielfalt. Die Fische werden bis zu 30 cm groß und sie vermehren sich stark, wenn die Wasserqualität in Ordnung ist.

fische-luft flGoldorfen gehören ebenfalls zu den Teichfischen, deren Haltung unkompliziert und einfach ist. Es sind Schwarmfische, die sich in der Gesellschaft ihrer Artgenossen am Wohlsten fühlen. Am liebsten schwimmen die Goldorfen knapp unter der Wasseroberfläche, stetig auf der Suche nach Insekten. Sie erreichen durchaus eine Körperlänge von 40 cm, was bei der Haltung eine gewisse Teichgröße voraussetzt.

Wie überwintern Teichfische?

Die meisten Gartenteichfische können problemlos im Teich überwintern, sofern er eine Mindesttiefe von 80 cm aufweist. Sinkt die Temperatur, fahren sie ihren Stoffwechsel herunter und verfallen in eine Art Winterstarre. Dennoch sind einige Dinge zu beachten, bevor der Winter kommt.
  • Abgestorbene Pflanzenreste müssen entfernt werden.
  • Der gesamte Teich sollte nach Laub und Unrat abgesucht werden.
  • Eventuell muss etwas Schlamm vom Teichgrund abgesaugt werden.
Der Teich darf keinesfalls komplett zufrieren, entweder legt man eine Styroporscheibe auf die Wasseroberfläche oder es wird ein Durchlüfterstein verwendet. Hat sich doch einmal eine geschlossene Eisdecke auf dem Teich gebildet, dann darf keinesfalls ein Loch hineingeschlagen werden. Die Fische würden sonst womöglich erschreckt hin und hersausen, obwohl sie in ihrer Kältestarre bleiben sollen. Das Wasser
muss an einer Stelle mit heißem Wasser zum Schmelzen gebracht werden und stetig kontrolliert werden.

Das Überwintern von Fischen in

kleinen Teichen


Randbepflanzungen sind für Gartenteichfische sehr wichtigBesitzer kleinerer Teiche müssen ihre Tiere in einem Kaltwasserbecken in der Garage oder im Keller überwintern lassen. Erreicht ein Teich nicht mindestens die Tiefe von 80 cm, ist die Gefahr, dass das Gewässer zufriert, zu groß. Das hätte den Tod der Fische zur Folge. Was gibt es zu beachten?
  • Die Wassertemperatur sollte ab dem Spätherbst stetig kontrolliert werden.
  • Bei einer Temperatur von etwa 8 °C sollten die Fische "umziehen".
  • Das Wasser im Winterbecken besteht zur Hälfte aus Teichwasser und zur anderen Hälfte aus kaltem Leitungswasser.
  • Pumpe, Filter und Beleuchtung gehören als Zubehör ebenfalls ins Winterquartier.
  • Das Wasser sollte bereits eine gewisse Qualität aufweisen, bevor die Fische eingesetzt werden.
  • Aus diesem Grund wird das Becken etwa vier Wochen vor dem "Einzug" der Fische vorbereitet.
Im späten Frühjahr können die Fische dann wieder in ihre natürliche Umgebung. Die Wassertemperatur sollte allerdings schon bei etwa 12 °C liegen. Zu Anfang sollte ein wenig zugefüttert werden, bis die Tiere entweder ihr Futter aus dem Teich beziehen oder ihren Bedarf komplett über eine Fütterung decken.

Generelles über die Haltung von Teichfischen

Die Wasserqualität muss ständig auf ihren Sauerstoffgehalt und den pH-Wert überprüft werden. Die meisten Fische fühlen sich in einem sauberen Gewässer am Wohlsten. Pflanzen sind bestenfalls so angeordnet, dass sie sich gleichmäßig über den ganzen Teich verteilen und die Fische dennoch Drumherum schwimmen können.

Wer seine Fische artgerecht halten möchte, plant nicht zu viele Tiere ein. Die meisten Teichfische vermehren sich rege, was zu weiteren Schwierigkeiten führt. Bei der Berechnung nach der Anzahl der Fische sollte allerdings immer von der Endgröße der Fische ausgegangen werden. Goldfische können durchaus 50 cm lang werden - und sie sind sehr vermehrungsfreudig. Die Tiere sollten auf jeden Fall das 10-fache ihrer ausgewachsenen Körperlänge als Schwimmraum zur Verfügung haben. Somit sollte ein Teich, der mit Goldfischen bestückt ist, eine Länge von 5 Metern ausweisen.

Gartenteichfische benötigen genügend Sauerstoffzufuhr - Wasserfälle tragen dazu beiFazit über Gartenteichfische

Gartenteichfische dienen der Freude von ihren Besitzern, dennoch sollte das Hauptaugenmerk auf dem Wohlbefinden der Tiere liegen. Jeder Teichbesitzer sollte sich Gedanken über den Winter und den Besatz machen. Grundelnde Fische gehören auch in einen Teich, selbst dann, wenn sie dafür sorgen, dass das Wasser oft eine trübe Färbung annimmt. Besitzer von kleineren Teichen müssen sich rechtzeitig an die Vorbereitungen für das Überwintern ihrer Tiere machen. Dafür müssen große Teiche in aufwendiger Arbeit gesäubert werden. Alles hat Vor- und Nachteile. Die Hauptsache jedoch ist, dass es den Fischen gut geht. Sommer wie Winter.
  • Gärtner, die ihren Gartenteich erst im Spätsommer angelegt haben, die ersten Fische auch erst im Frühjahr des kommenden Jahres einsetzen.
  • Aber auch für alle anderen Gartenteichbesitzer gilt, dass sie die ersten Gartenteichfische grundsätzlich erst nach etwa acht bis zwölf Wochen nach dem Anlegen des Teichs einsetzen sollten.
  • Bis dahin konnte sich die Flora einigermaßen akklimatisieren und es herrscht bereits ein biologisches Gleichgewicht, in dem es möglich wird, die Exkremente der Fische umzuwandeln.
  • Auch sollten Fische immer nur in begrenzter Stückzahl nach und nach in den Teich gegeben werden.
  • Ebenfalls ist darauf zu achten, dass die Fischarten, die eingesetzt werden sollen, miteinander harmonieren. Anderenfalls kann es schnell zu Problemen kommen.
  • Auch bei der Anzahl der Gartenteichfische ist darauf zu achten, dass diese in einem ausgewogenen Verhältnis zur Größe des Teichs steht.  
  • Weiterhin muss man darauf achten, dass die Sauerstoffzufuhr und die Wasserzirkulation ausreichend gegeben sind.
  • Dies sollte in jedem Fall noch vor dem Einbringen der ersten Gartenteichfische erfolgen, da man die geräuschempfindlichen Tierchen mit nachträglichen Bauten am Teich unnötig stören würde.
  • Das Wasser sollte klar und fließend sein und über eine ausreichende Härte und einen gleich bleibend hohen PH-Wert verfügen.
  • Die Bepflanzung des Teichs sollte in allen Zonen gleichmäßig erfolgen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Unterwasserlandschaft den Teichfischen ausreichend Freiraum, andererseits auch viele Verstecke bietet.