Gelbrandkäfer - Steckbrief - Nahrung

Gelbrandkäfer - Steckbrief - Nahrung

Der Gelbrandkäfer ist eigentlich im Wasser zu Hause. Er kann aber ebenso gut fliegen wie schwimmen. Um ein neues Quartier zu erreichen, fliegt er einfach los, in der Regel nachts.

gelbrandkaefer_flEr erkennt ein neues Gewässer an der Spiegelung des Mondes darin. Die Käfer kommen in ganz Europa vor, aber auch in den gemäßigten Zonen Asiens bis Japan und in Nordamerika. Der Gelbrandkäfer ist einer der größten Wasserkäfer und nur in stehenden Gewässern heimisch. In Europa gibt es 6 Arten

dieser Käfer. Sie unterscheiden sich kaum voneinander. Die Käfer sind eng mit den Laufkäfern verwandt. Gelbbrandkäfer können einige Jahre alt werden. Früher waren die Käfer so häufig, dass sie an das Hausgeflügel verfüttert wurden. Heute sind sie dagegen in einigen Regionen kaum noch zu finden. 

Steckbrief

Kennzeichnend für den Gelbrandkäfer ist seine braune Farbe und die gelbe Umrandung von Halsschild und Flügeldecken, die ihm auch seinen Namen gegeben hat. Des weiteren besitzt das Männchen einige Streifen auf den Flügeldeckeln. An diesen Flügeldeckeln befinden sich zahlreiche Hautdrüsen, welche ein Öl ausscheiden, das wiederum Wasser abweist und somit verhindert, dass der Käfer nass wird. Das Weibchen dagegen trägt auf jeder Flügeldecke etwa 10 tiefe Längsriefen. 

An den Hinterbeinen befinden sich eine Menge Wimperhaare, die der Käfer zum Schwimmen nutzt. Das Männchen besitzt zusätzlich Saugnäpfe an Vorder- und Mittelfüßen, mit denen es sich
bei der Paarung am Halsschild des Weibchens festhält. Ein Gelbrandkäfer wird etwa 27 bis 35 mm groß. Seine Unterseite ist gelbbraun. Zum Atmen müssen die Käfer an die Wasseroberfläche.

Entwicklung

Die Eier des Gelbrandkäfers werden nach der Überwinterung in das Gewebe von Wasserpflanzen gelegt. Wann die Larven schlüpfen ist abhängig von der Temperatur und dem Sauerstoffgehalt des Wassers. Die Larve ist länglich und kann bis zu 60 mm Länge erreichen. Zu erkennen sind diese Larven an der gelbbraunen Mittellinie und den dunkleren Seiten. Der Kopf ist vorn breiter und trägt dolchförmige Mandibeln. Mit diesen wird die Beute gepackt. Ein Verdauungssekret löst die Beutetiere auf und der dabei entstehende Speisebrei wird durch die hohlen Mandibeln aufgesaugt. Die Verpuppung der Larve erfolgt an Land.  

Nahrung

gartenteich-pflanzen_flGelbrandkäfer sind die Gesundheitspolizei der Gewässer. Sowohl der ausgewachsene Käfer als auch seine Larven sind Räuber, genau genommen Lauerjäger. Die Käfer lauern ihrer Beute auf. Sie ernähren sich von Kaulquappen, Jungfischen und Insektenlarven, verschmähen aber auch Aas nicht. Der Käfer schleppt seine Beute an die Wasseroberfläche, wo er sie verzehrt. Die Larven fressen kleinere Lebewesen. Sie saugen ihre Opfer aus und fressen auch Artgenossen. 

Schlechter Ruf der Käfer

Zierfischteichbesitzer mögen meist keine Gelbrandkäfer. Sie haben den Ruf, Fische und vor allem deren Brut anzufallen und zu verspeisen. Tatsächlich kommt es vor, dass die Larven hin und wieder einen Jungfisch erbeuten. Größere Fische dagegen werden nur angefallen, wenn sie krank und geschwächt sind. Das kommt in kleinen, mit Fischen überbesetzten Gartenteichen immer mal wieder vor, denn die Wasserqualität lässt oft zu Wünschen übrig. Das sind für den Gelbrandkäfer paradiesische Zustände. In einem gesunden Teich sind die Käfer

nützlich. Sie sorgen für eine gesunde und ausgeglichene Population von Fischen und anderen Lebewesen im Teich.