Grasfrosch: Steckbrief & Wissensertes

Grasfrosch: Steckbrief & Wissenswertes Der Grasfrosch wächst bis zu einer maximalen Größe von elf Zentimetern und wirkt insgesamt recht plump. Er ist in den verschiedensten Brauntönen gefärbt und kann über schwarze Flecken verfügen. Seine Hinterbeine sind gestreift und seine Unterseite ist hell.

Lebensraum des Grasfroschs, Laichzeit & Feinde 

Zur Laichzeit sammeln die Männchen Lymphflüssigkeit an und sehen dann oft schwammig feucht aus.

Der Grasfrosch hält sich gern in und an Gewässern auf, man findet ihn auch an Viehtränken und in Wiesen. Seine Winter verbringt der

Grasfrosch manchmal auf dem Gewässergrund, vornehmlich aber in Erdlöchern.

Weil der Grasfrosch eine große Anzahl natürlicher Feinde hat, wird er nur selten zehn Jahre alt. Auch der Straßenverkehr, Krankheiten und Umweltgifte sind nicht gerade zuträglich für die Population.

Bestandsrückgang in Europa 

In Deutschland findet man noch ausreichend Grasfrösche, sie kommen fast überall vor. Dennoch sind in ganz Europa Bestandsrückgänge zu verzeichnen, was bedeutet, dass die Vorkommen beobachtet werden und die Art des Grasfrosches auf die so genannte Vorwarnliste gesetzt wurde.

Beitrag zur Erhaltung der Frösche

Um welche Frösche es sich auch immer handelt, sie müssen geschützt werden. Spezielle Naturschutzgebiete, feuchte Biotope und ähnliche Maßnahmen gibt es bereits.
Wenn Sie etwas für die Erhaltung der Frösche tun möchten, dann bieten Sie einigen Exemplaren einen Lebensraum an Ihrem Gartenteich.
Vielleicht sehen Sie jetzt in seinen lauten Revierrufen mehr die Lebenstöne der Natur als ein nervendes Gequake.

Der Grasfrosch im Gartenteich

Wenn Sie einen Teich im Garten haben, können Sie dem Grasfrosch einen Lebensraum bieten. Er bevorzugt stehende
oder langsam fließende Gewässer. Am liebsten mag der Grasfrosch flache, von der Sonne beschienene Stillgewässer, also kleine Teiche und Weiher. Auch in Gartenteichen fühlt er sich wohl. Nur austrocknen dürfen die Teiche nicht! Zum Laichen benötigt der Grasfrosch Flutrasen, also niedrigwüchsige Süßgräser, die am Uferrand wachsen und hin und wieder überflutet werden oder zumindest im nassen Uferbereich stehen. Schon kurz nach der Eiablage verlassen die Frösche das Wasser und bleiben an Land. Dann leben sie bevorzugt im Grünland, Gebüschen, an Gewässerufern, in Wäldern, Gärten, Parks und Mooren. Gern bleiben sie im Garten, wenn sich dort gute Versteckmöglichkeiten finden. Sie mögen feuchte Plätze zwischen Vegetation oder Steinen und fühlen sich auch unter Totholz wohl.

Schon drei Wochen nach dem Laichen schlüpfen die Jungen. Anfangs sind es Larven und Kaulquappen. Erst langsam entwickelt sich aus ihnen ein Frosch. Man nennt den Vorgang Metamorphose.Im Juni verlassen die jungen Frösche den Teich und suchen sich ein feuchtes Gebiet mit vielen Insekten. Erst nach zweieinhalb Jahren laichen sie ab und vermehren sich.
Zum Überleben wird natürlich Nahrung benötigt. Frösche jagen nachts und zwar hauptsächlich Insekten, also Käfer, Asseln, Würmer, Spinnen, Nacktschnecken und Heuschrecken. Der Grasfrosch fängt sein Futter mit Hilfe seiner klebrigen Zunge. Dafür muss er aber genau zielen. Außerdem kann der Frosch auch ganz normal mit dem Maul zuschnappen. So fängt er gern Beute während eines Sprungs.

Den Winter verbringen manche Grasfrösche am Grund des Gartenteiches. Die meisten aber bevorzugen Erdlöcher oder ähnliche frostfreie Unterschlüpfe.
Gefährdet ist der Grasfrosch durch Störche, Greifvögel, aber auch durch die im Garten häufig

vorkommende Amsel. Auch Fuchs, Dachs, Illtis, Wanderratte, Ringelnatter und Forellenfische zählen zu ihren natürlichen Feinden.

Fazit

Wer bei einem Garsfrosch einen grünen Frosch erwartet, wird enttäuscht. Die unscheinbaren bräunlichen Frösche machen nicht viel her, sind aber Überlebenskünstler. Sie werden von vielen Gefahren und Fressfeinden bedroht und sind auch vielerorts selten geworden. Das liegt meist an uns Menschen, die den natürlichen Lebensraum der Laubfrösche zerstören. Wer einen Gartenteich besitzt, hat durchaus die Chance, dass sich Grasfrösche ansiedeln, zumindest übergangsweise.

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