Graskarpfen in Teich-Haltung: 7 Tipps

Graskarpfen in Teich-Haltung: 7 Tipps

Der Graskarpfen ist auch bekannt unter der Bezeichnung Weißer Amur und kann eine Länge von bis zu 120 Zentimetern und ein Gewicht von bis zu 40 Kilogramm erreichen. Das ist aber nur bei einigen Ausnahmen der Fall. In der Regel sind die Graskarpfen mit 50 bis 70 Zentimetern nur halb so lang und entsprechend nur halb so schwer. Ursprünglich kommt der Graskarpfen aus China. Dort lebt er in Flüssen und Seen, die eine Wassertemperatur von rund 22 bis 26 Grad haben.

teich-pflanzen flGraskarpfen

im heimischen Garten

Im heimischen Gartenteich kann man unter bestimmten Bedingungen auch Graskarpfen halten.
  • Dazu muss man beachten, dass der Teich nicht zu flach und die Wassertemperatur nicht zu kalt ist.

  • Für die Haltung der Graskarpfen muss man kein Fischfutter in Form von Flocken oder Trockenfutter zufüttern. Der Graskarpfen ernährt sich von Fadenalgen, die sich im Gartenteich befinden, sowie von Pflanzenresten. Deshalb sollte der Graskarpfen auf keinen Fall in einem Gartenteich gehalten werden, dessen Wasser durch eine Filteranlage komplett gesäubert wird.

  • Vor der Anschaffung eins Graskarpfens sollte man berücksichtigen, dass der Graskarpfen sich ausschließlich von Pflanzen ernährt. Das kann dazu führen, dass bei zu vielen Graskarpfen in einem zu kleinen Gartenteich sämtliche
    Pflanzen vom Graskarpfen aufgefressen werden.

  • Um dies zu verhindern, kann man die Graskarpfen mit zusätzlichem Gras füttern, das frisch gemäht wurde. Hat der Graskarpfen im Gartenteich zu wenig Pflanzen, bewegt er sich auch bis an den Gewässerrand vom Gartenteich, um Pflanzen, die unmittelbar am Ufer stehen, zu fressen.

  • Durch Stress oder Sauerstoffmangel kann es passieren, dass die Graskarpfen so hoch und weit springen, dass es zu Ausfällen kommt. Das bedeutet, dass Graskarpfen den Teich komplett verlassen und an Land sterben. Damit man dies verhindern kann, sollte das Wasser sauerstoffreich sein und eine Unterwasserbepflanzung des Gartenteichs, in dem die Graskarpfen gehalten werden, durchgeführt werden.

  • Zudem kann man auch einen Wasserfall und einen Ausströmer installieren, die den Ausfall verhindern. Durch den Wasserfall wird zusätzlicher Sauerstoff im Wasser des Gartenteichs erzeugt.
Graskarpfen – Wassertemperatur und Maßnahmen zum Überwintern
  • Graskarpfen können nur laichen, wenn die Wassertemperatur über 20 Grad Celsius beträgt. Im heimischen Gartenteich sollte deshalb die Temperatur niedriger sein, da sich so der Graskarpfen nicht vermehren kann und sich somit die Population nicht ungewollt vervielfacht.

  • Damit der Graskarpfen im heimischen Gartenteich überwintern kann, muss die Tiefe des Teiches mindestens 80 Zentimeter betragen. Nur so kann der Graskarpfen den Frost überstehen, weil die unteren Wasserregionen des Teiches dann nicht zufrieren können.

    Graskarpfen nicht aussetzen


    Graskarpfen dürfen nicht in den Bächen und Flüssen in der freien Natur ausgesetzt werden, da sie dort unter Umständen sehr große Schäden anrichten können, indem sie die Wasserflora komplett auffressen. Das Aussetzen der Graskarpfen in Bächen und Flüssen in freier Wildbahn ist strafbar.