Moorfrosch im Gartenteich

Moorfrosch: ein Steckbrief froschDer Moorfrosch wird mit maximal sieben Zentimetern nicht ganz so groß wie der Teichfrosch. Seine Hautfärbung reicht von hellbraun, über dunkelbraun bis hin zu rotbraun, auch schwarze Flecken sind möglich. Auf der Rückenmitte findet man meist sein helles Längsband. Seine Bauchseite ist hell bis weiß.

Lebensraum & Verbreitung des Moorfroschs

Wie sich aus dem Namen schon folgern lässt, findet man den Moorfrosch vornehmlich in Mooren, in feuchten Wiesen, in Auen und in der Nähe von Gewässern. Im Gehölz findet er

den richtigen Platz für die Winterruhe.
Den Moorfrosch findet man in einigen Teilen Europas, in Deutschland kommt er verstärkt im Nordosten vor. In anderen Teilen ist seine Art bereits gefährdet und teilweise vom Aussterben bedroht.

Problematisch: Bestandsrückgang der Moorfroschpopulation

Besonders die Kultivierung und Trockenlegung von Mooren führt dazu, dass das Vorkommen der Moorfrösche stark zurückgeht. Straßenverkehr und Landwirtschaft führen dazu, dass sich die Moorfrösche immer mehr auf kleine Gebiete zurückziehen müssen.

Eine Besonderheit des Moorfrosches

In der Paarungszeit, besonders während dessen Höhepunkt, kann sich die Haut des Froschmännchens stark verändern. Das geschieht durch spektrale Reflexionen. Der Frosch erscheint dann bläulich violett bis intensiv himmelblau.  Manchmal sind nur einzelne Körperpartien betroffen, oft ist aber der ganze Frosch blau. Wie es im Einzelnen zu dieser Blaufärbung kommt,
ist nicht geklärt.

Der Moorfrosch im Gartenteich?

Im normalen Gartenteich wird kein Moorfrosch sein Heim aufschlagen. Die Tiere brauchen permanent nasse Biotope, aber weniger Teiche, als Gebiete mit hohem Grundwasserstand oder periodischen Überschwemmungen. Sie bevorzugen Niedermoore, sumpfiges Grünland, Nasswiesen und Auen von größeren Flüssen. Oft findet man sie in Hoch- und Zwischenmooren. Zum Laichen bevorzugt er ähnliche Gebiete. Am liebsten sind dem Moorfrosch Gewässerränder mit teilweiser Verkrautung von Seggen-, Binsen- und Wollgrasrieden. Zur Überwinterung sucht sich der Moorfrosch meist Gehölzbiotope. Wichtig ist, dass seine Lebensräume nicht zu weit voneinander entfernt liegen.  Straßen sollten nicht überquert werden müssen! Der Moorfrosch wandert zwischen seinem Sommerquartier, seinem Leichplatz und seinem Winterquartier umher und ist dadurch sehr gefährdet.

Leider findet der Moorfrosch nicht mehr viele dieser Gebiete, die er für seinen Fortbestand benötigt. Der Mensch mit seinem Ordnungssinn räumt überall auf und beseitigt so Lebensgebiete für viele Tierarten. Auch der Moorfrosch ist sehr selten geworden. In vielen Gebieten gilt die Art als stark gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht.

Der Morrfrosch ernährt sich hauptsächlich von Käfern, ab und zu von Regenwürmern und anderen wirbellosen Insekten. Daran herrscht nur selten ein Mangel. Trotzdem finden die Amphibien nur noch wenig passende Lebensräume. Das liegt auch oft am Absinken des Grundwasserspiegels durch die Trinkwassergewinnung oder an Flussbegradigungen und dem Verschwinden von Auwäldern.

Fazit

Der Moorfrosch ist ein unauffälliger Geselle. Nur während der Paarungszeit gibt es eine Besonderheit. Dann färben sich die Froschmännchen blau ein. Ansonsten sind die selten gewordenen Frösche eher weniger auffällig. Für den Garten sind sie nicht geeignet, es sei denn, man hat ein Moor zu bieten. Die permanente Feuchte, die Moorfrösche benötigen, finden sie kaum in einem Reihenhausgarten. Da werden schon größere, naturbelassene Gebiete gebraucht.

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