schwarzer Molch – Kammmolch im Teich & Gartenteich

schwarzer Molch – Kammmolch

Ein wahrhaft beeindruckendes Tier, dieser Molch mit seinem riesigen, breiten Kopf und den bemerkenswert kraftvollen Beinen. Im Vergleich zu seinen übrigen Verwandten zeichnet sich der Schwarze Molch, der im Übrigen auch als Kammmolche bekannt ist, durch seine Körperfülle aus.

In der Tat ist der Schwarze Molch (lat.: Triturus karelinii) einer der stärksten Kammmolcharten überhaupt. Er kann durchaus eine Größe von bis zu 20 Zentimetern erreichen. Beim weiblichen Geschlecht, insbesondere bei älteren Tieren, hingegen beträgt die Körperlänge gut und gerne bis zu 25 Zentimetern!

Ein gelber Bauch, ein schwarzer

Rücken


Die typischen Kennzeichen des Kammmolches sind der schwarze Rücken mit seinen zahlreichen, leicht warzenartigen Gebilden. Beim Bauch hingegen fällt die gelbe Farbgebung mit den schwarzen Flecken deutlich ins Auge.

Ähnlich auch die Kehle: sie ist ebenfalls leuchtend gelb und verfügt darüber hinaus gleichwohl über schwarze Flecken. Der Schwanz des Schwarzen Molches wiederum ist in sich sehr unregelmäßig gezackt und mit grauer oder schwarzer Nuancierung versehen.  Besonders auffällig beim Männchen ist im Übrigen dieser weißlich-blaue, perlmuttähnliche Streifen am Ende des Schwanzes.

In warmen Gefilden zuhause

Der Schwarze Molch stammt ursprünglich aus dem Nordosten Irans. Mittlerweile kommt er aber auch in weiten Teilen der Türkei, in Griechenland, im Kaukasus oder in Bulgarien vor. In jedem Fall schätzt er Höhenlagen ab 2.500 Metern und fühlt sich bei trockenen Klimaverhältnissen besonders wohl.

Wenn in der unmittelbaren Umgebung seines Unterschlupfes Pfützen, Tümpel oder Bachläufe zu finden sind, werden diese gern als zusätzliche Futterstelle genutzt. Leider kommt der Schwarze Molch in der freien Wildbahn aber immer seltener vor. Grund genug für viele Tierfreunde, den Kammmolch als Haustier zu nutzen und ihm ein adäquates Heim im artgerecht
eingerichteten Terrarium zu bieten.

Die Unterbringung des Schwarzen Molches in den eigenen vier Wänden

In weitläufiger Umgebung ist der Schwarze Molch zuhause. Dementsprechend geräumig sollte folglich auch sein Terrarium ausgestattet sein. So empfiehlt es sich zum Beispiel, das Behältnis mit Steinen, Holzstücken und einigen anderen Versteckmöglichkeiten zu versehen.

Wichtig ist außerdem, dass die Luftfeuchtigkeit im Terrarium möglichst niedrig gehalten wird. Die Gewährleistung der idealen, klimatischen Verhältnisse gleicht zumeist jedoch einer Gratwanderung, denn zu niedrig sollte die Luftfeuchtigkeit nicht (immer) sein.

Das Innere des Terrariums hin und wieder mit ein wenig feuchtem Wasser zu benetzen, kann deshalb eine hilfreiche Methode sein.

Die Vermehrung des Kammmolches

Zwar ist der Kammmolch durchaus genügsam, jedoch sollte vor allem unmittelbar vor der Eiablage darauf geachtet werden, dass stets genügend Wasser zur Verfügung steht. Nach der Eiablage wiederum zieht sich das Tier erneut in (sehr) trockene Gefilde zurück.

Experten raten, das Terrarium statt mit natürlichen Pflanzen mit künstlichen Substraten auszustatten. Im Hinblick auf eine eventuell geplante Fortpflanzung des Schwarzen Molches muss jederzeit eine Versorgung mit Nährstoffen garantiert sein. Sauberkeit und sauerstoffreiches Wasser spielen insbesondere in dieser Phase eine ungemein wichtige Rolle.

Sofern die Befruchtung des Weibchens erfolgreich verlaufen ist und innerhalb von 24 Stunden die Eiablage erfolgt, muss in der Regel davon ausgegangen werden, dass mindestens die Hälfte der abgelegten Eier absterben wird. Schuld daran ist das so genannte Chromosom-1-Syndrom, ein Umstand, von dem viele Molcharten betroffen sind.

Nach der Eiablage heißt es, die

abgestorbenen Eier sorgfältig aus dem Terrarium zu entfernen. Geschieht dies nicht, geht man das Risiko eines Pilzbefalls ein und das damit einhergehende Absterben der übrigen, noch gesunden Eier.

Überhaupt wird empfohlen, nach dem Ablaichen die Eier zu entfernen, denn der Schwarze Molch zählt zu den so genannten Laichräubern. So aufwändig die Hege und Pflege des Kammmolches sein mögen, so faszinierend ist es doch, sie in ihrer Umgebung zu beobachten.