Wasserschnecken im Teich & Gartenteich

Wasserschnecken im Teich & Gartenteich

Wasserschnecken im Teich können helfen, das Wasser darin sauber zu halten. Sie gehören zu den nützlichen und natürlichen Algenbekämpfern.

teich4_flWichtig ist dabei allerdings, das man sich für die richtigen Schnecken entscheidet. Es gibt auch Schnecken, die machen keinen Unterschied, ob es sich um eine modrige Pflanze handelt, die weg muss oder eine frische Teichpflanze, die man gern behalten würde. Posthornschnecken sind derartige Exemplare. Sie machen vor nichts Halt. Hat man einige dieser Schnecken im Teich, kann es

passieren, dass man bald deutlich weniger Pflanzen hat.

Wasserschnecken tauchen häufig von allein im Teich auf. Man muss sie nicht extra einsetzen. Außerdem werden sie häufig mit frisch gekauften Wasserpflanzen eingeschleppt.  Sie ernähren sich hauptsächlich von abgestorbenen Pflanzenteilen und vom Algenrasen, der sich auf Pflanzen, aber auch auf Steinen und ähnlichem im Teich bildet. Diese Schnecken sind nützlich. Sie vermehren sich zwar stark, aber wenn die Futtergrundlagen weichen bzw. zurückgehen, reguliert sich die Anzahl von allein. So helfen die Schnecken, das natürliche Gleichgewicht im Teich aufrecht zu erhalten. Viele Wasserschnecken fressen sogar Aas. So werden tote Fische oder andere Kleinlebewesen verarbeitet, ehe es durch diese zu einem Umkippen des Wassers (vor allem bei kleineren Teichen) kommen kann.

Blasenschnecke

Obwohl die Blasenschnecke nur klein ist, leistet sie im Gartenteich gute Arbeit. Sie ist der beste und schnellste Algenvertilger, den es im Wasser gibt. Man erkennt die kleinen Schleimer an den fadenförmigen dünnen Fühlern. Das Schneckengehäuse ist immer links herum gedreht. Dadurch unterscheidet sich die Blasenschnecke von den meisten anderen einheimischen Schnecken. Blasenschnecken vertilgen Unmengen von Algen. Sie sind fleißig und absolut nützlich im Gartenteich. Allerdings gibt es durch sie auch jede Menge Ausscheidungen. Ein
Wasserfilter saugt diese aber zuverlässig ab. Die Blasenschnecke gleitet gern an der Wasseroberfläche entlang, Kopfüber, das ist ein lustiger Anblick.Einen Nachteil haben Blasenschnecken. Sie sind eher klein und zart. Konkurrenz durch größere Schnecken (Posthornschnecken) halten sie von der Arbeit ab. Wenn es nicht mehr genug Nahrung gibt, wird der Bestand recht drastisch dezimiert.

Sumpfdeckelschnecke

Die Sumpfdeckelschnecke hat den Vorteil, dass sie Wasserpflanzen weitestgehend in Ruhe lässt. Man erkennt diese Schnecke an ihrem dunklen Gehäuse und dem verschließbaren Deckel. Diese Schnecken filtern das Wasser und fressen zusätzlich Algen. Sie sind also überaus nützlich. Sie fressen nicht nur Reste von Fischfutter, Algen und Pflanzenreste, sie filtern auch Plankton aus dem Wasser. Wenn sie sich durch ihren Deckel abschottet, kann sie sogar längere Trockenzeiten überleben. Ein Vorteil dieser Schnecken ist, dass sie lebendgebärend sind. Damit ist eine explosionsartige Vermehrung der Schnecken, wie sie bei vielen anderen Exemplaren vorkommt, unmöglich, praktisch ausgeschlossen.  Die Sumpfdeckelschnecke ist allerdings ein Kiemenatmer und somit von der Wasserqualität abhängig. 

gartenteich5_flGroße Spitzschlammschnecke

Man erkennt diese Schnecke an ihrem spitz zulaufenden, braunen Gehäuse und einem Paar zurückziehbarer Fühler. Da sie keine Kiemen besitzt, muss die Schnecke zum Luftholen an die Wasseroberfläche. Das hat den Vorteil, dass sie auch in winzigen, sauerstoffarmen Teichen und Kübeln überleben kann. Die Spitzschlammschnecke wird meist eingeschleppt. Bei diesen Schnecken sollte man, genau wie bei Kleinen Schlammschnecken

und den Posthornschnecken darauf achten, dass sie sich nicht zu stark vermehren. Das kann einen totalen Kahlschlag unter den höheren Wasserpflanzen anrichten.

Posthornschnecke

Die Posthornschnecke wird auch Tellerschnecke genannt. Sie fällt durch ihre dekorative rötliche bis dunkel violette Farbe auf. Wie erwähnt fressen die Tiere bei Futtermangel, aber auch ganz normal, gern Teichpflanzen. Vermehren sie sich zu stark, muss man einige absammeln. Da die Posthornschnecke ein Lungenatmer ist, gelingt das leicht. Man fischt die Schnecken einfach ab, wenn sie zum Atmen an die Wasseroberfläche kommen.

Fazit

Wie viele Schnecken man in seinem Teich haben will, dass muss man immer nach dem Gefühl entscheiden. Spätestens wenn der Pflanzenbestand stark zurückgeht, muss man etwas gegen die Tierchen tun. Mit Futtergaben kann man auch einiges erreichen, allerdings vermehren sich die Schnecken dann noch stärker. Wenn man allerdings viel Algen hat, sollte man die Schnecken gewähren lassen.