Wie viele Fische im Teich halten?

Wie viele Fische im Teich halten?

Für die meisten Gartenteichbesitzer gehören Fische einfach dazu. Sie bringen Leben ins Wasser und es ist immer wieder interessant, die flinken Schwimmer zu beobachten.

gartenteich6_flFische benötigen allerdings Platz und auch ein gutes Angebot an Pflanzen.

Prinzipiell ist die Haltung von Fischen fast in jedem Gartenteich möglich. Jedoch finden sie erst ab einer Wassermenge ab 2.000 Litern ideale Bedingungen vor. Darunter ist es schwer, das biologische Gleichgewicht im Teich aufzubauen und zu erhalten.

Bei neuen Teichen sollte

man nicht gleich Fische einsetzen, sondern ihn erst einmal ruhen lassen. Erst müssen die Wasserpflanzen rein. Wenn sie angewachsen sind und sich Kleinstlebewesen angesiedelt haben, kann man auch die Fische einsetzen. Experten empfehlen, den Teich 3 Monate stehen zu lassen und erst dann die Fische einzubringen. Die ideale Zeit ist der Sommer, also Juli, August.

Teichgröße

Wie viele Fische man in einem Teich halten kann, hängt von seiner Größe ab und natürlich auch von der Größe der Fische. Es ist ein Unterschied, ob man sich kleine Goldfische oder große Koi oder Karpfen hält. Außerdem muss man unterscheiden, ob man Schwarmfische einsetzen möchte oder „Einzelgänger“. Unbedingt kennen sollte man die ungefähre Endgröße der Fische. Wenn man sie kauft, sind sie meist klein, aber sie wachsen schnell. Dann kann es zu einem regelrechten Gedränge im Teich kommen. Zu viele Fische wiederum gefährden das biologische Gleichgewicht. Fischkot und Futterreste begünstigen das Algenwachstum. Ein gutes Filtersystem hilft, das Wasser in einem  guten Zustand zu halten.

Sollen die Fische im Teich überwintern, ist eine Tiefe von 80 bis 100 cm nötig.
Besser ist, wenn der Teich noch tiefer ist. Die Tiefe verhindert, dass das Wasser bis unten durchfriert. So können Goldfische, Goldorfen und Bitterlinge im Schlamm überwintern und haben genügend Platz und Sauerstoff.

Bei der Größe des Teiches nimmt man die Wassermenge in m³ als Grundlage. Pro m³ rechnet man mit einem halben Kilogramm Fisch. Für 2000 Liter Teichwasser rechnet man also 1,00 Kilogramm Fisch. Dabei sollte man aber bedenken, dass die Fische am Anfang klein und leicht sind und schnell wachsen. Man sollte das Endgewicht rechnen.

Welche Fische geeignet?

Der Goldfisch ist der Fisch für den Gartenteich. Durch ihre auffällige Farbe sind sie gut zu erkennen und können gut beobachtet werden. Goldfische sind genügsam und pflegeleicht. Sie können bis zu 30 cm groß werden und fühlen sich in der Gruppe am wohlsten. Sie wühlen gern im Teichgrund, wodurch das Wasser oft trübe ist. Es gibt unterschiedliche Goldfischarten. Nicht alle sind allerdings für den Gartenteich geeignet, sondern für das Aquarium. Beim Kauf muss man natürlich darauf achten. Vorsicht, Goldfische vermehren sich schnell und reichlich!goldfisch_fl

Die Goldorfe ist für größere Teiche geeignet. Orfen können ziemlich groß werden, bis etwa 50 cm. Goldorfen sind kleiner. Was sie auszeichnet ist, dass sie nicht im Schlamm wühlen und  das Wasser dadurch klar bleibt. Ganz im Gegenteil hält sich dieser Fisch viel an der Wasseroberfläche auf, wo er gut beobachtet werden kann. Die Goldorfe ist ebenfalls ein Schwarmfisch. Man sollte immer vier bis sechs Exemplare

zusammen haben. Sie vermehren sich nicht so stark und schnell wie Goldfische.

Koi sind hauptsächlich wegen ihrer schillernden, bunten Farben beliebt. Allerdings sind die Fische sehr anspruchsvoll und sie benötigen schon allein wegen ihrer Größe viel Platz. Der Teich muss also eine ziemliche Größe haben. Vor allem eine Tiefe von 1,80 m ist erforderlich. Das Wasser muss sehr sauber, klar und sauerstoffreich sein. Spezielle Technik ist also erforderlich. Dafür entschädigt das hohe Alter, welches Koi erreichen können, nämlich bis zu 30 Jahre.

Außerdem sind Moderlieschen, Elritze, Orfen, Schleierschwänze, Shubunkin und viele andere Fische für den Gartenteich geeignet.