Fertigteich als Gartenteich

Fertigteich Eine wunderbare Entspannungsoase ist der Gartenteich. Und ist er noch so klein, er kann für Ruhe und Ausgeglichenheit sorgen und ist natürlich auch ein echter Blickfang in jedem Garten. Man kann sogar Fische halten und ihnen beim Schwimmen zusehen. Die richtige Bepflanzung am und im Teich sorgt dafür, dass diese Oase auch den eigenen Vorstellungen entspricht.

Natürlich gibt es verschiedene Wege, wie man an seinen Teich kommt. Man kann ihn komplett selbst machen, das Loch ausheben, Folie verlegen, Wasser einlassen und bepflanzen, man kann aber auch auf einen Fertigteich zurück greifen,

was sich gerade dann empfiehlt, wenn der Teich nur klein werden soll. Der Fertigteich ist die ideale Lösung, wenn man nicht mehr als 5 Quadratmeter Platz für seine Entspannungsoase zur Verfügung hat oder wenn er einfach nicht größer werden soll.
Diese Fertigteiche sind aus reinen Kunststoffen oder glasfaserverstärktem Polyester (GFK) gefertigt und in einer großen Menge an unterschiedlichen Formen erhältlich. Auch lassen sich mehrere Fertigteiche zu einer großen Anlage kombinieren.

Fertigteiche sollte man durchaus in Betracht ziehen, denn sie haben viele Vorteile. Sie sind leicht, somit gibt es auch beim Transport kaum Schwierigkeiten, und sie sind schnell einzubauen. Die Materialien sind schlag- und stoßfest, witterungsbeständig, dauerelastisch und sie verrotten nicht. Außerdem sind sie stabil genug gegen Verformungen und außer Sand und Kies werden keine weiteren Abstützungen benötigt. Auf alle Fertigteiche gibt es eine Garantie, so dass man auch hierbei auf der sicheren Seite ist und bei Änderungen lassen sie sich bequem wieder entfernen. Des Weiteren besitzen Fertigteiche vorgeformte Pflanzzonen, so dass auch das Bestücken mit Pflanzen keine Probleme macht.
Der einzige Nachteil, der sich erkennen lässt, ist, dass Fertigteiche teurer sind als Folienteiche, aber man sollte trotzdem gut abwägen, was man möchte und sicherstellen, ob die Vorteile nicht doch überwiegen.
Fertigteiche sind wie gesagt in verschiedenen Größen und Formen erhältlich und daher auch sehr unterschiedlich im Preis. Ein einfacher aus Polyethylen hergestellter Gartenteich mit einem Fassungsvermögen von nur 150 Liter Wasser kostet so um die 50 Euro und ist für alle kleinen Gärten bestens geeignet. Mit der Größe der Fertigteiche steigt natürlich auch der Preis, so muss man zum Beispiel für einen Teich mit rund 500 Liter Inhalt schon 200 Euro bezahlen und für ganz große Teiche, etwa mit 4000 Litern Inhalt muss man
auch schon mal 1300 Euro abgeben. Natürlich lohnt sich wie bei allen anderen Sachen auch hier ein Preisvergleich der einzelnen Anbieter untereinander. Wer aufmerksam ist und vielleicht auch noch ein paar Tage bis zur nächsten Werbeaktion warten kann, der kann mitunter deutlich sparen.
Hat man seinen Fertigteich gefunden, gekauft und nach Hause geholt, dann kann es losgehen. Der Teich kann an einem geeigneten Platz im Garten oder auf dem Hof aufgestellt werden.

Dabei sticht man am besten zuerst die entsprechenden Umrisse des Teiches mit einem Spaten im Boden ab und hebt dann die Grube aus, die nötig ist, um den Teich ebenerdig in den Boden lassen zu können. Der Untergrund wird dann am besten mit einer Schicht Sand oder auch Kies festgeklopft und schon kann der Teich eingelassen werden.

Das

Teichbecken sollte nun waagerecht ausgerichtet werden, das kann man gut mit einem Brett und einer Wasserwaage hinkriegen.

Die Freiräume rund um den Teich werden nun mit Sand und Erde aufgefüllt und leicht mit Wasser eingeschlämmt. Dann wird der Teich von der tiefsten Stelle ausgehend mit Wasser gefüllt.
Und schon kann man mit der Gartenteichgestaltung beginnen. Die Pflanzzonen, der breit umlaufende Sumpfrand und die geschwungene Form der meisten Fertigteiche ermöglichen dabei eine wunderbare naturgetreue Ufergestaltung.

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Die richtige Aufwertung erfährt der Teich dann noch zusätzlich durch sich bewegendes Wasser, das heißt durch einen Wasserlauf oder ähnliches. Dann runden natürliche Geräusche das Entspannungsgefühl ab.
Ein derartiger Wasserlauf oder Bachlauf besteht im Wesentlichen aus drei Teilen, der Quelle, dem Bachbett und der Mündung. Die Quelle bildet ein Gartenschlauch, der über eine Pumpe das Wasser aus dem Teich holt und es über den Bachverlauf an den Teich zurück gibt und gekonnt versteckt wird unter Steinen, Pflanzen oder ähnlichem. Um den Bachverlauf dann weiter zu verfolgen muss man unbedingt beachten, dass zwischen Quelle und Mündung ein Gefälle vorhanden ist. Das Wasser sollte außerdem nicht zu langsam fließen, denn sonst muss man auf das angenehme Plätschern verzichten. Der Höhenunterschied ist auch wichtig für die Auswahl der richtigen Pumpe. Als Faustregel gilt hierbei, dass die Pumpe pro Zentimeter Bachbreite etwa 2 Liter Wasser pro Minute auf die Höhe der Quelle pumpen können muss. Im Zweifelsfall sollte man sich für eine stärkere Pumpe entscheiden, und diese dann gegebenenfalls drosseln.
Solche Wasserspiele sind nicht nur ein Hingucker und liefern Entspannung, sondern sie sorgen nebenbei auch dafür, dass der Teich mit lebensnotwendigem Sauerstoff versorgt wird. Sie tragen also aktiv zum gesunden Teichklima bei.

Die richtige Bepflanzung ist natürlich Geschmackssache und kann individuell gestaltet werden, aber man sollte wissen, dass Pflanzen notwendig sind, um das biologische Gleichgewicht des Teiches zu erhalten. Pflanzen sind nicht nur für die Bewohner des Teiches wichtig, sondern auch für die Wasserqualität.
Schlussendlich hat man sich einen Platz zum Wohlfühlen geschaffen, der auch noch Lebensraum für Pflanzen und Tiere bietet und dabei ist das Benutzen eines Fertigteiches nicht die schlechteste Variante.       
 
von Annett Biermann