Folienteich anlegen und gestalten

Folienteich anlegen

Wer einen Folienteich anlegen möchte, sollte sich im Vorfeld Gedanken darüber machen, wie dieser später aussehen soll. Dementsprechend sollte er auch über Platz verfügen. Es macht also wenig Sinn, einen Folienteich anlegen zu wollen, dessen Größe die verfügbaren Mittel sprengt.

Darum ist es wichtig, bereits vor Beginn der Arbeiten zu wissen, wo der Folienteich dann genau angelegt werden soll. Damit kann man sich sicher sein, dass der Platz im Garten ausreicht. Als nächstes sollte dann das Gras abgetragen werden. Schließlich hebt man die jeweiligen Terrassen des Gartenteichs

von außen nach innen hin aus. Legt man die einzelnen Etagen muldenförmig an, braucht man sich keine Gedanken darum zu machen, dass die Erde später nachrutscht. Diesen Punkt kann man auf diese Weise also umgehen. Außerdem ist es notwendig, um den Folienteich einen zirka 15 Zentimeter breiten Graben zu ziehen, der später als Sperre für die Teichfolie dienen wird.

Anschließend ist es wichtig, alle spitzen Steine herauszulesen und eventuell vorhandene Wurzeln mit der Gartenschere einzukürzen. Der nächste Arbeitsschritt besteht darin, den Teichboden etwa 5 Zentimeter dick mit Sand zu bedecken und diesen festzuklopfen. Wenn man schweren oder steinigen Boden bearbeitet, sollte man den Boden zusätzlich mit Teichvlies polstern. Das kann allerdings auch mit altem Teppich oder alten Tüchern erfolgen. Hat man dies gewissenhaft getan, kann die Teichfolie verlegt werden. Ab einer Dicke von 10 Millimetern ist Teichfolie so strapazierfähig, dass man ohne Schuhe und ganz vorsichtig darauf treten kann. Zum Vorteil wird das vor allem dann, wenn sich die Folie dem Untergrund
anpassen soll. Um ein Verrutschen der Folie zu verhindern, sollte sie in den jeweiligen Etagen mit Steinen beschwert werden.

Um die Folie nicht zu beschädigen, sollte man darauf achten, dass die Steine nicht spitz sind. Um eine Kapillarsperre zu errichten, wird die Folie im Graben aufgestellt und mit kleinen Steinen stabilisiert. Die überstehende Folie muss dann abgeschnitten werden. Wer möchte, dass die Teichpflanzen direkt in der Erde wachsen, sollte dann eine etwa 20 Zentimeter dicke Substratschicht auf die Folie aufbringen. In diese können dann die Pflanzen gesetzt werden. Wer auf diese Arbeit verzichten möchte, kann die Pflanzen natürlich auch in Körben an die jeweiligen Plätze stellen und dann vorsichtig Wasser einlaufen lassen.

Wer einen Folienteich anlegen möchte, benötigt natürlich auch genügend Material. Daher ist es wichtig, dieses richtig auszurechnen. Um also die Größe der benötigten Folie zu ermitteln, legt man ein Maßband über den Boden des fertig ausgehobenen Gartenteichs. Die Maße müssen einmal an der längsten und einmal an der breitesten Stelle abgelesen werden. Außerdem müssen zu diesen Maßen noch einmal 50 Zentimeter addiert werden. Diese ergeben sich für den Rand. Während man diese Berechnung durchführt, sollte man bedenken, dass die Folie schwer und unhandlich ist, was die Hilfe von Freunden oder Fachleuten erforderlich macht, da diese Arbeit schwerlich allein zu bewerkstelligen ist. Um die Folie zu verlegen ist es am besten, wenn man sich einen sonnigen warmen Tag aussucht. Liegt die Folie nämlich in der Sonne, ist sie weicher und geschmeidiger und lässt sich wesentlich einfacher verlegen. Wichtig ist auch, dass die Wasseroberfläche und die Tiefe des Teiches in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen müssen.

Bis zu einer Größe von 5 Quadratmetern sollte der Teich mindestens 80 Zentimeter tief sein, bis zu einer Fläche von 15 Quadratmetern sogar 100 Zentimeter tief. Wenn Kinder in die Nähe des Folienteichs kommen, ist es zudem wichtig, einen kleinen Zaun oder zumindest ein Gitter rundum zu errichten, um die Kinder zu schützen.