Naturteich anlegen
Was ist ein Naturteich überhaupt. Dazu gibt es mehrere Meinungen. Einige meinen, ein Teich, der naturnah gebaut ist und wenig technisches Zubehör hat, wie Pumpen, Filter und dergleichen.
Das ... Wasser muss sich selbst reinigen können. Entsprechende Pflanzen sind dafür verantwortlich. Auf Fische sollte man verzichten, da diese das Wasser zu stark belasten. Alles soll ganz natürlich sein. Andere sind der Meinung, jeder Teich kann ein Naturteich sein. Wichtig ist, eine Bepflanzung mit heimischen Wasser- und Sumpfpflanzen und das Einsetzen einheimischer Tiere. Exotische Gewächse sind meist sowieso nicht winterhart. Ein Garten nach dem Vorbild der Natur eben.
In jedem Fall ist die Größe nicht unerheblich. Größere Teiche sind besser geeignet. Ab 30 Quadratmeter lohnt es sich, über einen Naturteich nachzudenken. Unter dieser Größe ist ein natürliches Gleichgewicht nicht herzustellen. Wichtig ist auch die Tiefe. Einen Meter tief sollte der Teich sein, zumindest in der Mitte, dann friert das Wasser im Winter nicht völlig ein. Wer Tiere einsetzen möchte, sollte den Teich in drei unterschiedlich tiefe Zonen aufteilen. In der Mitte befindet sich die tiefste Stelle, darauf folgt nach außen eine Zone, die 20 bis 50 cm tief sein ...
sollte, bevor sie in die Uferzone übergeht. Die Übergänge sollten sanft gestaltet werden. Den Teichrand gestaltet man so, dass alles ganz natürlich aussieht.
Bei der entsprechenden Größe des Teiches sind technische und chemische Hilfsmittel unnötig. Auf Filteranlagen, Umwälzpumpen, UVC-Geräte oder Algenkiller kann verzichtet werden. Auch Springbrunnen sollte man der Natürlichkeit wegen weglassen. Die Geräte sind nicht nur unnötig, sie können auch Mikroflora und -fauna stören. Das ist wiederum schlecht für das ökologische Gleichgewicht.
Tiere außer Fische finden alleine zu dem Teich. Sie müssen nicht eingesetzt werden. Man braucht nur etwas Geduld. Fische sollte man nicht in den Teich setzen. Sie verändern das Gleichgewicht. Fische verhindern die natürliche Entwicklung der einheimischen Wasserinsekten und den Aufwuchs zahlreicher Amphibien.
Bei der Bepflanzung sollte man immer 40 Prozent der Wasseroberfläche frei lassen. Viele Pflanzen, vor allem Seerosen benötigen etwa 6 Stunden Sonne pro Tag, das sollte man beim Pflanzen bedenken. Man pflanzt nicht zu dicht, damit sich die Pflanzen gut ausbreiten können. Pflanzen, die dafür bekannt sind, dass sie stark wuchern, setzt man in Pflanzschalen. So kann man den Wuchs eindämmen und kontrollieren.
Als Materialien für den Teichbau eignen sich Ton und Folien. Ton ist das natürlichste Material, aber teuer und nicht einfach in der Verarbeitung. Die Tonschicht muss mindestens 30 cm dick sein. Bei den Folien gibt es inzwischen auch solche, die sehr umweltverträglich sind und sogar von Naturschützern empfohlen werden. Eine gute Beratung ist dabei ausschlaggebend.
Einen Teich dieser Größe anzulegen ist aufwändig und auch nicht billig. Am besten holt man sich professionelle Hilfe.
- Frösche im Teich: Teichfrosch
- Libellenlarven im Teich, Aquarium
- Fischfutter selber machen, selbst herstellen
- Bauanleitung für einen Gartenteich
- Teich bepflanzen - Schritt für Schritt Anleitung
- Gartenteich, Teich im Winter
- Zeobakterlith im Gartenteich einsetzen in 8 Schritten
- Gestaltungsidee für den Wassergarten
- Teichrandbepflanzung - Ideen und Pflanzen
- Vor- und Nachteile von PVC-Teichfolie
Unsere Heimwerker- und Garten-Newsletter informieren Sie über alle Neuigkeiten auf Hausgarten.net: Praxistipps, aktuelle Themen, Gutscheine & mehr!