Wasserfall für den Gartenteich

Wasserfall für den Gartenteich Ein kleiner Wasserfall ist für jeden Teich empfehlenswert, denn er hat gleich mehrere Vorteile. Wenn er richtig angelegt ist plätschert er sanft vor sich hin, was beruhigt und zum Träumen einlädt. Er ist ein gestalterisch schönes Element, was den Garten auf jeden fall aufwertet. Aber er hat auch einen konkreten Nutzen für den Gartenteich, denn die Bewegung des Wassers reichert es mit Sauerstoff an, was der Wasserqualität förderlich ist.

Jedoch sollte der Wasserfall weder sehr hoch noch zu steil sein,

damit das Wasser nicht mit voller Wucht auf die Teichoberfläche aufschlägt. Das stört das ruhige Leben aller Teichbewohner; insbesondere Fische und Amphibien wie Molche und Frösche fühlen sich dadurch gestört. Aber auch die meisten Pflanzen mögen es nicht, ständig beregnet zu werden und/oder in einem immer bewegtem Wasser zu wachsen. Gerade Seerosen sind da außerordentlich empfindlich und blühen dann nicht. Aber auch das eigene Wohlbefinden wird durch das laute Rauschen eines großen und steilen Wasserfalles erheblich gemindert.

Am einfachsten ist ein Wasserfall mit Bachschalen zu fertigen, die es im Fachmarkt aus Naturstein, Keramik, Sandstein oder Kunststoff zu kaufen gibt. Man kann aber auch Gehwegplatten oder Natursteine verwenden, über die das Wasser rüberfließen soll. Diese müssen dann allerdings mit Teichfolie abgedichtet werden.
Als erstes muß natürlich der Standort geklärt werden. Wer einen Bachlauf in seinen Teich fließen läßt ist mit einem kleinen Wasserfall am Bachende (an der Mündung) gut beraten.
Hier wird das Wasser mit Sauerstoff angereichert bevor es in den Teich zurückfließt, wodurch es entscheidend zum biologischen Gleichgewicht im Teich beiträgt. Aber auch ohne Bachlauf sollte der Wasserfall am Teichrand gebaut werden, um das Teichwasser aufzuwerten. Viele Teichbauer nutzen einen Teil des Aushubes für den Bau einer Trockenmauer oder auch einen kleinen Hügel, der an richtiger Stelle plaziert dem Teich Schatten spendet und Wind abhält. Auch hier hat man die nötige Höhe für den kleinen Wasserfall.

Wer seinen Wasserfall aus Bachschalen bauen möchte benötigt 3-5 Stück davon. Mit z.B. einer Maurerkelle werden dann Stufen in die Erde geformt, die als Unterfütterung für die Schalen mit einer Kiesschicht (5-10cm hoch) aufgefüllt werden. Die Bachschalen werden dann einfach stufenförmig übereinandergelegt, wobei die letzte Stufe etwas in den Teich hineinragen sollte. Baut man den Wasserfall lieber mit Gehwegplatten oder Natursteinen benötigt man ein passendes Stück Teichfolie zum unterlegen. Auch hier werden in die Erde Stufen gearbeitet, die am besten mit einer Schicht aus Sand (ca. 10cm hoch) aufgefüllt werden, um die darüber liegende Folie vor Beschädigungen durch spitze Steine oder Wurzeln zu schützen. Die Steine sollten so geformt sein oder an den Rändern mit anderen Steinen belegt werden, daß sich eine Mulde bildet, durch die das Wasser fließen kann. Es sollte nicht an den Seiten herunterlaufen können. Die Folie muß am Rad unbedingt korrekt verlegt werden (das Folienende muß senkrecht nach oben zeigen), damit das Wasser nicht in den umliegenden Boden versickern kann.

Mit einer passenden Bepflanzung am Wasserfall und auch mit Hilfe von Kies und Steinen sehen die Bachschalen nicht mehr so eintönig aus und Teichfolie wird kaschiert. Ein

Stein als Strömungsbrecher hier oder da auf die Stufen gelegt bremst das Wasser ab und verwirbelt es mehr, wodurch es sich noch mehr mit Sauerstoff anreichert und läßt es nicht einfach gerade hinunterlaufen.

Wer einen großen Gartenteich hat und einen dementsprechend großen Wasserfall bauen möchte sollte dies mit Teichfolie und Natursteinen tun. Bachlaufschalen wirken hier zu eintönig und sind zu teuer. Bei einem solch großen Wasserfall ist aber auch darauf zu achten, daß das bewegte Wasser die tierischen und pflanzlichen Teichbewohner nicht stört. Hier ist ein solider Unterbau aus Holzschwellen oder Mauersteinen nötig, der die Wassermassen und die Stufen zu trägt. Ansonsten erfolgt der Bau wie bei einem kleinen Wasserfall.

Noch ein kleiner Tipp: Es sollte bedacht werden, daß das Wasser generell durchsichtig ist und wenn es nur leicht auf hellen Steinen fließt sieht man es kaum. Auf dunklen Steinen hebt es sich besser ab. Man muß auch daran denken, daß man einen Wasserfall nicht von oben oder von der Seite sehen möchte. Der schönste Anblick ist die Wasserwand, wo das Wasser hinunter fließt. Diese sollte von einem nahen Sitzplatz gut sichtbar ein.