Wasserlauf im Garten selber bauen und anlegen

Ein Wasserlauf im Garten erhöht den Erholungsfaktor ungemeinZu einem schönen Teich gehört auch ein Wasser- oder Bachlauf. Dies lockert nicht nur die Landschaft auf, sondern gestaltet diese gleichzeitig auch noch einzigartig. Aber bevor nun mit dem Aushub begonnen werden kann, sollte auch hier das Terrain abgesteckt werden. Vor allem sollte auch die Größe des Gartens bei der Planung mit einbezogen werden und wie groß der Bachlauf sein soll. Daher muss auch hier alles genau abgesteckt werden, damit der Bachlauf nicht doch ein Wasserfall

wird.

Wasserlauf mit Stufen

Natürlich muss der Wasserlauf höher Anfangen wie der Teich, damit das Wasser dann leicht plätschernd hier enden kann. Danach sollte auch darauf geachtet werden, dass auch dem Wasserlauf nicht doch ein Wildbach wird und sollte dieser sanft abfallen. Bei einem steilen Gelände können hier einfach mehrere kleine Stufen eingebaut werden, die dann dafür sorgen, dass der Bach langsam nach unten fließt. All dies muss noch vor dem ersten Spatenstich mit eingeplant werden, damit nachher durch diesen langsam fließenden Bach die notwendige Ruhe einkehrt. Dazu gehört dann auch dass am Ufer die gleiche Befestigung angebracht werden muss wie bei einem Teich. Hierzu gibt es Kokosmatten oder Steinfolie, die schon gleich die richtige Optik mit den kleinen Steinen Abgibt.

Steine für die Stufen

Die einzelnen Stufen müssen natürlich nicht nur mit einer Teichfolie befestigt werden, sondern noch zusätzlich mit einem flachen Stein. So kann das Wasser sanft über die Stufe laufen und wirbelt gleichzeitig ein wenig. Dies ist dann auch für den Teich gut, da hier wiederum Sauerstoff mit dem Wasser einläuft und dadurch die Wasserqualität immer gleichbleibend gut ist. Die Teichfolie kann auch hier erst ausgelegt werden, wenn Steine und andere spitze Gegenstände entfernt wurden. Einfacher geht dies mit fertigen Bachrinnen, die einfach nur in die Vertiefungen gelegt werden müssen. Das einzige was bei diesen Bachrinnen zu beachten ist, das diese leicht übereinander liegen, damit das Wasser nicht durch die Ritzen laufen kann. Natürlich muss eine leichte Neigung nach unten vorhanden sein, denn Wasser läuft immer den Berg nach unten.

Eine Pumpe ist wichtig

Da es sich bei dem Teich und dem Wasserlauf um einen geschlossenen Kreislauf handelt, geht es nicht ohne entsprechende Pumpe. Diese sorgt dann dafür dass im Wasserlauf auch immer Wasser laufen kann, allerdings bei Regen muss diese dann nicht laufen. Hier ist es auch wichtig, dass alles so verbaut wird, dass keine Schläuche oder Leitungen das gesamte Bild verschandeln. Natürlich muss die Pumpe so angelegt werden, dass diese jederzeit erreichbar ist. Hier kann eine kleine Vertiefung mit einem Stein darüber die richtige Tarnung für die Pumpe sein, da diese nicht sichtbar ist und der Stein zum gesamten Bild passt. So können auch noch in den Wasserlauf vereinzelt Steine gelegt werden, wo sich dann das Wasser sanft kräuselt und dem Menschen einen erholsamen Anblick bietet. Denn Steine müssen bei der Planung immer mit einbezogen werden, nicht nur weil diese für die Gestaltung wichtig sind. Vielmehr wirkt der Bachlauf dadurch einfach natürlich und das Wasser kann noch verlangsamt werden.

Geschlängelte Bachläufe kann man problemlos selbst anlegenMit Kies auffüllen

Wenn dann die Folie oder die

Bachrinnen ausgelegt sind, dann sollten noch eine Schicht Kies und Steine eingefüllt werden. Diese Schicht kann
gut 10 cm betragen, da ja auch hier Pflanzen eingesetzt werden können. Der Auslauf des Baches sollte ein wenig nach oben geneigt sein, diese Erhöhung sollte ungefähr 20 cm betragen. Denn so ist dann auch noch Wasser in dem Wasserlauf, wenn die Pumpe ausgeschaltet ist. So entsteht auch gleichzeitig ein kleiner Wasserfall, der die Harmonie des Wassers noch unterstreicht. Durch dieses Plätschern kann sich jemand so richtig entspannen und vielleicht in aller Ruhe dem Nachbarn beim Rasenmähen zuschauen. Denn was macht schon mehr Freude als sich selbst zu entspannen, wenn andere sich abplagen müssen.

Gute Planung ist beim Wasserlauf wichtig

Damit es sich nachher nicht um einen reisenden Bach handelt, sollte das Gefälle nicht mehr als 4 cm pro Meter sein. Dies ist äußerst wichtig, denn bei weniger Gefälle, dann läuft das Wasser nicht richtig ab und der Wasserlauf wird eher zu einer langsam fließenden Pfütze. Natürlich ist auch die Breite ein wichtiger Punkt und vor allem welche Leistung muss die Pumpe bringen. All dies ist noch vor dem ersten Spatenstich zu beachten. Selbstverständlich auch wie lang der Bachlauf werden soll und dazu gehört auch die Breite. Hier hat jeder eigenen Spielraum, denn mit einer Teichfolie ist jeder unabhängig. Wenn dann mit dem Aushub begonnen wird, dann immer etwas mehr ausheben, damit dann auch ordentlich gearbeitet werden kann. Vor allem aber werden noch Steine und Kies eingebracht und diese benötigen natürlich auch noch Platz. Hierzu sollten in der Breite mindestens 70 cm und in der Tiefe mindestens 40 cm planen. So wird es dann auch wirklich ein Wasserlauf, der dann alles bietet was den Stress abbaut.

Kurven helfen nicht nur bei der Harmonie

Ein Wasserlauf sollte nicht gerade wie eine Rutsche gebaut werden, sondern einige kleine Kurven lockern nicht nur das Bild auf. Vielmehr sorgen die Staustufen und die kleine Kurven dafür das es sich um ein leicht plätschernden Wasserlauf handelt und zum keinen Sturzbach. Natürlich können die Staustufen auch noch bepflanzt werden, ganz so wie es auch in der Natur ist. Da an den Staustufen das Wasser schneller fließt, müssen diese gut unter der Folie verdeckt liegen. Auch sollten hier nochmals Steine aufgelegt werden, damit die Stufe nicht weggeschwemmt wird. Wenn dann alles gut verdeckt ist und die Pumpe angeschlossen, dann kann Wasser eingefüllt werden. Natürlich kann dann immer noch einiges frei gestaltet werden.

Wissenswertes zum eigenen Wasserlauf im Garten

Pumpe und Gefälle entscheiden über die Charakteristik des WasserlaufsEinen Wasserlauf im Garten kann man sehr schnell selbst anlegen:
  • Basis dafür ist ein Hügel im Garten, der entweder schon vorhanden ist oder durch Erdaufschüttungen angelegt werden muss.
  • Einen solchen Hügel kann man dann wunderbar bepflanzen und den Bachlauf ganz harmonisch darin einbetten.
  • Beginnen kann man am unteren Teil des Bauchlaufes, wo man einen kleinen Teich ausgräbt.
  • Dieser wird dann mit Folie ausgelegt und kann an den Seiten mit Steinen verkleidet werden.
  • Nun gilt es, an diesem Teich einen Platz für die Bachlaufpumpe zu finden, die das Wasser dann befördert.
  • Hierzu bietet es sich an, eine kleine Mauer zu konstruieren, hinter der die Pumpe versteckt werden kann.
  • Bauchlaufpumpen sind in jedem Teichfachgeschäft erhältlich und kosten um die 300 Euro, je nach gewünschter Förderhöhe.
Vom Teich aus arbeitet man sich dann terrassenförmig nach oben vor. Hierbei muss ein Bauchlauf ausgehoben werden, der ebenfalls mit Folie ausgelegt wird. Nicht zu vergessen sind der Wasserschlauch und Kabel für die Pumpe, die man neben dem Bachlauf unter einer Kieselsteinschicht gut verstecken kann. Der terrassenförmige Bau bietet sich an, da so das Wasser auch bei nicht eingeschalteter Pumpe im Bauchlauf verbleibt und nicht komplett nach untern abfließt. Um einen solchen Bachlauf kindersicher zu machen, können tiefere Stellen mit Kies und Steinen aufgefüllt werden. Das Schönste an einem Bachlauf ist die Quelle, aus der das Wasser heraussprudelt und nach unten fließt. Eine solche Quelle kann man ebenfalls schnell selbst bauen:
  • Hierzu wird ein größerer Stein benötigt, der mit 10mm Steinbohrer durchbohrt wird.
  • Die rückwandige Seite des Loches muss dann soweit vergrößert werden, dass eine Schlauchkupplung hinein passt.
  • Die Abdichtung erfolgt einfach mit etwas Teflondichtband.
  • Abschließend muss nur doch der Schlauch angeschlossen werden und das Wasser kann sprudeln.
Wer es nicht so aufwendig mag, kann auch Quellen im Gartenfachhandel kaufen. Hier gibt es Fischköpfe oder Tiermäuler, aus denen dann das Wasser läuft.