Teichfilter selber bauen - Bauanleitung

Teichfilter selber bauen - Bauanleitung

Selbstverständlich gibt es in fast jedem Baumarkt mit Gartenabteilung oder in speziellen Gartenfachmärkten fertig gebaute Teichfilter zum sofortigen Einsatz. Kostenspezifisch handelt es sich dabei jedoch um eine nicht zu verachtende Investition.

Auch die Billigvarianten schlagen jedoch mit einem nicht gerade günstigen Preis zu Buche.

Handwerklich begabte Menschen können dies jedoch umgehen. Einen Teichfilter kann man nämlich durchaus auch selbst bauen. Die hierfür notwendigen Materialien sind in jedem Heimwerkermarkt zu finden, ohne hierfür allzu tief in die Tasche greifen zu müssen. Und mit der richtigen

Bauanleitung ist auch der Zusammenbau der Teichfilteranlage kein Problem mehr.

Wann braucht man einen Teichfilter?

Nicht jeder Teich benötigt unbedingt einen Teichfilter. Gerade wenn man seinen Teich naturbelassen genießen möchte, kann man auf den Einsatz einer Teichfilteranlage verzichten. Sobald der Teich jedoch von Fischen bewohnt wird, kommt man früher oder später um den Einsatz eines Teichfilters nicht herum.

Als Faustregel ist festzuhalten, dass ein Filter zwingend dann zum Einsatz kommen sollte, wenn  Fische etwa fünfzehn Zentimeter unterhalb der Wasseroberfläche nicht mehr zu erkennen sind.

Bauanleitung für einen effektiven Teichfilter

Für den Eigenbau einer Teichfilteranlage benötigt man verschiedene Regentonnen, in der Regel mit einem Fassungsvolumen von 300 Liter, Rohrleitungen mit Anschlüssen und Abläufen, eine Teichpumpe, Material für die Errichtung eines Podests und verschiedene Filtermedien.

Der hier vorgestellte Teichfilter ist nicht Schwerkraft basierend, sondern arbeitet nach einem Pumpenprinzip. Nichtsdestotrotz nutzt man beim Rücklauf des gefilterten Wassers in den Teich die Schwerkraft, weshalb auch ein Podestbau notwendig wird.

Je nach Wasservolumen des zu filternden Gartenteichs benötigt man nun mehrere Regenwassertonnen, wobei als Richtlinie
vier Tonnen ausreichend sein sollten, aber auch bei kleineren Teichen das beste Ergebnis erzielen. Diese Regenwassertonnen werden außerhalb des Gartenteichs aufgestellt, wobei sie eine erhöhte Position inne haben sollen.

Die erste Tonne befindet sich am höchsten, die weiteren drei Tonnen haben abgestuft einen immer niedrigeren Stand. Am Ende befindet sich in geringster Höhe der Gartenteich. Die Regentonnen sind nun mit Wasserzu- und -abläufen zu versehen. Hierfür sind Wasserrohre aus Kunststoff optimal geeignet, wobei man darauf achten sollte, dass die Rohre keinen zu geringen Durchmesser aufweisen.

Der Wasserzulauf gehört an den oberen Rand der Tonne, der Wasserablauf ist auf der gegenüberliegenden Seite in Bodennähe anzusiedeln. Nun sind die einzelnen Filterelemente mit entsprechenden Filtermedien auszustatten. Die erste Regentonne gilt als Grobfilter, die nächsten beiden nehmen einen Feinfilterstatus ein, während die vierte Regentonne als Feinstfilter anzusehen ist.

Die beliebtesten Filtermedien sind Filtermatten, Filterwürfel und Filterbürsten - alles erhältlich in Gartenfachmärkten. Aber auch verschiedene Steinarten können sich wasserfilternd auswirken, wobei man hier auf die Beratung durch einen Fachmann nicht verzichten sollte.

Filtermatten, wie auch Filterwürfel gibt es in unterschiedlichen Strukturen. In die erste Regentonne füllt man die groben Filterbürsten und schließt oben mit einer grobporigen Filtermatte ab. Die zweite Regentonne enthält Filterwürfel in grober Struktur und ebenfalls eine grobe Filtermatte.

Die dritte Regentonne wird mit Filterwürfel in mittelgrober Struktur und abschließend feiner Filtermatte bestückt. Die letzte Tonne soll den feinsten Schmutz aus dem Wasser heraus filtern. Deshalb kommen hier Filterwürfel in feinster Struktur und feinporige Filtermatten zum Einsatz.

Unterstützend wirkt sich außerdem

aus, wenn man die Ablaufrohre mit einer Damenstrumpfhose überzieht, denn diese hält bereits ab der ersten Regentonne größere Schmutzpartikel zurück und verhindert so ein Verstopfen der Rohre.

Als letztes kommt die Teichpumpe zum Einsatz. Sie ist die Zuleitung des Teichwassers zur ersten Regentonne. Dort angelangt kann man beim Wasser sehenden Auges bemerken, wie es von Tonne zu Tonne immer sauberer wird, bis es schließlich zurück in den Teich gelangt.

Eine derartige Teichfilterung ist in der Regel einmal pro Jahr, in Ausnahmefällen höchstens zweimal, durchzuführen.