Teichpflege im Sommer - für Pflanzen und Tiere

Teichpflege im Sommer - für Pflanzen und Tiere

Der Sommer ist die Zeit, in der es bei einem Teich normalerweise nicht allzu viel zu tun gibt. Bis auf einige kleinere Maßnahmen kann man in diesen Monaten den Teich daher vor allem genießen und sich an den Tieren, die darin leben, und den Pflanzen, die ihn begrünen, erfreuen.

teich-steine-natursteine flWasser nachfüllen

In sehr heißen und trockenen Sommern verdunstet sehr viel Wasser aus dem Teich, daher muss in diesen Zeiten eventuell Wasser nachgefüllt

werden. Um das ökologische Gleichgewicht im Teich nicht zu stören, sollte hierfür möglichst nur Regenwasser verwendet werden.

Wasserqualität überprüfen

Um rechtzeitig eingreifen zu können, wenn die Wasserqualität sinkt, sollte das Teichwasser regelmäßig überprüft werden. Hierfür gibt es im Handel kleine Teststreifen, mit denen der pH-Wert und der Härtegrad des Wassers und der Anteil des im Wasser enthaltenen Nitrats und Nitrits gemessen wird. Einige dieser Tests bieten zusätzlich die Möglichkeit, den Gehalt weiterer Substanzen wie Eisen und Phosphat festzustellen. Bei größeren Problemen kann aber auch eine Wasserprobe zur Untersuchung in ein Labor gegeben werden.

Algenbildung im Teich

Wegen der höheren Temperaturen kommt es
im Sommer häufig zu einer Algenbildung auf dem Teich. In diesem Fall sollten die Algen entfernt und die Wasserqualität noch einmal überprüft werden. Algen entstehen oft dann, wenn der Nährstoffgehalt im Teich sehr hoch ist. Dieser hohe Nährstoffgehalt entsteht vor allem durch abgestorbene Pflanzenteile, die im Wasser liegen bleiben. Ihre regelmäßige Entfernung sorgt daher dafür, dass keine oder zumindest nicht so viele Algen entstehen.

Fadenalgen

Problematisch sind im Teich vor allem die Fadenalgen, die in einer großen Menge den Sauerstoffgehalt im Teich so stark absenken können, dass der Teich umkippt. Sie sollten daher so oft wie möglich mit einem Kescher von der Teichoberfläche gefischt werden. Fadenalgen vermehren sich extrem, wenn der Phosphatgehalt des Wassers zu hoch ist. Dieser hohe Phosphatgehalt kann durch den Kot der Fische, ein Zuviel an Fischfutter, Düngemittel aus dem Garten, die in den Teich gespült werden, oder abgestorbene Pflanzenteile und Laub, das auf den Teich gefallen ist, entstanden sein.

Ein Teich, der regelmäßig gesäubert wird und in dem die Fische ihr Futter in einer genau bemessenen Dosis bekommen, wird daher in der Regel nicht so stark von Algen befallen. Gegen den Kot der Fische, der bei seiner Zersetzung Phosphat abgibt, hilft nur das Absaugen mit einem Schlammsauger. Eine weitere Maßnahme, um eine starke Algenbildung zu verhindern, besteht im Einsatz von Geräten, die das Wasser ständig in Bewegung halten.

alge2Wasserpflanzen verhindern Algen

Die Algenbildung hält sich auf natürliche Weise in Grenzen, wenn im und um den Teich ausreichend Wasserpflanzen vorhanden sind. Sie nehmen die gleichen Nährstoffe wie die Algen auf und stehen damit mit diesen in einer natürlichen Konkurrenz. Besonders wirksam sind in dieser Hinsicht die Unterwasserpflanzen, zu denen zum Beispiel die Wasserfeder und das Hornblatt gehören. Sie haben den Vorteil, dass sie die Nährstoffe direkt aus dem Wasser aufnehmen, während die Pflanzen am Ufer ihre Nährstoffe hauptsächlich aus dem Boden

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