Wasserähre - Arten, Pflege im Teich

Wasserähre - Arten, Pflege im Teich Die Wasserähre (Aponogeton) ist eine Tiefwasserpflanze, die ihren Ursprung in Südafrika, Madagaskar und Sri Lanka hat. Sie wird bis zu 70 cm hoch, hat lang gestreckte Blätter, die auf der Wasseroberfläche schwimmen und kleine, weiße, nach Vanille duftenden Blüten. Sie wächst in stehenden Gewässern und braucht eine Mindestwassertiefe von ca. 30 cm. Die Wasserähre bildet Rhizome, meist in Form von Knollen, aus. Ihre Wurzeln finden im Teichboden halt. Ihre Blüten sind essbar. Die Wasserähre kommt in ca. 48 Arten vor.

Vorsicht! Die Wasserähre sät sich gerne selber

aus. Es muss darauf geachtet werden, dass sie sich nicht in natürliche Gewässer ausbreitet.


Im Handel erhältliche, übliche Arten:
  • Gedrehte Wasserähre (Aponogeton ulvaceus):
Die schnell wachsende „Gedrehte Wasserähre“ stammt aus Madagaskar und wird auch „Meersalat-ähnliche Wasserähre“ genannt. Sie hat zartgrüne, transparente, am Rand gewellte Blätter. Aus einer Wurzelknollen können sich bis zu 40 Blätter entwickeln.
  • Genoppte Wasserähre (Aponogeton boivinianus):
Diese aus Nordwest-Madagaskar stammende Art hat dunkelgrüne, transparente, stark genoppte Blätter. In der Wachstumsphase bildet sie pro Woche 1 – 2 neue Blätter. Die Knollen der „Genoppten Wasserähre“ sind essbar, gekocht schmecken sie wie Esskastanien.
  • Gewellte Wasserähre (Aponogeton undulatus):
Die „Gewellte Wasserähre“ braucht sehr viel Licht. Sie hat glänzende, oliv-grüne bis braun-rötliche Blätter.
  • Krause Wasserähre (Aponogeton crispus):
Die aus Sri Lanka stammende , schnell wachsende „Krause Wasserähre“ bevorzugt einen halbschattigen Standort. Sie hat 20 – 40 cm lange, stark gewellte Blätter und bis zu 35 cm lange,weiße Blütenähren.
  • Zweiährige Wasserähre (Aponogeton distachyos):
Diese ursprünglich aus Südafrika stammende Art ist mittlerweile in vielen Ländern als Neophyt eingebürgert. Ihre Blüten werden in der afrikanischen Küche als Gemüse gegessen. Sie blüht zweimal, von April bis Juni und von September bis Oktober. Ihre weißen Blüten duften sehr stark.
  • Steifblättrige Wasserähre (Aponogeton rigidifolius):
Die langsam wachsende, aus Sri Lanka stammende „Steifblättrige Wasserähre“ braucht einen sehr hellen Standort. Ihre, unter dem Wasser liegenden, bandförmigen, welligen Blätter können über 60 cm lang werden. Im Gegensatz zu den meisten Wasserähren-Arten bildet sie keine Knolle sondern ein langes, dünnes, verzweigtes Rhizom aus.
  • Gitterpflanze (Aponogeton madagascariensis):
Sie wird auch Madagaskar-Gitterpflanze oder Madagaskar Wasserähre genannnt und kommt
in drei Varietäten vor: henkelianus, major und madagascariensis.
Henkelianus hat breite Blätter mit einer unregelmäßigen Gitterstruktur und weiße oder gelbliche Blüten.

Die Varietät Major hat breite Blätter mit einer regelmäßigen Gitterstruktur und ebenfalls weiße oder gelbliche Blüten.
Madagascariensis hat schmale Blätter mit einer Gitterstruktur, die bis zu 1 m lang werden können. Ihre Blüten sind rosa bis lila.

Pflege der Wasserähre

Zur Pflanzung wird die Wurzelknolle im Frühjahr in einem Gitterkorb so in den Teichboden angesenkt, dass nicht die gesamte Knolle bedeckt ist.

Je nach Art braucht die Wasserähre einen hellen, sonnigen bis halbschattigen Standort.

Um einen zusätzlichen Nährstoffeintrag in den Teich und damit vermehrtes Algenwachstum zu vermeiden sollten verblühte Blüten und abgestorbene Stengel entfernt werden.

Gedüngt werden muss die Wasserähre normalerweise nicht. Sollte sie doch mal unter Nährstoffmangel leiden, kann ein spezieller Dünger für Wasserpflanzen sparsam verwendet werden.
Alternativ können auch Hornspäne mit einer Schicht aus Lehm oder Ton ummantelt und in den Teichboden gedrückt werden. Die Hornspäne zersetzen sich sehr langsam unter Bildung von Stickstoff, der den Pflanzen dann direkt

an den Wurzeln als Dünger zur Verfügung steht.

Zur Überwinterung wird der Gitterkorb mit der Wurzelknolle in mindestens 50 cm tiefes Wasser verbracht oder man lagert die Knolle an einem warmen, hellen Ort im Haus.

Die meisten Wasserähren-Arten vermehren sich durch Selbstaussaat. Man kann aber auch im Frühling oder Herbst eine Seitenverzweigung der Pflanze abtrennen um so eine neue Pflanze zu erhalten.

Wissenswertes zur Pflanzenpflege

Die Wasserähre ist eine in den stehenden Gewässern von Südafrika beheimatete Schwimmblattpflanze.  Die Pflanzen wachsen 40 bis 70 cm und haben kleine, weiße, intensiv nach Vanille duftende Blüten, welche an verzweigten Blütenständen sitzen. Die lang gestreckten Schwimmblätter liegen flach auf der Wasseroberfläche. Die Pflanze bildet eine Knolle aus. Die Blätter sind linealisch eiförmig und wachsen aus einer Rosette heraus.

Die Wasserähre wächst in stehenden Gewässern. Sie benötigt eine Tiefe von mindestens 25 bis 30 cm. Direkte Besonnung ist ideal. Zu hohe Temperaturen werden allerdings nicht vertragen.

Am sichersten ist es, die Wurzelknolle in einem Gitterkorb an der gewünschten Stelle im Teich anzusenken.
Zur Überwinterung sollte der Pflanzkorb auf 50 cm Tiefe verschoben werden. Sicherer ist es, die Pflanze an einer warmen, hellen Stelle im Haus zu überwintern.

Die Pflanze vermehrt sich durch Selbstaussaat. Auch kann man die Wasserähre im Frühling oder Herbst teilen, indem man die Seitenverzweigungen abtrennt. Die Wasserähre neigt dazu zu verwildern. Deshalb sollte man Sorge dafür tragen, dass sie nicht in natürliche Gewässer gelangt.
Die Blüten der Wasserähre können als Gemüse gegessen werden. Sie schmecken intensiv nach grünen Bohnen.

Einige Wasserährenarten sind gut für die Verwendung in Aquarien geeignet, besonders für Kaltwasseraquarien. Besonders gut geeignet ist die gewellte Wasserähre.