Wasserhyazinthe - Pflege

Wasserhyazinthe - Pflege und Überwintern Violette Wasserhyazinthen sind eine Bereicherung jedes GartenteichsDie frei an der Wasseroberfläche treibende Wasserhyazinthe verzaubert mit ihren zartvioletten Blüten in den Sommermonaten das Herz eines jeden Gartenteichliebhabers. Sie ist leicht an ihren sattgrünen Blättern zu erkennen, an deren Basis sich eine kugelförmige Verdickung befindet, die mit Luft gefüllt ist und die Pflanze an der Oberfläche hält.

Standort für Wasserhyazinthen

Die Wasserhyazinthe liebt stehende Gewässer mit direkter Sonneneinstrahlung. Je höher die Temperaturen sind, umso wohler fühlt sich die Pflanze. Schattige Plätze

im Gartenteich sind als Standort ungeeignet. Bei durchgehend mindestens 15-20 Grad Celsius und gutem Nährstoffgehalt im Wasser treibt sie von Juni bis September üppige Blütenstiele mit einer Höhe von 15 bis über 30 cm aus.

Wasserhyazinthen sind Schwimmpflanzen. Der Gartenteich muss so tief sein, dass sich die Wurzeln ungehindert ausbreiten können. Deshalb gedeihen sie in Regionen mit mindestens 20 cm Wassertiefe, 30-50 cm sind optimal. In Ausnahmefällen können sie auch in seichten Uferregionen mit mindestens 10 cm Wassertiefe im Schlick wurzeln. Hier sollte dann allerdings sehr darauf geachtet werden, dass sie sich nicht zu stark ausbreiten, denn sonst werden schnell andere Pflanzen überwuchert.

Wasserhyazinthe - Pflege

Die Wasserhyazinthe ist ein recht robustes Gewächs und bedarf in der Regel keiner besonderen Pflege. Hat sie über die gesamte Entwicklungszeit genügend Licht, Wärme und Nährstoffe, beginnt sie ab Juni zu wachsen und schmückt den Gartenteich mit hellvioletten oder blauen Blüten. Sie wird auch außerhalb der Tropen fast nie krank oder von Schädlingen befallen. Nur Kälte und unzureichende Lichtverhältnisse können ihr Wachstum ernsthaft gefährden oder sie sogar zum Absterben zwingen.

Zwar wachsen und vermehren sich Wasserhyazinthen an geeigneten Standorten schnell, trotzdem sehen einzelne Exemplare im großen Gartenteich einsam aus. Daher sollten sie in Gruppen von etwa drei bis fünf Pflanzen eingebracht werden. Allerdings ist es auch nicht ratsam, zu viele Pflanzen einzusetzen. Als Faustregel gilt: etwa zwei bis drei Gewächse pro Quadratmeter Teichfläche.

Wasserhyazinthen für den Gartenteich kaufen

Viele der käuflich zu erwerbenden Gewächse stammen direkt aus tropischen Gebieten. Sie wurden schon im April aus ihrer warmen Heimat nach Deutschland gebracht. Übersteht die Pflanze diesen Temperaturschock, so benötigt sie meist den ganzen Sommer, um sich davon zu erholen und blüht dann in diesem Jahr nicht mehr. Wer auf die Blüte jedoch von Anfang an nicht verzichten möchte, sollte auf Pflanzen zurückgreifen, die hier vermehrt wurden.

Ein guter Tipp kann es sein, seinen Nachbarn oder Freunde zu fragen, die Wasserhyazinthen in ihrem Teich haben. Sie werden gerne bereit sein, im Sommer oder Herbst ein paar ihrer Exemplare abzugeben.

Bekannte und beliebte Arten der Wasserhyazinthe
  • dickstielige Wasserhyazinthe
  • azurblaue Wasserhyazinthe
  • ungleichblättrige Wasserhyazinthe
  • viele andere Unterarten
Wasserhyazinthen düngen

Die Pflanze benötigt viele Nährstoffe. Diese nimmt sie über das Teichwasser auf. Aus diesem Grund ist die Wasserhyazinthe die ideale Wahl, um den Gartenteich von dem Überangebot von Nährstoffen oder auch Giftstoffen zu
befreien und nachhaltig das Algenwachstum einzudämmen. Zusätzlichen Dünger braucht sie im Normalfall nicht. Prinzipiell ist davon eher abzuraten, den Gartenteich oder seine Pflanzen zu düngen, denn schnell hat man statt eines üppigen Pflanzenwachstums nur eine enorme Algenplage im Teich.



Wasserhyazinthen vermehren und überwintern

Zwar erfolgt in der Blütezeit eine Bestäubung durch Insekten, vermehrt wird die Wasserhyazinthe allerdings durch Ausläufer. An der Mutterpflanze bilden sich an den Blattrosetten kleine Jungpflanzen, die nach wenigen Tagen schon eine beachtliche Größe erreichen. Nach etwa 5-8 Tagen können sie ganz einfach von der Mutterpflanze abgetrennt werden.

Die tropische Wasserhyazinthe ist sehr frostempfindlich. Kalte Winter in hiesigen Regionen übersteht sie nicht. Deshalb ist es ab Ende Oktober Zeit, sie in ihr Winterquartier umzusiedeln:
  • Das dichte Blattwerk der Wasserhyazinthe kann eine Gefahr für andere Teichpflanzen darstellenDafür werden einige besonders starke und robust wirkende Pflanzen ausgesucht.
  • Die Pflanze wird von abgestorbenen Blättern und Blüten befreit.
  • Ein Gefäß mit etwa 20-30 cm Höhe ist ideal für die Überwinterung.
  • Neben Wasser wird auch für die Nährstoffversorgung noch humose, lehmige Erde eingefüllt.
  • Das Gefäß sollte lichtundurchlässig sein.
  • Temperaturen von 15-20 Grad Celsius und viel Licht sind Voraussetzung im Winter.
  • Als Standort eignet sich gut ein Platz auf der Fensterbank.
  • Hier verbleibt sie dann bis etwa Mitte Mai des Folgejahres.
Eine andere Alternative ist das Überwintern in Aquarien. Hier eignen sich nur nach oben offene Aquarien mit Heizung. Bei geschlossenen Varianten wird der Pflanze unter der Lichtquelle an der Unterseite der Abdeckung schnell zu heiß. Wenn die Pflanze im Aquarium abstirbt, liegt das in den meisten Fällen am Lichtmangel, denn die Wasserhyazinthe mag es auch im Winter gerne hell. Externe Aquariumstrahler sind hierfür optimal.

Wasserhyazinthen schneiden

Geht es der Pflanze gut, wächst sie manchmal sogar recht unkontrolliert und macht anderen Gewächsen rigoros Nährstoffe und Platz im Gartenteich strittig. Da sie keine natürlichen Fressfeinde hat, kann sie im Extremfall ihre Fläche innerhalb von zwei Wochen verdoppeln. Hat sie erst einmal den ganzen Teich für sich erobert, kommt es in den unteren Regionen schnell zu Lichtmangel für die Unterwassergewächse. Die Sauerstoffzufuhr wird verhindert und die Fische sterben. Die Abhilfe ist einfach: Der Gärtner kann bei zu starker Vermehrung die Pflanzen einfach abfischen, Teile davon abschneiden und auf dem Kompost entsorgen. Die verbleibenden Gewächse werden wieder eingesetzt.

Wissenswertes zu Wasserhyazinthen in Kürze

Wasserhyazinthen eignen sich durch ihre unkomplizierte und robuste Art gut für den Gartenteich. Allerdings stellen sie hohe Ansprüche an die Temperatur und Lichtverhältnisse. Bekommen sie genügend Wärme und Sonne, werden sie dies mit gesundem Wachstum und herrlichen hellvioletten Blüten danken.
  • Wasserhyazinthen sind krautige, schwimmende Wasserpflanzen. Sie neigen dazu, zu verwildern und andere Arten zu verdrängen.
  • Je höher der Nährstoffanteil im Wasser ist, desto üppiger blühen die Pflanzen. Die Wassertiefe sollte mindestens 20 cm betragen.
  • Vorsicht: Sie vermehren sich sehr stark und können dafür sorgen, dass Gewässer verlanden.
  • Sie haben keine Fressfeinde und vermehren sich massenhaft.
  • Wasserhyazinthen lieben stehende, mindestens 20 Grad Celsius warme und sonnige Gewässer.
  • Ein positiver Effekt der Wasserhyazinthe in der Natur ist, dass sie das Wasser, in dem sie leben, von Giftstoffen befreien. 
  • Meist sind Wasserhyazinthen mehrjährige Pflanzen. In Europa wird sie hauptsächlich als Zierpflanze für Gartenteiche verwendet.
Die Blätter bilden sich alle an der Sprossenbasis, meist nur über Wasser. Die Pflanzen treiben mit dick angeschwollenen, aufgeblasenen Blattstielen. Sie fungieren als Schwimmblase. Die Wasserhyazinthe kann aber auch im Schlick wurzeln. Die Blütenstände bestehen aus bis zu 30 Blüten, ähnlich der Garten-Hyazinthen. Die meisten blauen Blüten sind zwittrig. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Die Blüten sind eine Augenweide in jedem Gartenteich.

Vermehrt wird die Wasserhyazinthe durch das Abtrennen von Ausläufern oder Tochterrosetten. Bei geeigneten Bedingungen erreichen diese schon nach fünf bis acht Tagen die Größe der Mutterpflanze. Die Vermehrung durch Samen kommt selten zustande.

In Deutschland ist die Wasserhyazinthe zum Deko-Hit avanciert. Gerade in Glasgefäßen wie Vase nsind  sie besonders dekorativ. Naturnahe und frische Dekorationsideen sind in. Außerdem wird aus den Stielen der Pflanze das beliebte Korbgeflecht gewonnen, aus dem die verschiedensten Gefäße und Möbel hergestellt werden.