Wasserpflanzen & Teichpflanzen setzen

Wasserpflanzen & Teichpflanzen setzen Teichpflazen: Damit es am und im Gartenteich grünt und blüht Ein gepflegter Teich ist ein schöner Blickfang in jedem Garten. Wenn ein Teich richtig bepflanzt ist, dann wirkt er besonders attraktiv. Pflanzen danken für die liebevolle Pflege mit dem üppigen Wachstum und mit prächtiger Blüte. Welche Wasserpflanzen eignen sich am besten für den Gartenteich. Wir erklären, wie sie fachgerecht gesetzt werden:

Wasserpflanzen: Schatten oder Sonne?

Bei der Auswahl von passenden Wasser- und Teichpflanzen sollte zunächst deren künftiger

Standort analysiert werden. Die erste Frage, die zu beantworten wäre, heißt: Liegt der Gartenteich im Schatten, Halbschatten oder ist er tagsüber durchgehend den Sonnenstrahlen ausgesetzt? Abhängig von der Lage erfolgt die Auswahl der Wasserpflanzen.
  • Grundsätzlich gilt, dass die meisten blühenden Pflanzen wie z.B. Wasserschwertlilien sonnige bis halbschattige Lagen bevorzugen.
  • Relativ unempfindlich sind dabei die Seerosen, sie blühen auch an einem schattigen Standort.
  • Schattenliebend sind Farne, die in der prallen Sonne verkümmern würden.
  • Die meisten Unterwasserpflanzen mögen ebenfalls sonnige bis halbschattige Standorte.
Für einen neuen Teich lohnt es sich, einen Standort im Halbschatten auszusuchen: Dadurch ist die Auswahl an passenden Wasserpflanzen am größten.
 
Drei Typen Wasserpflanzen sollen es sein

Selbstverständlich dürfen durchaus mehr Pflanzenarten in den Teich gesetzt werden, doch Folgendes ist zu bedenken: Mindestens drei unterschiedliche Pflanzentypen sollen ihren Platz im Teich gefunden haben.

  1. Der erste Typ sind Schwimmpflanzen wie z.B. Wasserhyazinthe oder Wasserlinsen. Sie sind besonders wichtig, da sie übermäßiges Algenwachstum eindämmen und somit für bessere Wasserqualität sorgen. Die gleiche Funktion erfüllen auch die Tiefwasserpflanzen (Seerosen und u.a.), deren Blätter und Blüten auf der Wasseroberfläche schwimmen, die Wurzeln aber im Teichboden verankert sind.
  2. Der zweite Typ sind Unterwasserpflanzen wie z.B. Hornkraut, die das Wasser mit dem wertvollen Sauerstoff anreichern. Dieser Typ ist insbesondere für das Wohlbefinden der im Teich lebenden Fische von Bedeutung.
  3. Der dritte Typ von Wasserpflanzen, der in keinem Teich fehlen darf, sind Sumpfzonenpflanzen, die im flachen Wasser oder in dem Bereich zwischen Wasser und Land gedeihen. Zu diesem Typ gehören u.a. Wasserschwertlilie oder Wasseriris. Diese Gewächse erfreuen oft das Auge mit ihrer schönen Blüte und sorgen gleichzeitig für die Regeneration des Wassers im Gartenteich.

Beim Aussuchen der richtigen Wasser- und Teichpflanzen ist zu beachten:
  • Standortanalyse des Teichs durchführen: Sonne, Schatten oder Halbschatten,
  • Informationen über die Vorlieben der Wasserpflanzen einholen,
  • Mindestens drei Pflanzentypen auswählen: Schwimm- oder Tiefwasserpflanzen, Unterwasserpflanzen und Sumpfzonenpflanzen.
Für die verschiedenen Teichzonen sind verschiedene Wasserpflanzen geeignetRichtig gesetzt ist halb gewachsen

Nachdem die Auswahl der Pflanzen getroffen wurde, sollen sie fachgerecht in den Teich
gesetzt werden. Übrigens ist darauf zu achten, dass Wasserpflanzen beim Transport nicht austrocknen, denn das kann den empfindlichen Gewächsen schaden. Wenn der Teich noch nicht mit Wasser gefüllt ist, umso bequemer gestaltet sich das Setzen der Wasserpflanzen. Wie bei einem Aquarium ist die optimale Vorgehensweise hier: Den Teich bis zu ca. 1/3 mit Wasser füllen, dann die Pflanzen setzen und erst danach das restliche Wasser einfüllen. Nebenbei bemerkt: Das kalkarme weiche Regenwasser ist das beste Wasser für den Gartenteich!
 
Drei Pflanzentypen - drei Vorgehensweisen beim Setzen

Für jeden Pflanzentyp

gibt es besondere Tipps und Tricks im Hinblick aufs Setzen. Mit Schwimmpflanzen hat es der Gärtner am einfachsten, denn diese sollen lediglich vorsichtig auf die Wasseroberfläche platziert werden. Es empfiehlt sich allerdings die erworbenen Pflanzen vorab mit lauwarmem Wasser abzuwaschen um Düngermittelreste und Algen loszuwerden. Regenwasser eignet sich für diese Prozedur am besten.

Etwas mehr Arbeit bereitet das Setzen von Tiefwasserpflanzen, deren Wurzeln den Grund brauchen. Einerseits sind viele moderne Gartenteiche mit speziellen Planen ausgelegt, damit das Wasser nichts im Boden versickert. Auf der Plane bildet sich zwar schnell eine Schlammschicht, doch ist sie meistens für eine Tiefwasserpflanze zu dünn. Andererseits soll das Wuchern der Wurzeln am liebsten verhindert werden, u.a. damit die Plane nicht beschädigt wird. Daher lohnt es sich, diese Gewächse in einem Korb zu pflanzen. Optimal geeignet ist ein Plastikkorb aus einem unverrottbaren Material. Ein solcher Korb macht auch das Herausnehmen von Pflanzen zu einer Sache von wenigen Handgriffen und Minuten. Wenn abzusehen ist, dass der Teich zu tief für die Stängellänge der Tiefwasserpflanzen ist, dann können ein Paar Ziegelsteine eine gute Abhilfe leisten. Zwei oder drei Ziegelsteine oder andere flache Steine werden auf den Teichboden gelegt, die Setztiefe wird dadurch reduziert. Unterwasserpflanzen können auch gerne in einem Korb gesetzt werden.

Die am Ufer wachsenden Sumpfzonenpflanzen sind den Einflüssen des Wetters und v.a. dem Wind ausgesetzt. Damit sich die Pflanzen nicht lösen und nicht ins Wasser abdriften, lohnt es sich, die Gewächse mit einigen schweren Steinen zu befestigen. Optimal sind dabei kleinere Findlinge oder größere Kieselsteine. Sumpfzonenpflanzen können gerne ebenfalls in einem Korb gesetzt werden. Eine Alternative zum Pflanzen am Teichrand ist eine schwimmende Schale, in die eine Sumpfzonenpflanze gesetzt wird. Eine Schwimmschale soll aber am liebsten nicht in einem Teich verwendet werden, der an einem offenen windigen Ort liegt.

Beim Setzen von Wasserpflanzen und Teichpflanzen ist wichtig:
  • Zuerst den Teich zum Teil mit Wasser befüllen, danach die Pflanzen setzen.
  • Schwimmpflanzen auf die Wasseroberfläche legen.
  • Tiefwasserpflanzen und Unterwasserpflanzen in Körben setzen.
  • Sumpfzonenpflanzen mit Steinen befestigen.
Für das Gedeihen von Wasser- und Teichpflanzen ist die richtige Auswahl der Gewächse wichtig. Dabei sollen drei wichtigste Pflanzentypen im Teich vorhanden sein. Beim Setzen der Pflanzen sind Eigenschaften von jedem Pflanzentyp besonders zu beachten.

Eine Fontäne rundet den Gesamteindruck eines vitalen Gartenteichs abWissenswertes zu Wasserpflanzen und Teichpflanzen in Kürze
  • Wasserpflanzen sind für den Teich von großer Bedeutung, damit dieser ein funktionierendes Ökosystem sein kann.
  • Ein Teich wird in verschiedene Zonen eingeteilt, die beim Setzen der Pflanzen Beachtung finden müssen.
  • Jede Pflanze stellt gewisse Anforderungen an ihren Standplatz, das ist bei Teichpflanzen genauso.
  • Beim Bepflanzen eines Teiches sollte man sich Pflanzen für den Uferbereich, Pflanzen für den Flachwasserbereich und Schwimmpflanzen zulegen.
  • Allen Pflanzenarten fällt eine bestimmte Aufgabe zu, die diese nur an dem richtigen Standort erfüllen können.
  • Die Pflanzen des Uferbereiches bieten am Teich lebenden Tieren Schutz und Nahrung und sorgen für die Befestigung des Ufers.
  • Die Pflanzen im Wasser sind für ein ausgewogenes Nährstoffverhältnis da und dienen den im Wasser lebenden Tieren als Nahrungsquellen und Schutzzonen.
  • Schwimmpflanzen entziehen Algen das lebensnotwendige Licht und verhindern damit ein ungehemmtes Wachstum derselben.
  • Alle Pflanzen - Wasserpflanzen und Teichpflanzen, die im Wasser eingesetzt werden, benötigen Nährstoffe, die gleichfalls von Algen aufgenommen werden. Je mehr Pflanzen sich im Wasser befinden, umso weniger können sich dementsprechend Algen bilden.
  • Empfehlenswert ist es, die Pflanztiefe genau auszumessen. Dafür benötigt man den Abstand zwischen der Oberfläche des Wassers und der oberen Erdschicht im Topf der Pflanze.
Ein Tipp zum Schluss: Die Pflanztiefe kann mit Steinen angepasst werden. Einfach unter dem Topf die entsprechende Anzahl von Ziegelsteinen aufbauen und entsprechend dem Wachstum der Pflanze wieder nach und nach entfernen. Bei Schwimmpflanzen spielt die Pflanztiefe keine Rolle. Sie fühlen sich an jeder Stelle des Teiches wohl. Für alle im Boden befindlichen Teichpflanzen gilt aber, dass sie möglichst in Pflanzkörbe gesetzt werden sollen. Damit wird die Wucherung der Wurzeln verhindert. Außerdem kommt durch dieses Vorgehen keine Blumenerde in den Gartenteich. Das ist wichtig, denn Blumenerde enthält Nährstoffe, die ebenfalls wieder das Wachstum der Algen anregen können.