Gartenteich - erforderliche Tiefe und Größe für Fische

Gartenteich - erforderliche Tiefe und Größe für Fische

Viele Gartenfreunde möchten in ihrem Gartenteich auch Fische halten. Dafür ist eine bestimmte Größe erforderlich.

gartenteich9_flWenn die Fische auch im Winter im Teich verbleiben sollen und man sich nicht die Mühe machen möchte, sie im Herbst herauszufischen und im Haus zu überwintern, dann muss der Gartenteich auch eine bestimmte Tiefe haben.

Wenn der Teich schon vorhanden ist, kann man nicht mehr viel ändern. Natürlich kann man ihn vergrößern und tiefer machen, das ist

aber mit enormem Aufwand verbunden. Das Wasser muss abgelassen werden, die Folie muss raus, dann muss tiefer und größer gebaggert werden und dann alles wieder hinein. Bei einem Becken kann man das natürlich ebenso halten. Man nimmt dass kleinere raus, baggert größer und setzt ein entsprechend größeres ein.

Einfacher ist es natürlich, wenn man einen Teich gerade plant. Dann kann man alles gleich richtig berücksichtigen. Der Gartenteich sollte eine bestimmte Größe nicht unterschreiten, damit das biologische Gleichgewicht funktioniert, sich der Teich selbst reinigt und er zu einem schönen Biotop werden kann.

Tiefe und Fläche zum Überleben

Generell muss eine Tiefe von 80 cm, besser 100 cm gegeben sein. Diese Tiefe muss nicht der gesamte Teich haben, aber in der Mitte sollte es schon ausreichend Platz für die Fische im Winter in dieser Zone geben. Ideal ist, wenn der Gartenteich ab 15 m² groß ist, damit das biologische Gleichgewicht aufgebaut werden
kann.

Durchfrieren im Winter

Ein langer kalter Winter lässt den Boden bis zu 60 cm tief durchfrieren. Da entsteht natürlich auch eine dicke Eisdecke auf dem Gartenteich. Wichtig ist, dass nicht das gesamte Wasser durchfriert, damit genügend Lebensraum für die Tiere und Pflanzen übrig bleibt. Die meisten Teiche sind so angelegt, dass das Wasservolumen mit zunehmender Tiefe immer weniger wird. Friert der Teich von oben her zu, fehlt viel Wasservolumen. Das wiederum kann einen Sauerstoffmangel zur Folge haben. Die Fische können ersticken. Das kommt auch daher, dass die Konzentration an Kohlendioxid, welches die Fische ausatmen, zu sehr ansteigt. Es wirkt wie ein Narkotikum. Noch schlimmer wird das alles, wenn Schnee auf dem Eis liegt. Dieser verhindert nämlich, dass Sonnenlicht in den Teich gelangt. Die Pflanzen können dann keinen Sauerstoff produzieren, ganz im Gegenteil, der Prozess kehrt sich um. Sie nehmen Sauerstoff aus dem Wasser auf und erzeugen Kohlendioxid.

Fazit

Es gibt kein Patentrezept für das Problem. Eine entsprechende Teichtiefe (in ausreichender Größe) und eine entsprechende Teichgröße verhindern aber das Problem des Durchfrierens. Kleine Teiche frieren schnell zu. Bei größeren Teichen reicht die vorhandene größere Wassermenge, die einen gewissen Wärmespeicher darstellt, das durchfrieren zu verhindern. Reine Pflanzenteiche kommen mit einer wesentlich geringeren Tiefe aus.fische-luft_fl

Gartenteich nach Fischart anlegen

Wer kleine Fische in seinem Gartenteich unterbringen möchte, benötigt sicher keinen so großen Teich, wie einer, der sich große zulegen möchte. Wer sich z.B. Koi im Gartenteich halten möchte, muss eine Mindesttiefe von 150 cm rechnen und der Teich muss mindestens 4.000 Liter Wasser fassen. Ein Teich für Goldfische muss natürlich nicht so groß sein. Da

reichen 500 Liter völlig aus. Um sicher zu gehen, wie groß ein Teich für die gewünschten Fische sein muss, sollte man sich vorher bei einem Fischfachhändler erkundigen.