Gartenteichbecken einsetzen, Gartenteicherde einfüllen

Gartenteichbecken einsetzen, Gartenteicherde einfüllen

Ein schöner Garten wird durch einen Gartenteich erst richtig vollständig. Unergründliches Wasser, sanft wogende Wasserpflanzen, munter umherschwimmende Fische ... Nur erlaubt leider nicht jeder Garten die Anlage großzügiger Wasserlandschaften, zum Beispiel ist die unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten gewählte Normalgröße des Einfamilienhaus-Gartens eher nicht für weitläufige Teiche geeignet. Das heißt aber noch lange nicht, dass man auf Wasser verzichten muss: Mit einem Teichbecken kann der Teich so platzsparend gestaltet werden, dass er sogar den Vorgarten schmücken kann.

teich-klein2 apfGartenteichbecken nach Wunsch

Die Teichanlage

unter Verwendung eines Gartenteichbeckens hat aber noch andere Vorteile: Der Teichbau geht sehr viel schneller und ist wirklich einfach zu bewerkstelligen, während die Anlage eines größeren Teiches schon meist ein richtiges Bauvorhaben darstellt. Im Gartenteichbecken sind sogar die Zonen für die Wasserpflanzen schon berechnet und eingegossen, jede Pflanze bekommt ihre Pflanzebene, in der ihr die richtigen Lebensbedingungen geboten werden.

Die Gartenteichbecken bestehen aus verschiedenen Kunststoffen, haben also ein geringes Gewicht, wodurch sie leicht zu transportieren sind. Es gibt Teichschalen in jeder Form und in vielen Größen, vom runden Winztümpel bis hin zum einige Quadratmeter großen Teich mit verschiedensten Ebenen.

Gartenteichbecken einsetzen
  • Die erste Überlegung gilt natürlich der Standortwahl, meist werden Sie zuerst den gewünschten Standort bestimmen und dann das schönste Teichbecken für diesen Ort erwerben.

  • Dort muss nun ein Becken in Größe des Teichs ausgehoben werden. Wenn Sie das Becken kopfüber auf die Stelle legen, können Sie den Umriss des Teichbeckens genau auf dem Boden markieren. Dann wird eine zweite Linie in 10 bis 15 cm Abstand um die Markierung gezogen, der Aushub muss rundherum um diese Schichtdicke größer werden, damit schützender Sand zwischengefüllt werden kann. So verhindern Sie, dass Steine oder Wurzeln das Teichbecken schädigen.

  • Die äußere Markierung gibt also den Rand des Aushubs vor, jetzt muss noch die Tiefe bestimmt werden. Insgesamt sollten Sie so messen und graben, dass das fertig eingesetzte Teichbecken etwa 5 cm aus dem Boden ragt. Dann kann weder Erde in den Teich krümeln noch überschüssiges Gießwasser mit Düngemitteln hineinlaufen.

  • Wenn das Teichbecken eine rundum laufende Stufe bildet,
    können Sie eine tiefere Zone in der Mitte erneut auf dem Boden markieren, nachdem Sie eine Erdschicht in der Tiefe “Randzone + Sandschicht” ausgehoben haben. Innerhalb dieser Markierung wird nun die nächste Erdschicht in der Tiefe der Bodenzone entfernt, wieder mit einer Zugabe für die Sandschicht. Wenn das Becken unregelmäßig verteilte Tiefzonen hat, hilft nur ein sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen zusammen mit einer Teilmarkierung der Umrisse und einem sehr häufigen Probeeinsatz des Teichbeckens.

  • Während der Aushubarbeiten sollten Sie das Becken in jedem Fall immer wieder einmal in die Grube setzen, um zu prüfen, ob es waagerecht sitzen wird. Notfalls kann jetzt noch korrigiert werden. Anschließend werden alle festen Gegenstände wie Steine und Wurzeln aus der Grube entfernt, sie sollte schön glatte Wände haben. Wenn der Aushub waagerecht ist, kann die Sandschicht auf dem Boden aufgebracht und festgeklopft werden. Dann wird das Gartenteichbecken eingesetzt und mit einer Wasserwaage und Kanthölzern in jeder Richtung auf waagerechten Einbau geprüft. Eventuell muss eine Neigung des Untergrundes durch Nachfüllen von Sand korrigiert werden.

  • Wenn das Becken absolut gerade steht, wird diese

    Stellung durch Holzpflöcke am Rand gesichert. Wenn das Becken durch eine Wasserfüllung beschwert wird, steht es während des Einschlämmens schön fest (denken Sie aber daran, dass Sie später noch einiges tun möchten im inneren Teichbereich, also nicht zu viel Wasser einfüllen).

  • Einschlämmen bedeutet, dass jetzt auch die Sandschicht an den Seiten eingefüllt wird, und zwar mit Unterstützung des Gartenschlauches, damit keine Hohlräume verbleiben. Dabei wird auch der Boden unter dem Teich gleich gut verdichtet, das Einschlämmen sollte vorsichtig und mit ein wenig Ruhe geschehen, damit sich alles gut setzen kann und kein Sand weggeschwemmt wird.
Wasser und Gartenteicherde einfüllen

Wenn der Teich fertig ist, sollten Sie ihm ein wenig Zeit zum Setzen geben und noch ein letztes Mal alle Waagerechten überprüfen. Eine Korrektur ist jetzt nicht mehr ganz einfach, aber immerhin denkbar. Erst wenn das geschehen ist, können die einzelnen Teichzonen mit Gartenteicherde, also mit dem geeigneten Bodensubstrat für die geplante Bepflanzung befüllt werden. Hier werden verschiedene Substrate angeboten, die Wahl erfordert etwas Information und Überlegung. Auch Teichpumpen können jetzt eingesetzt werden, beides geht besser, wenn noch nicht das ganze Wasser im Teich ist. Dann müssen Sie den Teich nur noch mit Wasser befüllen und den Teichrand wunschgemäß gestalten.

Wenn Sie großen Wert auf die Verwendung von Naturmaterial legen oder wenn Sie kein Kunststoffbecken finden können, das Ihrer Wunschform nahe kommt, bleibt nur die Anlage eines Naturteiches. Ein natürlicher Teich hat Tonwände, die genauso wasserdicht sind wie die Wände eines Teichbeckens, aber wegen des rein natürlichen Rohstoffs ökologisch punkten. Leider ist aber die Anlage eines natürlichen Gartenteichs ein wenig komplizierter als das einfache Einbuddeln einer Teichschale.