Zierteich anlegen - Zierteiche gestalten

Zierteich anlegen - Zierteiche gestalten

Der Zierteich ist der eigentliche Gartenteich für unser Verständnis. Wesentliches Merkmal dieses Teichs ist die Vielfalt, denn er ist so angelegt, dass sich in ihm sowohl Fische als auch andere Teichgäste wie Frösche, Libellen oder Wasserläufer tummeln können.

teich4_flAuch unter den Fischen ist buntes Vielerlei gefragt. Elritzen, Ukelei, Bitterlinge oder Moderlieschen fühlen sich in einem gut gepflegten Zierteich genauso wohl wie Goldfische, Goldorfen oder Kois. In solch einen Teich passen auch die vielen farbenprächtigen Zuchtformen der Seerose.

Das

sollten Sie wissen 


Wenn die Lebensgemeinschaft von Fischen, Pflanzen und Teichgästen funktionieren soll, ist sowohl beim Anlegen des Teichs als auch bei der Pflege einige Sorgfalt nötig.

Empfehlenswert ist eine Mindestgröße von 6m². Damit die Fische im Teich überwintern können, sollte die Tiefwasserzone etwa 1 m² groß und mindestens 80cm tief sein.

Fische und andere Teichgäste werden sich nur wohl fühlen, wenn Sie nach dem Motto verfahren: Jedem das Seine. Während den Fischen naturgemäß das freie Wasser vorbehalten bleibt, müssen Sie als Lebensraum für Amphibien und andere Gartenteichgäste eine großflächige Sumpfzone anlegen, und zwar so, dass sie vom Teichwasser gespeist wird, aber durch einen Wall aus Steinen abgegrenzt ist. Einige Amphibien meiden diese Gesellschaft von Fischen, deshalb brauchen sie ein eigenes Terrain: eine flache, im Sommer fast verlandende Sumpfzone mit dichtem Bewuchs. Dadurch wird auch vermieden, dass die Goldfische den Laich der Amphibien restlos auffressen.

Ideal ist ein tellerartiges Teichprofil, das sich bei kleinen Teichen aber nicht optimal verwirklichen lässt. Um eine Flachwasser- und ausgedehnte Sumpfzone anordnen  zu können, muss man einen Teil des Ufers etwas steiler gestalten.

Fische und Seerosen mögen es nicht, wenn Wasser auf sie niederprasselt. Verzichten Sie deshalb auf einen richtigen Springbrunnen. Indessen fügt sich ein kleines Wasserspiel, zum Beispiel ein Quellstein, eine romantische Fontäne, ein Wasserspeier oder ein winziger Wasserfall ausgeglichen in die Gesamtkonzept eines Zierteichs ein.

Standort

Dort, wo Sie sich immer wieder aufhalten und den Teich im Blick haben, so auch ganz nah am Haus, zum Beispiel vor der Terrasse. Natürlich ist jeder andere Platz im Garten ebenso möglich, vorausgesetzt, der Teich bekommt 5 bis 6 Stunden am Tag Sonne.

Abdichtungsmaterialien: Teichfolie, Kunststoff-Fertigbecken. 

Teichrand - begehbar oder nicht begehbar?

Ein rundum begehbarer Teich hat sicherlich genauso seine Reize wie einer, der gänzlich von Pflanzen eingesäumt ist. Als praktisch und schön hat sich der Mittelweg erwiesen. Gestalten Sie nämlich einen Teil des Randes begehbar, können Sie das Leben im Teich aus unmittelbarer Nähe beobachten, mühelos Fische füttern und Pflegearbeiten ausführen. Indessen bleibt der andere, nicht begehbare Teil ungestörter Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

/>Pflanzen

Von den Seerosen, der Seekanne, der Krebsschere über die Teichrose für den tieferen Bereich bis hin zu den unzähligen Sumpfpflanzen wie zum Beispiel Iris, Lobelle, Froschlöffel, Blutweiderich oder Sumpf-Dotterblume reicht die Pflanzenpalette, die Ihnen bei einem Zierteich mit Flachwasser- und Sumpfzone zur Verfügung steht. 

Alle Teichpflanzen sind Geschöpfe des Wassers. Wind, Luft und Sonne vertragen sie nur in Verbindung mit ihrem Lebenselement. Wenn Sie also nach dem Pflanzenkauf nicht sofort zum Einpflanzen kommen, müssen Sie ihre Pflanzen gut mit Wasser

versorgen. Sumpfpflanzen mit den Wurzeln ins Wasser stellen, Unterwasser- und Schwimmblattpflanzen in einem mit Wasser gefüllten Bottich oder Eimer untertauchen. Für Schwimmpflanzen reicht eine flache Wasserschale. Planen Sie die Bepflanzung wenigstens im groben erst mal mit Zettel und Bleistift. Nichts ist ärgerlicher, als sich von der Fülle des Angebots verführen zu lassen und dann viel zu viele Pflanzen zu kaufen. Die meisten Gartenteichpflanzen sehen je nach Jahreszeit beim Kauf nämlich recht mickrig aus, entwickeln sich aber in kürzester Zeit zu prachtvollen Exemplaren, die viel Platz beanspruchen.

Denken Sie nur bitte daran: In der Beschränkung zeigt sich der Meister. In einem von Seerosen zu stark abgeschatteten Teich fühlen Fische sich nicht wohl, und manche Sumpfpflanzen schießen derartig ins Kraut, dass sie sich gegenseitig verdrängen.

Tiere

Da Fische sich in einem gut gepflegten Teich vermehren, gilt auch hier: Maß halten. Beachten Sie auch die natürlichen Verhaltensweisen der Fische. Bitterlinge zum Beispiel benutzen als „Kinderstube“ Teichmuscheln, die wiederum Sandboden brauchen. Stichlinge sind arge Räuber, die alles fressen, was sich bewegt; also nicht mehr als zwei Pärchen einsetzen. Unter den Goldfischen gibt es viele Zuchtformen, die sich jedoch nicht alle problemlos im Zierteich halten lassen, auf die dekorativen Schleierschwänze sollte man beispielsweise verzichten. Das Moderlieschen fühlt sich bloß im Schwarm von mindestens 5 bis 9 Tieren wohl. 

Wasserspiele für den Gartenteich

teichrose_flWenn Wasser in Bewegung kommt, wenn es fließt und plätschert, als Fontäne in die Höhe steigt oder sanft sprudelnd dem Quellstein entspringt, strömt es für viele Menschen noch einmal soviel Faszination aus. Bewegtes Wasser, dem man zusehen und -hören kann, verleiht dem Gartenteich eine noch größere Anziehungskraft, als er sowieso schon hat. Sieht man sich das Angebot im Handel an, das unter der Rubrik Wasserspiele läuft, kann manch einer seinen Spieltrieb kaum noch bremsen. Muss er sich doch entscheiden, ob er nun den Wasserfall noch ein wenig steiler bauen soll, damit er der Illusion des „tosenden Wasserfalls“ näher kommt, - oder der Frage nachgehen, ob in einem kleinen Teich Platz für einen Springbrunnen oder einen sich drehenden Wasserkreisel ist, für mehrstufige Wasserspiele mit Schaum- und Fächerdüsen, für Wasserspeier, für hauchzarte, abends beleuchtete Wasserglocken und und und... Die Liste der Möglichkeiten ist unendlich lang.

Pflege

Eine gute Filterung des Teichwassers ist unerlässlich, da vor allem Futterreste und die Ausscheidungen der Fische die Wasserqualität rapide verschlechtern können. Gefiltert wird mit einem speziellen Teichfilter oder am besten mit Hilfe eines Bachlaufs, der - richtig angelegt wie ein biologischer Filter wirkt. Auch für eine gute Sauerstoffzufuhr mit Hilfe einer Luftpumpe oder eines Oxydators muss gesorgt werden. Im Herbst sind gründliche Reinigungsarbeiten und Pflanzenpflege fällig, um den Teich aufs Überwintern vorzubereiten. Im Winter sollten kleinere Teiche mit einem Eisfreihalter versehen oder abgedeckt werden.