Hechtkraut - Pflanzen & Pflege

HechtkrautDas Hechtkraut stammt ursprünglich von den schlammigen Ufern der südamerikanischen Flüsse. Seinen botanischen Namen "Pontederia" bekam es von dem italienischen Botaniker G. Pontedera (1688 bis 1757). Dieses interessante Gewächs kann allerdings auch in unseren Breitengraden unter bestimmten Bedingungen wie beispielsweise in einem Freiluft-Bassin (Kübelteich) während des Sommers und in einem Aquarium in den Winterwochen gehalten werden.

Ein gesundes und üppiges Gewächs

Das Hechtkraut gehört einer Pflanzengattung an, welche aus lediglich zwei Arten besteht. Die tropischen Klimazonen Südamerikas bieten dem Hechtkraut normalerweise mit

ihren schlammigen Uferbereichen an den unzähligen Flussläufen einen idealen Lebensraum, damit es seine üppige Pracht entfalten kann. Seine Wurzeln suchen sich dabei etwa 15 bis zu 30 Zentimetern tief im flachen Ufer ihren Halt. Dabei bildet das Hechtkraut in einer Kombination mit diversen anderen Pflanzenarten eine dichte zusammenhängende Uferbegrünung.

Das Hechtkraut als optimale Pflanze für das gesamte Jahr

Bei dem Hechtkraut handelt es sich um ein kriechendes Gewächs. Die Blätter der Pflanze sind:
  • dunkelgrün, glänzend sowie langstielig
  • bei der Blattform kann es abwechselungsreich zwischen herzförmigen oder sogar pfeilähnlichen Naturdesigns zugehen
  • die Pflanzenblätter befinden sich stets oberhalb des Wassers und vermitteln dadurch den Eindruck eines gesunden opulenten Tropengewächses
  • die strahlend blauen Blütenstände des Hechtkrauts erheben sich in ährenförmiger Form aus einer 'Tasche' am jeweiligen Pflanzenstiel
  • wobei die Blütezeit in die Monate Juli bis August fällt
  • das Hechtkraut ist zudem für eine Pflanzung an Ufern von Teichen oder Bassins jeglicher Art prädestiniert.
Die einfache Vermehrung des Hechtkrauts

Hechtkraut-PflanzeDas Hechtkraut bildet im Lauf seines Wachstums meistens reichhaltige Wurzelstöcke, welche sich optimal teilen lassen. Der ideale Zeitpunkt für eine erfolgreiche Teilung ist stets der Spätsommer, kurz vor dem Ende des saisonalen Wuchses. Die Teilung des Gewächses erfolgt auf diese Weise:
  • der komplette Wurzelstock wird ausgegraben sowie unter reichlich fließendem Wasser gesäubert
  • mittels eines scharfen Messers beziehungsweise einer dementsprechenden Schere wird
    der Wurzelstock danach in die gewünschten Teile aufgeteilt
  • diese sollten dabei ungefähr 5 bis zu 7 Zentimetern lang sein
  • die einzelnen Wurzelstöcke werden nun in eine Kombination aus nährstoffreichen Substanzen gelegt
  • diese setzen sich zum Beispiel aus vermoderter Humuserde des Komposthaufens, Torf sowie groben Kies zusammen
  • es ist dabei äußerst empfehlenswert, dass jeder kleine Wurzelstock in einem separaten Topf (Minimum 12 Zentimeter Durchmesser) seinen neuen Platz findet.
Die Überwinterung des Hechtkrauts sollte stets im Innenbereich erfolgen

Geschützte schattig bis helle Standorte sind für das Hechtkraut in einem Outdoorbereich der optimale Pflanzbereich. Während der Winterwochen sollte das Hechtkraut:
  • unbedingt vor Frösten geschützt werden
  • dies bedeutet, dass die einzelne Pflanze beispielsweise im Haus in ein großzügiges Aquarium gesetzt wird
  • steht das Hechtkraut während des Sommers bereits in einem kleineren wassergefüllten Behälter kann dieser auch im Winter im Innenbereich als Standort dienen, da auch während der Überwinterung ein gewisser Wasserstand benötigt wird, um die Ruhezeit der Pflanze zu gewährleisten und Krankheiten vorzubeugen
  • zu Beginn des Frühjahrs können somit erste neue gesunde Triebe am Hechtkraut erscheinen
  • ist kein Frost mehr zu erwarten, kann das Gewächs seinen ursprünglichen Standort im Gartenbereich wieder einnehmen.
Bekommt das Hechtkraut speziell während der Überwinterung weiche und gelbe Blätter, kann ein Virus dafür verantwortlich sein. Extrem trockene, aber auch nährstoffarme Erde kann zum Beispiel ein

Grund dafür sein. In diesem Fall muss die Umpflanzung in wesentlich ausgewogeneren Erdboden erfolgen. In manchen Fällen ist das Hechtkraut allerdings verloren und muss entsorgt werden. Manchmal ist auch ein Pilzbefall am Hechtkraut zu beobachten, welcher mit einem klassischen Pilzmittel optimal zu bekämpfen ist.

Pflanzen und Tipps zur Pflege

PontederiaHechtkraut pflanzt man am besten in einen Pflanzkorb. Dadurch kann man den starken Wuchs der Pflanze eindämmen und sie im Winter auch einfacher aus dem Wasser nehmen, um sie in einer tieferen, frostfreien Zone zu überwintern. Dort erfrieren die Rhizome nicht und treiben im nächsten Jahr wieder aus. Wenn die Pflanze im Haus überwintert wird, dann an einem hellen und kühlen Ort. Die oberirdischen Pflanzenteile werden vorher abgeschnitten. Das Pflanzsubstrat muss gleichmäßig feucht gehalten werden.

Das Hechtkraut bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Am besten wächst es auf nassem, kalkarmen, schlammigen Boden. Am üppigsten gedeiht es bei einer Wassertiefe von 20 bis 30 Zentimetern. Im Schatten fällt die Blüte sehr mager aus. In den kältesten Monaten im Jahr sollte die Zone rund um die Pflanzen kräftig gemulcht werden.

Im Herbst kann das Hechtkraut ordentlich gestutzt werden. Es treibt dann im Frühjahr gut wieder aus.
Das Hechtkraut wird durch Teilung der Rhizome vermehrt oder durch die Aussaat im Frühjahr. Sie Samen keimen am besten in einem Gemisch aus Sand und Torfmull zu gleichen Teilen. Dieses muss gleichmäßig feucht gehalten werden.  Bei der Wurzelteilung muss darauf geachtet werden, dass das Klima schon mild ist und die Pflanzen schon mit dem Wachstum begonnen haben. Bei zu kaltem Wetter können die Wurzeln abfaulen.

Durch sein gutes Wachstum hat das Hechtkraut eine reinigende Wirkung auf Teichwasser.