Pflanzenreichtum im Gartenteich

Pflanzenreichtum im Gartenteich GartenteichDie Bepflanzung des eigenen Gartenteiches ist einer der wichtigsten Aspekte, die man bei der Errichtung eines Teiches beachten sollte.

Pflanzen sollte man nicht nur aus dekorativen Gründen verwenden. Sie dienen unter anderem auch als Schutz, Unterschlupf und Laichplatz für die verschiedensten Teichbewohner. Zudem sind sie sowohl als Kläranlage als auch als Sauerstofffabrik in einem funktionierenden Teichsystem.
Als positive Nebenwirkung bieten sich, durch eine breite Artenvielfalt der Wasserpflanzen riesige gestalterische Möglichkeiten.
Zunächst sollte man die drei Wasserzonen eines Gartenteiches beachten. Man unterscheidet in Tiefwasserzone,

Flachwasserzone und Uferzone.

Die Tiefwasserzone ermöglicht Fischen einen idealen Überwinterungsplatz und Schutz bei drohenden Gefahren. Sie sollte im Idealfall 100 cm tief sein und im Winter nicht ganz durchfrieren.

Für die Tiefwasserzone eignen sich Wasserpflanzen wie
  • Wasserpest
  • Hornblatt
  • Quirliges Tausendblatt
  • Krauses Laichkraut
Die Flachwasserzone wird auch als Übergangszone zwischen Tiefwasser - und Uferzone bezeichnet. Sie sollte etwa 30-50 cm tief sein. Dieser Abschnitt des Teiches ist besonders für Pflanzen geeignet, die intensiv für die Reinigung des Wassers sorgen.

Typische Pflanzen für die Flachwasserzone sind
  • Nadelsimse
  • Wasserschlauch
  • Wasserfeder
Die Uferzone dient als Übergang zum Sumpfbereich. Hier erwärmt sich das Wasser sehr schnell. Die Tiefe sollte nicht mehr, als bis zu 30 cm betragen und zum Ufer hin immer flacher werden.

Seerosen im Gartenteich
src="http://www.hausgarten.net/images/stories/seerosen-teich_fl.jpg" height="188" width="250" />Für die Bepflanzung des Uferbereichs eignen sich nicht nur die typischen Wasserpflanzen, sondern auch alle anderen Pflanzen, die gut mit einem überfluteten Boden und Staunässe zurechtkommen. In dieser Hinsicht wären beispielsweise die Sumpfcalla, die Sumpfdotterblume und die Gauklerblume zu nennen.

Besonders geeignet für die Bepflanzung eines Koiteiches sind Seerosen mit großen Schwimmblättern.

Diese sehr beliebten Wasserpflanzen gibt es in unzähligen Sorten, die sich rein optisch durch die Größe und die Farbe ihrer Blüten unterscheiden. Außerdem blühen einige Arten schon ab dem Frühling, andere erst im Hochsommer. Bei der Auswahl einer Seerose ist aber vor allem darauf zu achten, für welche Gewässertiefen die einzelnen Sorten geeignet sind. So reicht manchen Seerosen schon ein Wasserstand von etwa 20 Zentimetern aus, während andere eine Teichtiefe von einem Meter oder mehr benötigen. Letzere nehmen in der Regel durch ihre großen Blätter und Blüten auch auf der Oberfläche des Teichs mehr Raum ein als die kleinen Sorten. Sie sollten daher nicht zu dicht gesetzt werden, damit jede Pflanze genügend Platz für ihr Wachstum hat und die Teichoberfläche nicht komplett bedeckt wird. Schöne Sorten für einen kleinen und flachen Teich sind die Ellisiana, die Froebeli und die Aurora. Für mittlere Tiefen ab etwa 50 Zentimetern eignen sich die Candidissima, die Chubby oder die Exquisita mit ihren kräftig rosafarbenen Blüten. Nur in tieferen Bereichen des Teichs gedeihen dagegen die Amabilis, die Charles de Meurville und die Escarboucle. Trotz der vielen Unterschiede bei den Sorten benötigen fast alle Seerosen jedoch einen möglichst hellen Standort, wo sie täglich mehrere Stunden von der Sonne beschienen werden. Nur wenige Sorten wie die Fritz Junge, die Rosennymphe oder die Tetragona bilden auch im Halbschatten noch ausreichend Blüten.

Bei der Bepflanzung sollte man unbedingt darauf achten, dass man keine Pflanzen aus der Natur entnimmt. Durch " Wildpflanzen " können Schädlinge in den Teich überführt

werden. Zudem ist die Entnahme von Pflanzen aus der Wildnis gesetzlich verboten. Die beste Beratung zur Gartenteichbepflanzung erhält man im Fachhandel.

Eine spezielle Bepflanzung ist für einen Koiteich notwendig. Kleine, feingliedrige Pflanzen werden in einem kurzen Zeitraum von den prächtigen Fischen zerfressen. Daher bietet es sich an, robuste Pflanzentypen zu verwenden, oder eine speziell abgetrennte, für die Koi unerreichbare, Sumpfzone zu errichten. Besonders geeignet für die Bepflanzung eines Koiteiches sind Seerosen mit großen Schwimmblättern.