Tannenwedel-Pflanze - Pflege im Teich

Tannenwedel-Pflanze - Pflege im Teich Ein reizvoller Gartenteich benötigt stets die optimalen Wasserpflanzen. Sie verleihen ihm ein markantes Gesicht und dienen im Besonderen dem biologischen Gleichgewicht. Somit ist zu empfehlen, dass ungefähr 30 Prozent der Wasseroberfläche mittels ausgesuchter Wasserpflanzen bedeckt sein sollte. Die jeweiligen Gewächse sind, zum Beispiel innerhalb von Pflanzkörben gesetzt, äußerst pflegeleicht.

Die Tannenwedel-Pflanze grenzt das Algenwachstum ein

Die Flachwasserzone liegt direkt an der Sumpfzone und verfügt über eine Wassertiefe bis zu 50 Zentimeter. Dieser Bereich befindet sich oftmals rundum den gesamten Teich, sodass eine naturnahe Abstufung mit einer bestimmten

Breite erreicht wird. Hierbei liegen die Pflanzenwurzeln komplett unterhalb der Wasserlinie, manchmal auch ein gewisser Anteil des Gewächses. Einige Wasserpflanzenarten ziehen den Wuchs im Ganzen unterhalb der Wasseroberfläche vor.

Die Tannenwedel-Pflanze (Hippuris vulgaris) ist ein Mitglied der Wegerichgewächse sowie eine Blühpflanze. Ihren Namen bekam sie aufgrund der Ähnlichkeit mit Tannenzweig-Spitzen. Tannenwedel-Pflanzen stehen mit Vorliebe allein:
  • jedoch dicht aneinander gedrängt in tieferen Gewässern und vermitteln den Charme eines winzigen Tannenwalds
  • diese genügsamen Gewächse gedeihen ebenso im Flachwasserbereich, wo sie eine Höhe von etwa 40 bis zu 50 Zentimetern über der Wasseroberfläche erreichen können und sind gegenüber den individuellen Wasserwerten äußerst tolerant
  • die Tannenwedel-Pflanze entzieht dabei dem Teichwasser Nährstoffe und verhindert auf diese Weise ein unkontrolliertes Algenwachstum
  • der Tannenwedel kann sich selbst in kaltem Wasser behaupten und spendet dem Teichwasser während der Winterwochen dringend benötigten Sauerstoff.
Die Blühzeit und weitere Besonderheiten der Tannenwedel-Pflanze

Der robuste Tannenwedel zieht:
  • sonnendurchflutete Standorte vor, kann jedoch auch in halbschattigen Bereichen gut gedeihen
  • die Böden im Teich sollten über reichhaltige Nährstoffe verfügen sowie kalkhaltig sein
  • die Temperatur des Wassers darf dabei keinesfalls zu gering ausfallen (idealerweise sommerwarm)
  • langsam fließendes oder stehendes Wasser ist für den Tannenwedel ideal
  • die optimale Tiefe des Wassers liegt etwa zwischen 20 und 50 Zentimetern
  • um gut anzuwachsen, ist ein Pflanzkorb für den Tannenwedel empfehlenswert.
Die beste Zeit, um die Tannenwedel-Pflanze zu setzen, befindet sich zwischen März und Mai. In der Zeit zwischen Mai sowie August entwickelt die Tannenwedel-Pflanze oberhalb der Wasserlinie winzige rötlich/braune
Blüten ohne jegliche Kronblätter an den aufrecht ragenden Wedeln. Der Staubbeutel zeigt dabei eine rötliche Farbstellung. Die Wedel unterhalb der Wasseroberfläche bilden keinerlei Blüten aus und ihre Blätter hängen in diesem Bereich schlaff herab. Tannenwedel sind zudem immergrün wie auch winterhart und verbreiten sich sowohl mittels Ausläufer und Samen. Die Tannenwedel-Pflanze eignet sich speziell zur Setzung innerhalb von Klärzonen des Teiches, da sie überschüssige Nährstoffe absorbiert und somit die Algenbildung reduziert. Nimmt sie diese Aufgabe wahr, wird im Herbst ein Rückschnitt benötigt, um zu verhindern, dass die gespeicherten Nährstoffe wieder im Teichwasser landen.

Die Pflege und Vermehrung der Tannenwedel-Pflanze

Da der Tannenwedel stets ein starkes Wachstum vorweist:
  • ist sorgfältiges sowie regelmäßiges Ausdünnen sehr empfehlenswert
  • damit das Wachstum von Beginn an etwas unter Kontrolle behalten wird, ist ein Pflanzkorb bei der Kultivierung unerlässlich
  • Triebe, welche den Korbrand überwinden, können somit ohne große Mühe abgeknipst werden
  • die Tannenwedel-Pflanze vermehrt sich zum Beispiel auch mittels ihrer Früchte, welche von Wasservögeln ungewollt weitergetragen werden
  • eine gewollte Vermehrung kann über die Ausläufer der Mutterpflanze im Frühjahr wie auch im Herbst erfolgen
  • diese werden lediglich abgetrennt und können sofort wieder eingepflanzt werden.
Im Allgemeinen entziehen speziell wurzelnde Wasserpflanzen dem Teichgrund Nährstoffe und versorgen ihn im Gegenzug mit wertvollem

Sauerstoff, welcher wiederum einer Fäulnis entgegenwirkt. Frei treibende Pflanzen entziehen dagegen dem Teichwasser Nährstoffe, wodurch eine positive Konkurrenz zu den Schwebealgen entsteht. Zudem beschatten sie das Teichwasser, bieten einen sicheren Landeplatz für Insekten und einen wesentlichen Schutz für die Bewohner des Wassers. Allerdings sind derartige Pflanzen sehr anfällig für Blattläuse.

Wissenswertes zur Pflanze

Tannenwedel bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort in 20 bis 50 Zentimeter tiefem Wasser. Stehende oder langsam fließende Gewässer sind ideal. Sie sollten außerdem nährstoff- und kalkreich sein. Ein Schlammboden ist bestens geeignet. Das Wasser sollte sommerwarm sein.

Der Tannenwedel entzieht dem Teichwasser Nährstoffe und grenzt so das Algenwachstum ein. Die Pflanze kommt auch mit kaltem Wasser zurecht und ist deshalb auch im Winter ein geeigneter Sauerstoffspender für das Teichwasser.

Da Tannenwedel stark wuchert, ist regelmäßiges ausdünnen empfehlenswert. Um den starken Wuchs der Pflanze zu unterbinden, kann sie auch in einem Pflanzkorb kultiviert werden.  Triebe, die über den Korbrand wachsen, können problemlos abgeknipst werden.

Die Vermehrung des Tannenwedels erfolgt unter anderem durch die Früchte der Pflanze. Wasservögel verbreiten sie ungewollt.

Die gewollte Vermehrung von Tannenwedel geht über Ausläufer der Hauptpflanze im Frühjahr oder Herbst. Man trennt diese ab und kann sie sofort wieder einsetzen.