Apfelschnecke - 16 Fakten zu Haltung und Fortpflanzung

Apfelschnecke - 16 Fakten zu Haltung und Fortpflanzung

Es gibt recht viele unterschiedliche Apfelschnecken. Sie sind ziemlich beliebt, was nicht zuletzt daran liegt, das sie recht groß werden können, immerhin zwischen 5 und 15 cm, abhängig von ihrer Art.

apfelschnecke-wasserschnecke-aquarium flDiese Schnecken kommen in Bächen, Sümpfen, Teichen, Seen und Flüssen vor. Zwar werden stehende Gewässer bevorzugt, aber einige Arten haben sich gut an fließendes Wasser angepasst.

Die Apfelschnecke ist oft an ihrem großen, grünlichen Gehäuse zu erkennen, das in der

Form einem Apfel ähnelt. Für Aquarianer gibt es im Handel wunderbar gelbe Apfelschnecken, sehr auffällig. Inzwischen gibt es sogar blaue Exemplare, lila, rosa, weiße und viele andere Farben. Typisch für die Apfelschnecke ist das zweite Fühlerpaar am Maul. Daran kann man sie gut erkennen.

Haltung

  1. Die Apfelschnecke kann mit Lungen und Kiemen atmen. Sie ist ideal an das Leben im Wasser angepasst und kommt auch mit sauerstoffarmem Wasser zurecht. Sie steigt dann an die Wasseroberfläche und holt sich dort frische Luft.
  2. Bei Trockenheit kann sich die Apfelschnecke in den Boden eingraben und ihr Haus verschließen. So finden die Tiere auch Schutz vor Fressfeinden.
  3. Einige Apfelschnecken haben noch eine
    anatomische Besonderheit, ein Siphon zur Atmung. Mit diesem Schlauch können sie auch unter der Teichoberfläche Frischluft atmen.
  4. Die Apfelschnecke bevorzugt Temperaturen zwischen 18 und 28 ˚C. Je wärmer das Wasser, um so aktiver sind die Schnecken.
  5. Bei höheren Temperaturen reduziert sich die Lebensdauer.
  6. Normalerweise wird eine Apfelschnecke etwa 4 Jahre alt, bei zu warmen Wasser nur etwa 1 Jahr. Ideal für ein langes Leben sind 18 ˚C.
  7. Die Reproduktion steigt dagegen mit der Temperatur.
  8. Apfelschnecken sind Allesfresser. Sie fressen abgestorbene Pflanzenteile und Laub, aber einige Arten auch gesunde Pflanzen. Die Schnecken fressen auch Algen und Kleinstorganismen, Aas, andere Schnecken, Fischgelege und ähnliches.
  9. Apfelschnecken mögen kein kaltes Wasser. Sie überleben den Winter im Teich nicht.
  10. Wenn die Apfelschnecke an die Teichoberfläche steigt, ist sie von Vögeln bedroht. Gerade Amseln fischen sie ganz gekonnt aus dem Wasser.

Fortpflanzung

  1. Die Apfelschnecke ist getrenntgeschlechtlich.
  2. Eier werden bei den meisten Arten über der Wasseroberfläche abgelegt.
  3. Die Weibchen legen sie an einen Stängel einer aus dem Wasser ragenden Pflanze.
  4. Einige Arten legen die Eier auf Wasserpflanzen ab.
  5. Die jungen Schnecken schlüpfen nach 2 bis 6 Wochen und fallen ins Wasser.
  6. Sie wachsen relativ schnell heran. Im Alter von 7 Monaten werden die Apfelschnecken geschlechtsreif.

Fazit der Redaktion
  • Es gibt viele verschiedene Arten von Apfelschnecken. Da einige von ihnen Pflanzen als Nahrung bevorzugen, sollte man sich beim Kauf auskennen. Mehrere Exemplare von der pflanzenfressenden Art können die Teichpflanzen ziemlich dezimieren.
  • Im Winter klärt sich das Problem, da diese Schnecken nur hohe Temperaturen mögen. Bei besonders schönen Exemplaren lohnt das Absammeln und die Überwinterung im Haus, im Aquarium.