Blasenschnecke - 16 Fakten zu Haltung und Vermehrung

Blasenschnecke - 16 Fakten zu Haltung und Vermehrung

Blasenschnecken erkennt man an ihrem linksgewundenen glänzend-glatten Gehäuse, welches in einer kurzen Spitze endet (die meisten Gehäuse sind rechtsdrehend). Die Schnecke selbst besitzt lange, dünne Fühler, die spitz zulaufen. An der Basis der Fühler sitzen die Augen.

gartenteich6 flDiese Schnecken bewegen sich ziemlich schnell. Sie leben in stehenden und langsam fließenden Gewässern und sind auf der ganzen Welt anzutreffen. Sie kommen oft sogar mit schlechten Wasserqualitäten und saurem Wasser zurecht. Die Blasenschnecke ist

eine Lungenschnecke. Die Kiemen haben sich zurückgebildet. Die Schnecke atmet durch das Dach der Mantelhöhle. Zu erkennen ist sie auch noch an den horizontalen Schleimfäden, an denen sie sich schwebend durchs Wasser bewegt.

Haltung

  1. Am liebsten fressen Blasenschnecken vermodernde Pflanzenteile und Detrius, (zerfallene organische Substanzen) nehmen aber auch Algen zu sich und das in großen Mengen.
  2. Sie kommen mit Temperaturen von 0 bis 30 ˚C zurecht.
  3. Der pH-Wert des Wassers sollte zwischen 5 und 9,5 liegen, ist aber eigentlich nicht so wichtig.
  4. Fische und andere, meist größere Schnecken sind starke Konkurrenten. Fische fressen die Schnecken
    auch.
  5. Ist zu wenig Futter vorhanden dezimiert sich der Bestand der Blasenschnecken recht schnell und sie gehen an die Pflanzen.
  6. Bei zu viel Futter beginnt schnell eine massenhafte Vermehrung.
  7. Die Blasenschnecke kann auch in Gewässern mit schlechtem Wasser überleben.
  8. Blasenschnecken werden nur wenige Monate alt. In dieser Zeit vermehren sie sich aber reichlich.

Vermehrung

  1. Die Blasenschnecke ist ein Zwitter.
  2. Trotzdem erfolgt die Befruchtung durch ein anderes Tier. Eine Schnecke übernimmt den Part des Weibchens, ein anderes den des Männchens.
  3. Nach ein paar Tagen wird das Geschlecht getauscht. Das ehemalige „Männchen“ legt dann die Eier ab.
  4. Die Eigelege werden hauptsächlich an Pflanzen geheftet. Solch ein Gelege enthält 5 bis 50 Eier.
  5. Bei 20 ˚C und mehr benötigen die Eier nur 7 Tage zum Reifen. Je wärmer das Wasser ist, desto besser entwickeln sich die Jungschnecken im Ei.
  6. Die kleinen Schnecken sind beim Schlüpfen vollständig entwickelt.
  7. Bis zur Geschlechtsreife dauert es bei hohen Wassertemperaturen auch nur 4 Wochen, dann startet der Zyklus von Neuem.
  8. Eine massenhafte Vermehrung der Blasenschnecke deutet häufig auf zu viel Futter der Teichfische hin.

Fazit der Redaktion
  • Die Blasenschnecke ist ein guter Algenvernichter, wenn es keine andere Nahrung gibt.
  • Allerdings ist die Schnecke sehr klein und dient daher Fischen, Krebsen und auch anderen Schnecken als Nahrung. Bei reichlich Futter neigt sie zu massenhafter Vermehrung und kann schnell zur Plage werden.
  • Die Jungen reifen in nur 5 Wochen von der Eiablage bis zur geschlechtsreifen Schnecke heran und fangen mit der Vermehrung an. Bei idealen Temperaturen hat man schnell den ganzen Teich voll Schnecken und die Pflanzen werden vertilgt und die Fische fett.