Goldfischzucht im Gartenteich - wichtige Voraussetzungen

Goldfischzucht im Gartenteich - wichtige Voraussetzungen

Goldfische sind ein Highlight in jedem Gartenteich. Durch ihre intensive Farbe sind sie im Wasser gut zu sehen und können leicht beobachtet werden. Aus nur wenigen Exemplaren lässt sich recht einfach eine große Gruppe Goldfische züchten.

goldfisch2Allerdings sehen nicht nur wir Menschen die Tiere im Teich gut und schnell, sondern auch ihre natürlichen Feinde, Katzen, Reiher und andere Räuber. Ruckzuck kann es passieren, dass der Teich leergefischt ist.

Goldfische sollten nicht einzeln gehalten werden.

Sie leben in Gruppen ab sechs Exemplaren. Nur so fühlen sie sich wohl und fangen an, sich zu vermehren. Was man wissen sollte ist, dass Goldfische Amphibien aus jedem Gartenteich verdrängen. Entweder haben Sie Goldfische im Teich oder Amphibien, beides geht nicht.

Natürlich müssen ausreichend männliche und weibliche Goldfische vorhanden sein. Ist die Laichzeit gekommen, erkennt man an der Kloake, welche von ihnen Männchen und welche Weibchen sind. Bei den Weibchen stülpt sich die Genitalpapille wie ein kleiner Schlauchansatz heraus. Bei den Männchen ist es eine kleine Spitze.

Beschaffenheit des Teiches

  • Der Teich muss groß und tief genug sein.
  • Wenn man den Uferrand so anlegt, dass kein Reiher dort Halt findet, hat man schon einen grundlegenden Schutz vor diesem Räuber. Günstig ist, das Ufer steil einzurichten, zumindest an zwei Seiten und die flachen Bereiche mit runden Steinen abzudecken. Darauf kann der Vogel nicht
    stehen und landen.

  • Sandiger Boden im Teich ist günstig für Goldfische, die gern gründeln.
  • Die Teichpflanzen setzt man am besten in Pflanzgefäße, so sind sie vor dem „Ausgraben“ geschützt.
  • Die Wasserqualität muss gut sein, nur so fühlen sich Goldfische wohl.

  • Wassertemperaturen ständig über 20 °C sind ungünstig. In diesem Fall ab und zu etwas Wasser ablassen und frisches, kaltes Wasser zuführen!
  • Pflanzen, an die der Laich angeheftet wird, sollten feine Blätter haben!
Schutz vor Fressfeinden

Schutz vor Fressfeinden bieten Netze, die straff über den Teich gespannt werden. Das sieht zwar nicht so toll aus, schützt aber zuverlässig.

Fütterung

  • Das Füttern einstellen, wenn die Wassertemperaturen unter 10 °C sinken!
  • Nie zu viel füttern! Immer nur so viel, wie in zwei bis drei Minuten gefressen wird.
  • Immer an derselben Stelle füttern!
  • Günstig ist die Benutzung eines Futterrings.
  • Futter mit hohem Pflanzenanteil verwenden, damit nicht die Teichpflanzen gefressen werden!
gartenteich-winter flÜberwinterung

Normale Goldfische können den Winter im Teich verbringen. Voraussetzung ist, der Teich ist tief genug (am besten über 1 Meter) und friert im Winter nicht bis unten durch. Wenn eine Eisdecke auf dem Teich ist, ein Loch offen lassen, damit Faulgase entweichen können! Neuzüchtungen von Goldfischen, die sehr hochgezüchtet sind, überstehen den Winter besser in einem entsprechenden Aquarium. Sie brauchen wärmeres Wasser.

Goldfische laichen nur, wenn bei der Überwinterung Wassertemperaturen von unter 15 °C herrschen. Am besten ist es, die Temperatur einige Wochen auf 5 bis 8 °C abzusenken. Außerdem sollte die Tagesbeleuchtung auf 6 bis 7 Stunden reduziert werden - das alles etwa acht Wochen lang. Dabei den regelmäßigen Wasserwechsel nicht vergessen!

Allgemeines

  • Goldfische und auch andere Fische fressen gern den Laich und auch die Jungfische.

    Günstig ist es, den Laich abzusammeln und in ein extra Becken einzusetzen.
  • Jungfische im Teich benötigen genügend Verstecke. Ideal ist eine große Flachwasserzone, wo größere Fische nicht hinkönnen.
Fazit der Redaktion

Goldfische zu züchten, ist nicht schwer. Ganz im Gegenteil: Man muss eher aufpassen, dass man keine Goldfischschwemme auslöst. Ein Weibchen legt bis zu 6.000 Eier. Je nach Bedingungen, können daraus viele kleine Goldfische entstehen.