Chili anbauen-Aussaat, Aufzucht, Anbau, Anpflanzen

chili2_flWer gern Chili isst und versuchen möchte, ihn selbst anzubauen, hat dabei ganz gute Erfolgschancen. Auch wenn Chili eigentlich aus warmen Regionen stammt und sich hier in natürlicher Form kaum heimisch fühlt.

Bevor man den Chili anbaut, sollte man sich überlegen, welche Sorte(n) man gern hätte.

Es gibt verschiedene Chilisorten, aber auch Paprika und Cayenne fallen unter diese Kategorie. Der ideale Standort ist von Art zu Art verschieden, ebenso die Pflege.

Woher bekommt man nun die Samen? Zum einen könnte man sie

aus den Früchten der Vorjahresernte nehmen, besonders bei heimischen Paprikaarten ist dies durchaus erfolgsversprechend. Aber auch verschiedene Gemüsehändler bieten Samen an oder können sie bestellen. Dies ist auch via Internet möglich.

Die Aussaat

Es ist leider nicht möglich, eine pauschale Aussaatzeit für Chilis anzugeben, da diese von der Keimdauer der einzelnen Arten abhängt. Wer Samen in der Packung kauft, hat Hinweise auf jener stehen. Generell kann man sagen, dass es sinnvoll ist, Chilis früh auszusäen. Man kann dazu einfache Aufzuchterde benutzen. Besonders wichtig für alle Sorten ist Wärme, da sie ja ursprünglich aus warmen Gegenden stammen. Zwischen 20° und 25 Grad Celsius ist gut, ein kleines Aufzuchthäuschen sinnvoll, aber kein Muss. Eine einfache Dämmung aus Styropor zwischen Fenster und Pflanze reicht auch vollkommen.

/>Manche Arten sind Lichtkeimer, sie keimen also nur bei direktem Lichteinfall. Andere Sorten hingegen kann man leicht unter die Erde drücken. Nur nicht zu fest, da die Samen sehr empfindlich sind.

Standort und Pflege

Da Chilis aus warmen Regionen stammen, mögen sie es sehr warm und sie lieben Sonne. Daher eignen sich Standorte auf der Süd-, Südwest- oder Westseite des Hauses oder der Wohnung. Nur bei jungen Pflanzen sollte darauf geachtet werden, sie nicht zu plötzlich in pralle Sonne zu stellen, da sie sonst einen richtigen "Sonnenbrand" davontragen.

Chilis sollten nicht zu viel gegossen werden, da die Wurzeln leicht zu faulen beginnen. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass die Temperatur auch nachts nicht geringer als 5 Grad Celsius wird, damit die Pflanzen keinen Schaden davontragen. Auch mit Dünger kann man sparsam sein, während sie allerdings stickstoffreichen Boden mögen, da sie sogenannte Starkzehrer sind.

Es gibt einjährige und mehrjährige Chilipflanzen, mit denen man auch durchaus weiterzüchten könnte.

Die Überwinterung

Die mehrjährigen Chilis müssen natürlich lebend über den Winter gebracht werden, wenn man weiterhin etwas von ihnen haben möchte.

Die Überwinterung funktioniert hier ähnlich wie bei Kübelpflanzen. Am besten stellt man sie in einen unbeheizten, hellen Raum, z.B. ins Treppenhaus. Gelegentlich sollte man sie mit Wasser abbrausen, um Milbenbefall und ähnlichem vorzubeugen. Außerdem neigen Chilis dazu, sich im Winter Krankheiten zuzuziehen, auch das sollte im Auge behalten und ggf. mit Spezialmitteln behandelt werden.

Die Ernte

Da Chilis eine lange Reifzeit haben, werden sie erst recht spät im Jahr geerntet. Je nach Art kann die Erntezeit zwischen September und November liegen. Einige Sorten können noch "grün" geerntet werden, bei den meisten empfiehlt es sich wegen des Aromas aber, die volle Reifezeit abzuwarten.