Kletter-Zucchini & - Anbau und Pflege

Zucchini eignen sich ideal für AufläufeKletter-Zucchini haben den Vorteil, dass sie nicht so viel Platz in der Breite benötigen. Zudem lassen sie sich auch ohne Bücken leicht ernten. Zucchini (Cucurbita pepo) brauchen viel Wasser und Nährstoffe. Gedüngt werden können sie mit einem Langzeitdünger, der eine extra Portion Kalium enthält. Dadurch sollen aromatische Früchte sowie kräftige Pflanzen entstehen.

Ansprüche an den Standort

Kletter-Zucchini können auch in einem Pflanztopf kultiviert werden. Dieser sollte jedoch nicht zu klein dimensioniert werden, damit die Pflanze genügend Nährstoffe

bekommt. Als Minimum sollte man für eine kletternde Zucchini-Pflanze ein Pflanzgefäß mit einem Volumen von zehn Litern verwenden. Wird die Kletter-Zucchini direkt in den Garten gepflanzt, dann sollte der Boden mit Kompost vermischt und auch etwas gemulcht werden. Für diese einjährige Pflanze sollte ein sonniger bis halbschattiger Standort gewählt werden.

Aussaat und Pflege

Die Samen können von April bis Anfang Juni ausgesät werden. In raueren Gebieten ist eine Vorkultur im Zimmer oder in einem warmen Gewächshaus zu empfehlen. Damit kann dann auch schon im März begonnen werden. Die Aussaat kann auch in kleinere Töpfe erfolgen. Dann kann man die Pflanzen bei entsprechender Wärme tagsüber in den Garten oder auf den Balkon und nachts in die Wohnung oder ins Haus stellen. Umgesetzt werden können Jungpflanzen, sobald sie vier Blätter haben. Ins Freie sollten die sonnenhungrigen Pflanzen allerdings erst nach den Eisheiligen also Mitte / Ende Mai gepflanzt werden. Die
Kletter-Zucchini erfordert einen geringen bis mittleren Pflegeaufwand. Am besten pflanzt man mindestens zwei Zucchini.

Weniger anspruchslos ist sie hinsichtlich ihres Wasserbedarfs, der ist nämlich relativ hoch. Je kleiner der Topf umso öfter muss gegossen werden. Gegossen werden sollten die Zucchinipflanzen immer von unten her. Das heißt, die Blätter selbst sollten möglichst nicht benetzt werden. Ähnlich wie bei Tomaten kann man zwischen die einzelnen Pflanzen in die Erde Pflanztöpfe mit der Öffnung nach oben eingraben. So entstehen Trichter in die man mit der Gießkanne - ohne Brauseaufsatz - Wasser füllen kann. Wie alle Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) mögen auch die Kletter-Zucchini keine Staunässe. Für ein gutes Gedeihen sind neben den reichlichen Wassergaben auch noch gleichmäßige Temperaturen von mehr als 16 Grad erforderlich.

Rankhilfen

Kletter-Zucchini, wie zum Beispiel die Sorte Black Forest, braucht beim Ranken Unterstützung. Verwendet werden können Gitter, Tomatenspiralstäbe, Schnüre oder auch Kletterdrähte bzw. -seile. Da sie nicht von selbst klettert, muss sie an dem Rankgerüst bzw. der Kletterhilfe angebunden werden. Bei einer fehlenden Rankhilfe oder wenn sie nicht aufgebunden wird, breitet sich die Kletter-Zucchini kriechend auf dem Boden aus. Zum Hochbinden sollten auf jeden Fall breite Bänder verwendet werden, damit die empfindlichen Pflanzenstengel nicht verletzt werden. Das können Pflanzenbast, Jutestreifen oder auch Mullbinden sein - etwa aus dem ausrangierten Autoverbandskasten.

Tipps für den Gourmet

Besonders aromatisch schmecken die etwa 10 bis 25 Zentimeter langen noch jungen Früchte. Sie lassen sich zu Aufläufen, Suppen, gegrilltem Gemüse verarbeiten oder gut gewürzt auch einlegen. Aber auch die dottergelben Blüten der Zucchini sind eine echte Delikatesse. Die Blüten, welche sich am Vormittag öffnen, können zum Beispiel in Omelette- oder Bierteig gewendet und in Öl gebacken oder mit Frischkäse oder Ricotta gefüllt

werden. Vorher sollte man jedoch genau wie bei der Kapuzinerkresse auch prüfen, dass sich in der Blüte keine Insekten befinden.