Blattgemüse - Arten/Sorten und Anbau

FeldsalatViele Gerichte der heimischen Küche wären ohne die Zugabe von Blattgemüse undenkbar. Die vielzähligen Sorten bringen Abwechslung und Gesundheit auf den Teller und können mannigfaltig eingesetzt werden. Dabei spielt es nicht immer zwingend eine Rolle, ob man das Gemüse als Rohkost oder gekocht verzehrt. Alles haben aber alle Sorten gemeinsam, sie schmecken am besten frisch zubereitet. Unter Blattgemüse zählen all die Sorten, deren Stiele und Blätter genießbar und somit verzehrbar sind.

Wer sich mit dem Anbau von Blattgemüse auseinander setzen möchte, der sollte

einige Tipps beachten. Nur so kann sichergestellt werden, dass man am Ende eine reichhaltige Ernte hat. Zuerst einmal sollte man wissen, welche Sorten zum Blattgemüse zählen. Im Groben zusammengefasst unterscheidet man hierbei fünf Unterarten. Kohlgemüse, Spinatgemüse, Lauchgemüse, Wildkräuter und natürlich die Blattsalate.

Anbau und Kultivierung

Dieses Gemüse ist besonders für Anfänger im gärtnerischen Tätigkeitsfeld geeignet. Die Aussaat und das Heranzüchten erfordern nicht sonderlich viel gärtnerisches Talent, dabei ist der Ertrag allerdings großzügig.

Durch die unterschiedlichen Saatzeiten der verschiedenen Sorten, sollte man beim frühen Aussäen auf ein Gewächshaus zurückgreifen. Hier kann unter optimalen Bedingungen der Samen heranwachsen und Keimlinge ausbilden. Vor allem für die unterschiedlichen Salatsorten ist diese Methode optimal geeignet. Hinzu kommt, dass die Jungpflanzen so auch vor Schädlingen, wie etwa Schnecken, geschützt sind. Für Salatsamen gilt zudem, dass diese immer gut mit Erde abgedeckt sein sollten, da Salat ein Dunkelkeimer ist. Je nach Wetterlage und Temperaturen beginnt man Ende März, Anfang April mit der Aussaat der Keimlinge und der restlichen Samen. Wer allerdings auf Nummer Sicher gehen möchte und seine Salatpflanzen vor Schädlingen schützen will, der behält die Jungpflanzen in der schützenden Umgebung des Gewächshauses.

Haben die Keimlinge dann erst einmal einige Blätter herausgebildet, so kann man mit dem Pikieren beginnen. Beim Setzen der einzelnen Pflanze ins Gemüsebeet, sollte man immer nach einer eigenen Reihenfolge vorgehen. So sollten zum Beispiel Kohlpflanzen immer getrennt von Salatpflanzen stehen. Kohl benötigt nämlich einen ausgezeichneten Dünger mit ausreichend Stickstoff. Außerdem neigt Kohl leicht zu Krankheiten. Die sogenannte Kohlhernie und die Adernschwärze sind nur zwei Beispiele dazu. Allgemein sollte man daher immer zu hochwertigem und gesundem Saatgut greifen. Außerdem darf auch die Pflege im Laufe der Wachstumsperioden nicht zu kurz kommen. So ist beispielsweise das Unkraut zwischen den einzelnen Pflanzen stets zu entfernen. Dabei ist es auch wichtig, dass die einzelnen Pflanzen nicht zu dicht aneinander stehen. Generell sollten sogenannte Anbauphasen von mindestens vier Jahren beachtet werden.

KohlSalatpflanzen werden vom späten Frühjahr bis hin zum ersten Frost geerntet. Vor allem der schmackhafte und nahrhafte Feldsalat ist im Winter eine willkommene Abwechslung. Dieser wächst im Gewächshaus oder unter sogenannten Wärmevlies oftmals das gesamte Jahr über ausgezeichnet. Generell gibt es winterharte Salatsorten. Diese können im Gewächshaus, oder im Freien ausgebracht werden. Dabei spielt auch das Alter der jeweiligen Pflanze eine enorme Rolle. So überstehen junge Pflanzen kältere Gradzahlen deutlich besser, als beispielsweise zwei Jahre alte Pflanzen. Es gilt der Grundsatz, je jünger die Pflanze ist, desto widerstandsfähiger kann sie sein.

Spinat kann ebenfalls bereits im Frühjahr als sogenannter Jungspinat geerntet werden. Dieser ist besonders
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zart und bekömmlich, sodass er auch roh verzehrt werden kann. Herbst- oder Winterspinat werden hingegen immer gegart oder gekocht gegessen. Diese Pflanzen haben keine besonderen Bedürfnisse an Boden und Klima. Die mehrjährigen Stauden sind frostfest und überwintern als Wurzel. Diese kann man sehr gut als Beetrandpflanzen nutzen. Um zu verhindern, dass die heruntergefallenen Samen im nächsten Frühjahr stark auflaufen, entfernt man rechtzeitig die Samenstände.

Blattgemüse kann auch als Kübel- oder Topfpflanze angebaut werden. Ein gutes Beispiel dafür in die Kultivierung von Schnittlauch. So können Hobbygärtner auch auf kleinstem Raum aktiv werden und ihre Pflanzen auf Fensterbrett und Balkon gedeihen lassen.

Das grüne und rote Blattgemüse kann dann vom Frühsommer bis hinein in den Herbst geerntet werden.
Einige Blattgemüsearten werden aufgrund ihres dekorativen Äußeren oftmals auch als Zierpflanze im Garten angepflanzt. Ein gutes Beispiel dafür ist zum Beispiel der Mangold.

Lagerung

Salatpflanzen sollten generell nur sehr kurz gelagert werden. Diese enthalten viel Wasser und können somit leicht verderben. Außerdem lässt auch der Geschmack während längerer Lagerung deutlich nach.

Kohl- und Lauchpflanzen können hingegen länger gelagert werden. Dabei ist lediglich zu beachten, dass das Gemüse kühl aufbewahrt wird. Außerdem sollte erhöhte Feuchtigkeit vermieden werden. Im Keller oder geschützt im Gartenhaus können diese Gemüsesorten den ganzen Winter über gelagert werden.

SalatWer sich also einmal als Hobby-Gärtner ausprobieren möchte, der sollte mit Blattgemüsesorten beginnen. Dabei muss nicht immer kategorisch und logisch nach einem entsprechenden Pflanzplan vorgegangen werden. Blattgemüse kann, je nach Aussaat, das ganze Jahr über genossen werden. Dabei ist es entscheidet, wo die einzelnen Pflanzen ausgebracht werden. Im Gewächshaus ist der Schutz vor Kälte und Schädlingen höher, als im Freiland. Wer in den warmen Monaten auf Nummer Sicher gehen möchte, der kann seine Salatpflanzen mit Hilfe von Kapuzinerkresse schützen. Diese wird nämlich von Schnecken gemieden und kann somit einen schützenden Zaun um das eigentliche Salatbeet bilden. Auch entsprechende Schneckenzäune aus Metall oder Kunststoff, welche oftmals für wenig Geld im Baumarkt erhältlich sind, können die Schädlinge von den Pflanzen fernhalten. Allgemein ist zu sagen, dass nicht immer sofort die Chemiekeule eingesetzt werden sollte. Schließlich baut man das Gemüse selbst an, um einen positiven Nutzen für die eigene Gesundheit und die der Familie zu erzielen. So fährt man auch mit Nützlingen oder anderen umweltschonenden Methoden gut gegen evtl. Schädlinge.
 
Wissenswertes über Blattgemüse

Das Gemüse kann leicht im Garten angebaut und fast ganzjährig geerntet werden. Die meisten Sorten verlangen nicht viel gärtnerisches Geschick. Jeder Anfänger kann sich an der Aussaat versuchen.

Die verschiedenen Sorten haben unterschiedliche Saat- und Erntezeiten. Wenn man zeitig aussät, dann am besten ins Gewächshaus. Das ist gerade für die Salatsorten gut geeignet. Im März beginnt man mit der Aussaat. Salat ist ein Dunkelkeimer, also die Samen gut abdecken. Wenn die Pflänzchen das dritte Blatt bekommen haben, werden sie pikiert. Im Gewächshaus kann man die Pflanzen auch besser vor Schnecken schützen. Die Jungpflanzen können später auch ins Freiland umgesetzt werden.

Auch Kohl kann leicht ausgesät werden. Nach dem Pikieren setzt man die Pflänzchen ins Beet. Um gut zu gedeihen braucht Kohl einen guten Dünger mit ausreichend Stickstoff. Zwischen den Pflanzen ist ständig das Unkraut zu entfernen. Kohl erkrankt öfters an Adernschwärze und Kohlhernie. Man beugt am besten vor, indem man gesundes Saatgut auswählt, nicht zu dicht pflanzt, Unkräuter bekämpft und Anbaupausen auf dem Beet von mindestens 4 Jahren einhält.

Blattgemüse wird häufig roh verzehrt. Salatsorten werden gemischt und mit einem leckeren und kalorienarmen Dressing serviert. Aus Rot- und Weißkohl werden Rohkostsalate hergestellt. Diese sind lecker und absolut gesund. Chicoree schmeckt gut im Obstsalat, aber auch im grünen Salat. Kresse kann ebenfalls als Salat gegessen werden, aber auch als Brotaufstrich, in Verbindung mit Frischkäse.

Spinat und Mangold werden in der Regel gegart, obwohl ganz junger Spinat auch roh sehr lecker schmeckt.
Blattgemüse ist lecker und gesund, egal ob es roh oder gegart genossen wird. Vor allem ist es so Kalorienarm, dass man so viel davon essen kann, wie man möchte.