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Rettich
Gemüsegarten - Gemüse & Gemüsearten

Rettich

Rettich eine Bereicherung für jeden Garten und jeden Tisch, er ist anspruchslos und benötigt wenig Platz. Den würzigen Geschmack verdankt dieses Knollengemüse den Senfölen, den sie beinhalten. Darüber hinaus ist der Rettich reich an Vitaminen und Mineralien. Unterschieden wird zwischen zwei Haupttypen: die großen, je nach Sorte roten, weißen oder schwarzen Rettiche, und die kleinen bis mittelgroßen, meist roten Radieschen.

Standort und Bodenvorbereitung: Beide Knollengemüse benötigen einen leicht feuchten und sonnigen Standort. Weiterhin ist ein nicht zu lockerer und nicht zu trockener Boden für die Zucht von Radieschen zu empfehlen. Zur Anpflanzung von Rettichen sollte der Boden tiefgründig gelockert sowie nährstoffreich sein.

Aussaat: Ab Anfang März erfolgt die erste Aussaat im Frühbeet oder unter Folie im Freiland. Von Mitte April bis Juni kann man mehrere Saaten im Freiland ausstreuen. Dabei sollte der Reihenabstand etwa 25-30cm und die Saattiefe ungefähr 2-3cm betragen. Nach dem Keimen sollte der Rettich unbedingt vereinzelt werden. Dabei beträgt der Abstand bei frühen Sorten etwa 15- 20cm, späte Sorten und vor allem die zum Teil riesigen japanischen Zuchtrettiche sollten auf 30- 40cm Abstand vereinzelt werden. Während der Aufzucht muss das Rettichbeet regelmäßig gegossen werden. Radieschen können ab Februar im Frühbeet oder im Freiland unter Folie ausgesät werden. Ab Mitte März bis Ende September ist die Aussaat ins Freiland möglich. Dafür sollte der Samen sparsam in Reihen, in einen Abstand von etwa 20cm ausgesät und mit einer zentimeterdicken Erdschicht bedeckt werden. Nach dem Keimen werden die Pflanzen auf ungefähr 5-10cm Vereinzelt. Die Aussaat und Anzucht muss immer gut feucht gehalten werden.

Mischkultur: Rettiche und auch Radieschen vertragen sich als Gemüse mit einem mittleren Nährstoffbedarf recht gut mit allen Bohnensorten. Auf das Nachbarbeet können auch ohne jegliche Bedenken Tomaten gepflanzt werden. Dagegen sollten Gurken und Kreuzblütler nicht in der Nachbarschaft platziert werden.

Pflege: Eine großzügige Versorgung des Pflanzenbeetes mit Wasser ist die wohl wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen Anbau von Rettich.

Ernte und Lagerung: Etwa 8-10 Wochen rechnet man bei den Rettichen von der Aussaat bis zur Ernte. Späte Sorten benötigen in der Regel noch etwas länger, hier muss man dann schon mit 13 -15 Wochen rechnen. Die Knollen sollten noch bevor sie ganz ausgewachsen sind geerntet werden, damit sie knackig und aromatisch bleiben. Zu spät geerntete Rettiche werden leicht holzig und hart. Den im Frühherbst reifenden Rettich kann man in sandgefüllte Kisten an einem kühlen und trockenen Ort einlagern. Die Knollen sollten während des Winters regelmäßig kontrolliert und faulige Exemplare aussortiert werden. Sonst besteht die Gefahr, dass der gesamte Vorrat verdirbt.

Schädlinge und Krankheiten: Erdflöhe, verursachen besonders während langer Wärmeperioden im Sommer Fraßschäden am Grün von den Jungpflanzen. Feine Netze aus Fliesstoff schützen die Pflanzen vor den metallisch dunkelblau schimmernden Käfern. Drahtwürmer erkennt man ihren Fraßgängen in den Wurzelknollen, weiterhin können sie die Pflanze mit Bakterien infizieren. Dafür legt man halbe Kartoffeln oder Möhren als Köderfallen aus, welche regelmäßig kontrolliert werden müssen.

Sortenauswahl: Rettich; „Halblanger weißer Sommer“ = etwa 20cm lang, weißer, mild, würziger Rettich
„Hilds blauer Herbst und Winter“ = schmackhafter, länglicher Rettich mit einer langen Lagerzeit
Radieschen; „Champion“ = scharlachrotes, kugelrundes Radieschen, würziger Geschmack
„Eiszapfen“ = lange, zylinderförmige, weiße Sorte, sehr würzig

Verwendung: Rohkost, Salate 
 


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