Biologischer Anbau im Garten

Der biologische Anbau ist ein unspezifischer Sammelbegriff für alle landwirtschaftlichen Anbauformen, bei denen man versucht, auf Mineraldünger und chemische Pflanzenbehandlungsmittel weitestgehend zu verzichten bzw. sie durch Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichtes überflüssig zu machen.

Der Begriff "Bio" ist seit dem 01.01.1993 für pflanzliche Lebensmittel geschützt. Hierbei müssen gewisse Standards bei dem Anbau und der Verarbeitung eingehalten werden.

Immer mehr Menschen sind angesichts der Skandale und Nachrichten der jüngsten Zeit  (Schweinepest, BSE, Gammelfleisch, genmanipulierter Anbau usw.) verunsichert, haben das Vertrauen in viele Lebens- und Nahrungsmittel verloren, wissen nicht mehr, auf welchen Metzger oder

welchen Bauern sie sich noch verlassen können und beginnen selbst damit, im eigenen Garten Obst und Gemüse biologisch anzubauen.

Dabei ist ökologischer Anbau keine Erfindung unserer Zeit, sondern wurde in 99,9 Prozent der Menschheitsgeschichte erfolgreich angewandt. Es waren die letzten 50 Jahre, in denen intensive konventionelle Landwirtschaft betrieben wurde. Mittlerweile erfolgt jedoch langsam wieder ein Umdenken angesichts der vielen negativen Schlagzeilen in der jüngsten Zeit.

Mit dem biologischen Anbau im eigenen Garten folgen
viele nicht nur einem allgemeinen Trend, sondern tragen mit dem Bioanbau auch zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt bei. Mit immer unüberschaubareren Giftcocktails wird nicht nur die Gesundheit

des Menschen langfristig unkontrollierbaren Gefahren ausgesetzt, es erleiden auch Tiere und andere Pflanzen sowie das Bodenleben schwere Schäden, die nicht oder nur mit großem finanziellen und personellen Aufwand beseitigt werden können.

Bienen, Hummeln und andere zur Bestäubung und damit zum Fruchtansatz erforderliche Insekten werden von vielen Insektiziden gleich mitgetötet. Nützlinge wie z. B. Marienkäfer werden ebenfalls vernichtet oder vertrieben, sodass sich Schädlinge ungehindert ausbreiten können und diese wiederum mit noch mehr Insektiziden bekämpft werden und ein Teufelskreislauf einsetzt, da die Schädlinge resistent werden und in Monokulturen ein Überangebot an Nahrung finden.

Außerdem werden der Boden und das darin befindliche Leben durch Kunstdünger massiv geschädigt und die viel zu großen Stickstoffanteile verunreinigen das Grundwasser. All diese negativen Auswirkungen führen bei vielen zu der Erkenntnis, dass für ihren Hausgarten nur noch biologisch angebautes Obst und Gemüse in Frage kommt.

Auch alle anderen Pflanzen lassen sich problemlos und mit sehr gutem Erfolg biologisch anbauen. Und das Beste: Der Ökoanbau spart Geld, das ansonsten für Kunstdünger, Pestizide, Erde usw. benötigt wird und nicht zuletzt: Biologisch angebautes Obst und Gemüse schmeckt einfach besser und ist gesünder.