Kirschtomaten - Anbau & Pflege

tomatenWer sich die Mühe macht, im eigenen Garten Gemüse anzupflanzen, wählt natürlich gerne Sorten, die der gekauften Ware im Geschmack deutlich überlegen sind. Das ist bei Tomaten der Fall, die Gartentomate hat ein sehr viel intensiveres Aroma als die Tomate aus dem Supermarkt. Deshalb gehört die Tomate auch zu den beliebtesten Gemüsepflanzen in unseren Gärten, selbst wenn Anbau und Pflege etwas Sorgfalt erfordern.

Kirschtomaten bringen maximales Aroma

Die kleinen Kirschtomaten sind wahre Aromawunder, hier konzentriert sich der ganze Tomatengeschmack in einer kleinen runden

Frucht von etwa 2 cm Durchmesser. Die Kirschtomate wächst in Trauben, so können auch gleich immer mehrere Früchte geerntet werden. Es sei denn, Sie haben Kinder, die sich gerne Kirschtomaten direkt vom Strauch pflücken. Hier kann sich dann die Person freuen, die die Wäsche im Haushalt erledigt: Kirschtomaten passen im Ganzen in den Kindermund und verursachen fast nie lästige Tomatenflecken.

Eigene Aussaat von Tomatenpflanzen
  • Die in tropischen Regionen beheimateten Tomaten mögen keine Kälte und schon gar keinen Frost. Da aber von Aussaat bis Ernte etwa fünf Monate vergehen, müssen kleine Tomatenpflanzen in beheizten Räumen herangezogen werden.
  • Wenn Sie über einen sehr hellen, aber nicht allzu warmen Raum verfügen, können Sie im März mit der Zucht beginnen. Dann haben Sie gute Chancen, bis zur Pflanzzeit kräftige Pflanzen herangezogen zu haben, die nicht zu hoch aufgeschossen sind. Genau dieses Hochschießen vereitelt häufig den Aufzuchtversuch auf der Fensterbank: Den kleinen Tomaten ist es hier zu warm, und sie bekommen zu wenig Licht, so entstehen schwache Pflanzen, die sich verzweifelt dem Licht entgegenstrecken und auch später immer zu kämpfen haben.
  • Für die Aufzucht aus Samen werden Töpfe mit besonders keimfreier Anzuchterde gefüllt. Sie sollten das Saatgut gut verteilt auf die Erde streuen, dann mit ein wenig Erde bedecken und anschließend leicht angießen. Die Samen sollten nicht zu dicht ausgebracht werden, gut portionieren lassen sich die leichten Samenkörner mit einer Papierrinne, die durch einfaches Falten entsteht. Jetzt werden die Töpfe mit Folie abgedeckt, bis sich die ersten Keimlinge zeigen. Diese brauchen viel Licht und eine regelmäßige vorsichtige Wasserversorgung.
  • Sollten Sie doch ein wenig zu dicht gesät haben, können Sie die schwächeren Pflanzen entfernen, wenn der Platz eng wird. Die restlichen Pflanzen entwickeln nach den Keimblättern nun weitere Blattpaare, sobald es zu eng im Anzuchttopf wird, ziehen die Pflanzen in Einzeltöpfe (10 cm) mit Komposterde um.
Kirschtomaten auspflanzen

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  • Wenn Sie keinen geeigneten Raum für die eigene Anzucht haben, können Sie sich Mitte Mai vorgezogene Pflanzen kaufen. Sie werden günstig auf dem Markt oder beim örtlichen Gärtner angeboten, heute häufig auch die beliebten Kirschtomaten. Achten Sie auf kräftige Jungpflanzen mit dunkelgrünen Blättern.
  • Gekaufte oder selbst gezogene Jungpflanzen werden jetzt ins Freiland gesetzt. Die Tomaten brauchen einen humusreichen und lockeren Boden an einem warmen geschützten Platz. Sie dürfen nicht zu dicht gepflanzt werden, damit die Sonne immer den Boden erreicht, die Wurzeln sollen jede verfügbare Wärme bekommen. Kirschtomaten werden bis zu 75 cm hoch und brauchen deshalb eine Stütze, Sie sollten gleich bei der Pflanzung einen Holzstab mit einsetzen, beim späteren Einsetzen könnten Sie die Wurzeln beschädigen. Nach dem Pflanzen werden die Tomaten gut angegossen, auch in der Folgezeit brauchen sie immer ausreichend und

    sehr gleichmäßig Wasser, das aber nie Staunässe bilden sollte. In der Regel reicht ein- bis zweimal Gießen in der Woche. Wichtig ist, das Wasser nur auf die Erde zu geben, jede Feuchtigkeit auf den Blättern könnte Kraut- und Braunfäule hervorrufen.
Pflege der Tomatenpflanzen

Im Gegensatz zu anderen Tomatenpflanzen werden Kirschtomaten nicht entgeizt, alle Seitentriebe dürfen also wachsen. Wenn die Pflanze größer wird, wird sie vorsichtig am Stab aufgebunden. Um Früchte zu bilden, brauchen Tomaten viele Nährstoffe, die regelmäßige Düngung ist also wichtig. Dazu können Sie speziellen Tomatendünger verwenden, bei diesem fertigen Dünger sollten Sie auf jeden Fall die Dosierungsanleitung beachten, da bei Überdüngung die Qualität leidet. Außerdem werden die Pflanzen anfällig gegen Krankheiten, auch Boden und Wasser werden durch die überschüssigen Nährstoffe belastet. Sie können eine Überversorgung mit Stickstoff an einer sehr dunklen Blattfarbe erkennen. Eine Unterversorgung macht sich durch sehr helle Blätter bemerkbar, sie kann aber durchaus bewusst eingesetzt werden, wenn Sie die Blütenbildung fördern wollen oder die Ernte vorverlegen möchten. Wenn Sie die Tomatenpflanzen mit Rasenschnitt mulchen oder mit Stroh abdecken, beugen Sie der Krautfäule vor. Sie können auch mit Kompost düngen, 3 bis 4 Liter pro qm erfüllen normalerweise optimal den Nährstoffbedarf.  

Ernten können Sie dann meist von Juli bis Ende Oktober. Achten Sie darauf, die Tomaten immer vorsichtig mit dem Stiel zu pflücken. Nachkömmlinge, die gegen Ende der Saison noch grün sind, können in Papier gewickelt werden und an einem dunklen Ort nachreifen.

Tipps
  1. Wenn die Tomaten abwechselnd austrocknen und zu gut gegossen werden, werden sie das mit dem Platzen der Früchte quittieren. Sie können für gleichmäßige Feuchtigkeit im Boden sorgen, indem Sie neben den Tomatenpflanzen Tontöpfe in der Erde vergraben, in die Sie das Gießwasser geben.
  2. Das verhindert auch, dass die unteren Blätter mitgegossen werden, was Krautfäule hervorrufen könnte.

Wenn Sie intensiven Tomatengeschmack lieben, sollten Sie unbedingt auch den Anbau von Wildtomaten ausprobieren. Diese anspruchslosen Tomaten bilden ebenfalls nur kleine Früchte, sind dafür aber so robust, dass sie auch in sehr ungünstigen Lagen noch Früchte tragen.