Paradeiser anbauen & Pflege

tomaten5_flAls Paradeiser wird die Tomate hauptsächlich in Österreich bezeichnet, andere Namen für diese Frucht sind Goldapfel oder Liebesapfel.

Ihren Namen Tomate erhielt sie durch die aztekische Bezeichnung xitomatl. Sie gehört zu der Familie der Nachtschattengewächse und ist daher mit der Kartoffel, dem Tabak und der Petunie verwandt. Inzwischen gibt es Paradeiser in vielen verschiedenen Sorten, die sich in der Größe, aber auch der Farbe unterscheiden.

Anbau der Paradeiser

Paradeiser werden in Mitteleuropa am besten in Gewächshäusern und kleinen Tomatenhäuschen kultiviert, weil sie sehr

empfindlich gegen Kälte und Feuchtigkeit sind. Von den meisten Hobbygärtnern werden sie als kleine Pflänzchen in den Gärtnereien gekauft, doch auch die eigene Anzucht durch Samen ist möglich. Um aber im Sommer viele Tomaten ernten zu können, sollten Samen am besten schon frühzeitig im Haus oder in einem Gewächshaus gesät werden. Eine gute Zeit hierfür ist von März bis April. Dann werden die Samen einzeln etwa einen halben Zentimeter tief in Anzuchterde gelegt, mit Erde bedeckt und in der darauf folgenden Zeit immer feucht gehalten. Sehr gut geeignet ist hierfür ein Wassersprüher, der das Wasser gleichmäßig verteilt. Nachdem die Samen gekeimt haben und jeweils drei Blättchen entwickelt haben, können
sie in größere Pflanzgefäße pikiert werden.

Pflege der Tomaten

Nach den Eisheiligen, also Mitte Mai, besteht keine Gefahr von Nachtfrösten mehr. Dann können die Paradeiser ins Freiland oder in ein Gewächshaus gepflanzt werden. Manche Sorten haben die Form eines Buschs, sie brauchen keine Stütze, die meisten Sorten jedoch werden sehr hoch und haben im Sommer durch die Früchte sehr viel Gewicht zu tragen. Deshalb benötigen sie ein Spalier oder eine Spirale, an der sie festgebunden werden. Sie müssen regelmäßig gegossen werden, brauchen aber in der Zeit, wenn sie ihre Früchte bilden, besonders viel Wasser. Zum Düngen kann ein Tomatendünger aus dem Handel verwendet werden, doch auch mit Kompost oder Mist, der vor der Pflanzung in den Boden eingearbeitet wird, ist eine reiche Ernte zu erwarten.

Gewächshaus, Tomatenhäuschen oder Vlies

Vor allem in kalten und regnerischen Sommern werden die Paradeiser schnell von der Kraut- oder Braunfäule befallen. Hierbei handelt es sich um einen Pilz, der die Blätter welken lässt und auch die Früchte ungenießbar macht. Um dies zu verhindern, sollten Tomaten am besten in einem Gewächshaus oder einem kleinen Tomatenhaus kultiviert werden, das für wenig Geld erhältlich ist. Einzelne Pflanzen können aber auch mit einem Vlies geschützt werden, das ihnen übergestülpt wird. Dieses Vlies schützt sie vor der Feuchtigkeit, die eine Ausbreitung der Pilzsporen begünstigt. Aus diesem Grund sollten die Pflanzen auch immer nur von unten gegossen werden, damit die Blätter trocken bleiben. Paradeiser sollten auch nicht in die Nähe von Kartoffeln gepflanzt werden, weil die Pilzsporen leicht von einer Gemüsesorte auf die andere übertragen werden.