Tomaten-Anbau - Freiland oder Gewächshaus?

Unter einer Abdeckung entwickeln sich Tomaten am bestenTomaten können zwar eigentlich auch im Freiland angebaut werden, in eher kühlen und feuchten Sommern werden sie jedoch häufig von der Kraut- und Braunfäule befallen. Diese Krankheit wird durch einen Pilz verursacht, der sich auf nassen Blättern sehr schnell ausbreitet. Er schädigt nicht nur die Pflanze, sondern kann auch zu einem totalen Ernteausfall führen.

Sicherer ist daher auf jeden Fall der Anbau im Gewächshaus oder, falls kein Gewächshaus vorhanden ist, ein Schutz der Tomaten

im Freiland durch eine Abdeckung.

Die Kraut- und Braunfäule

Die Kraut- und Braunfäule zeigt sich zunächst durch welkende Blätter, die im weiteren Verlauf abgeworfen werden. Bereits vorhandene Tomaten bekommen danach dunkle Flecken und sind nicht mehr essbar. Eine effektive Behandlung dieser Krankheit ist nicht möglich, daher hilft nur eine entsprechende Vorsorge. Zusätzlich sollte eine befallene Tomatenpflanze immer über den Hausmüll entsorgt werden und keinesfalls auf dem Kompost landen.

Die Pilzsporen, die die Kraut- und Braunfäule verursachen, sind sehr widerstandsfähig und würden auf dem Komposthaufen den Winter überleben. Von dort aus könnten sie sich im folgenden Jahr wieder von Neuem ausbreiten.

Tomaten-Anbau im Freiland
  • Tomaten, für die
    kein Gewächshaus zur Verfügung steht, können an einer überdachten Stelle angebaut werden, um sie vor Regen zu schützen.
  • Mitten im Garten ist dagegen eine Haube aus einem leichten Vlies empfehlenswert, das den Pflanzen einfach übergestülpt wird. Es kann bei gutem Wetter entfernt werden, damit die Tomaten genügend direkte Sonne bekommen.
  • Eine weitere Möglichkeit ist ein kleines Tomatenhäuschen, das flexibel an jeder beliebigen Stelle im Garten aufgestellt werden kann und für wenig Geld im Handel erhältlich ist.
Beim Anbau im Freiland ist zu bedenken, dass Tomatenpflanzen keinen Frost vertragen. Sicherheitshalber sollten sie daher erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ausgepflanzt werden. Damit sie bis dahin schon eine ansehnliche Größe erreicht haben, können sie ab März in Töpfen auf der Fensterbank vorgezogen werden.

Großer Vorteil des Gewächshauses: Es schützt früh angebaute Tomaten vor FrostTomaten im Gewächshaus

In ein Gewächshaus können Tomaten schon etwas früher gepflanzt werden, soweit es gut isoliert ist, sodass die Pflanzen vor Frost geschützt sind.
  • Für den Anbau im Gewächshaus eignen sich vor allem die hochwachsenden Sorten, die an langen Stäben hochranken. Diese Sorten benötigen nur wenig Grundfläche, bringen aber trotzdem eine reiche Ernte.
  • Fürs Freiland oder für den Anbau im Kübel auf der Terrasse eignen sich dagegen die Sorten mit buschigem Wuchs besser, weil sie keine Stütze benötigen. Sie knicken bei Wind nicht so leicht ab und lassen sich leichter vor Regen schützen.
Die Pflege der Tomaten

Unabhängig davon, ob Tomaten im Freiland oder in einem Gewächshaus angebaut werden, sollten ihre Blätter beim Gießen niemals nass werden. Dies würde die Ausbreitung des Pilzes, der die Kraut- und Braunfäule auslöst, begünstigen. Die Kraut- und Braunfäule befällt auch andere Nachtschattengewächse - im Hausgarten sind hiervon vor allem die Kartoffeln betroffen. Da sich der Pilz von den Kartoffeln auf die Tomaten übertragen kann, sollten diese beiden Gemüsearten daher immer möglichst weit voneinander entfernt angebaut werden.



Damit die Tomaten kräftig werden und eine gute Widerstandskraft gegen jede Art Krankheit entwickeln, sollten sie außerdem mit Kompost oder einem Tomatendünger versorgt und natürlich regelmäßig bewässert werden.