Tomaten einmachen bzw. einkochen

Unter Einkochen und Einmachen ist dasselbe zu verstehen. Tomaten werden dabei unter starker Hitze und unter Ausschluss von Luft konserviert, also haltbar gemacht.

Da Tomaten sehr wässrig sind und eine sehr lockere Struktur haben, sind sie schnell verkocht und werden Matsch. In jedem Fall sind sie nach dem Einkochen nicht mehr fest. Sie sollten aber auch nicht so weich sein, dass sie von ihrem eigenen Gewicht zerdrückt werden.

Verwendet werden nur ganz reife Früchte.  Wichtig ist, die Tomaten gut zu waschen und abzutrocknen. Dann schneidet man

die Stielansätze heraus. Entweder entfernt man die Haut ganz oder man sticht sie ein paar mal ein, z.B. mit einem Zahnstocher. Will man die Tomaten pur, füllt man sie jetzt in ein Einmach- oder Weckglas, gießt Essig und Wasser auf und verschließt die Gläser. Anschließend werden sie in einem speziellen Wecktopf eingeweckt. Auch Schnellkochtöpfe kann man dafür verwenden. Wer keinen solchen Topf hat, kann die Gläser auch ins Wasserbad stellen. Das Wasser muss langsam und gleichmäßig auf die bestimmte Temperatur erhitzt und dann gehalten werden, bis der Inhalt sterilisiert ist.

Wer etwas mehr Geschmack an seinen Tomaten haben möchte, der kann sie würzen. Ein Gemisch aus klein gehackten Zwiebeln, Knoblauch und frischen Kräutern wie Estragon und/oder Thymian wird mit Essig und Wasser gemischt und über den Tomaten verteilt. Wer es gern scharf mag, würzt mit Pfefferkörnern oder Chilischoten.

Ansonsten kann man die Tomaten auch kochen und dann mit der Flotten Lotte passieren. Dann erhält man Tomatensoße, welche man ungewürzt oder auch mit Würze einkochen kann. Auch Chutneys sind lecker und leicht herzustellen. Im Internet finden sich viele leckere Rezepte und ganz genaue Anleitungen.

Anleitung zum Einkochen

Diese Vorgehensweise ist zwar nicht so gut wie die Haltbarmachung in Konserven, für den Hausgebrauch aber sehr gut geeignet und auch bei Tomaten anwendbar, denn diese werden oft in solch großen Mengen geerntet, dass nicht alle gleich frisch gegessen werden können.

Die alte Technik des Einkochens

Zum Einkochen werden Einmachgläser benötigt, die durch den bekanntesten Hersteller solcher Gläser häufig als Weckgläser bezeichnet werden. Sie bestehen aus einem Glas, einem
separaten Deckel, einem Gummi und einer Klammer. In die Gläser werden die Speisen gegeben und mit Wasser aufgefüllt. Danach wird auf den Rand des Glases der Gummiring und darauf der Deckel gelegt, der mit einem Drahtbügel fixiert wird. Dann werden die Gläser in ein Wasserbad gestellt und erhitzt. Hierfür kann ein spezieller Einkochtopf, aber auch ein gewöhnlicher großer Topf benutzt werden. Durch die Hitze entweicht die Luft aus den Gläsern, wodurch nach dem Abkühlen ein Unterdruck entsteht, durch den der Deckel fest auf das Glas gepresst wird. Nach dem vollständigen Abkühlen kann die Klammer dann wieder abgenommen und für weitere Gläser werden.

Hinweise für ein Gelingen des Einmachens

Bevor der Einmachvorgang beginnt, werden die Gläser gründlich gereinigt und vor allem heiß ausgespült, damit sie beim Befüllen und im Wasserbad nicht springen. Dies sollte kurz vor dem Einkochen geschehen, damit die Gläser beim Befüllen noch warm sind. Einkochen funktioniert nur, wenn die Ränder der Gläser und die Gummis absolut sauber sind. Ebenso dürfen die Glasränder nicht beschädigt sein und die Gummiringe

dürfen keine Risse haben, deshalb sollten diese vor dem Befüllen kontrolliert werden. Doch auch bei intakten Gläsern kann es vorkommen, dass nicht jedes Glas nach dem Einmachen luftdicht verschlossen ist. Deshalb sollte besonders in den Tagen nach dem Einkochen regelmäßig kontrolliert werden, ob alle Deckel fest auf den Gläsern sitzen. Hat sich ein Deckel gelöst, kann der Inhalt des Glases trotzdem noch verwendet werden, er sollte aber schnellstmöglich verbraucht werden.

Tomaten einkochen

Einmachen war früher eine Tätigkeit, die in jedem Haushalt mit Garten durchgeführt wurde. Sie wird auch heute noch angewendet und eignet sich vor allem für Lebensmittel, die sich schlecht oder gar nicht einfrieren lassen. Zu dieser Kategorie gehören auch die Tomaten. Um sie einzukochen, werden sie reif gepflückt und möglichst sofort nach der Ernte verarbeitet. Zunächst werden sie gründlich gewaschen und falls gewünscht auch gehäutet. Hierzu werden sie mit heißem Wasser übergossen, dann kann die Haut leicht abgezogen werden. Danach können sie als ganze Früchte oder auch in Stücke geschnitten in die Gläser gegeben und je nach Geschmack mit Salz, Kräutern oder Zwiebeln gewürzt werden. Bei Tomaten, die in Stücke oder Hälften geschnitten werden, ist es sinnvoll, hierbei den Stielansatz herauszuschneiden. Das Glas wird bis zwei Zentimeter unter den Rand mit Wasser gefüllt, danach mit Gummiring, Deckel und Klammer verschlossen, in den Einmachtopf gesetzt und nach Gebrauchsanleitung des Herstellers eingekocht. In einem gewöhnlichen Topf werden Tomaten für die Dauer von 20 bis 25 Minuten bei 80° C eingekocht.