Tipps für eine gute Tomaten-Ernte

Wichtig für eine gute Tomaten-Ernte sind vor allem gesunde Jungpflanzen. Der Einfachheit halber kann man zu vorgezogenen Jungpflanzen greifen. Veredelte Tomatenpflanzen haben den Vorteil, dass sie eine größere Ernte liefern, zum Teil bis zu 60 Prozent. Die auf einer stark wachsenden Wildtomate veredelten Pflanzen sind vor allem für den Anbau auf Balkonen, Terrassen oder im Gewächshaus geeignet. Allerdings neigen die Früchte zum Platzen. Daher muss man sehr vorsichtig und exakt für die Wasser- und Nährstoffverteilung sorgen.

Wichtig ist, die Jungpflanzen nicht vor den Eisheiligen ins Freiland

zu setzen. Sie sind sehr frostgefährdet. Wer sie schon vorher auspflanzt, muss sie nachts mit einer Folienhaube schützen. Morgens muss die Abdeckung aber sofort abgenommen werden. Der Kontakt zwischen Blättern und Folie ist zu vermeiden, das erhöht die Gefahr einer Pilzinfektion.

Der ideale Platz für Tomatenpflanzen ist geschützt, warm und sonnig. Vor allem ein Dach, was vor Regen schützt ist wichtig. Ein guter Platz ist vor einer Hauswand, die viel Sonne abbekommt. Die Erde sollte nährstoffhaltig sein. Beim Pflanzen setzt man Kompost zu. Das sichert eine Grundversorgung mit Nährstoffen und verbessert den Humusgehalt des Bodens.

Tomaten pflanzt man jedes Jahr an einen anderen Platz. So haben Bodenschädlinge wie Wurzelälchen und die Erreger der Korkwurzelkrankheit keine Chance sich zu vermehren. Als Nachbarn für Tomaten sind Kartoffeln, Erbsen und Fenchel nicht zu empfehlen.

Wichtig ist die Einhaltung eines
optimalen Pflanzabstandes. Er sollte mindestens 60 cm betragen. Das Pflanzloch sollte so tief sein, dass der Wurzelballen etwa fünf Zentimeter unter der Erde liegt. So können die Pflanzen auch an der Stängelbasis Wurzeln bilden und mehr Wasser und Nährstoffe aufnehmen.

Vorbeugen ist besser als Heilen. Das trifft auch auf die so gefürchtete Kraut- und Braunfäule zu. Um ihr vorzubeugen hilft am besten ein Dach über dem Kopf. Ideal ist der Anbau im Gewächshaus, aber auch ein spezielles Tomatenhaus leistet gute Dienste.

Tomaten sind Starkzehrer. Sie benötigen viele Nährstoffe. Ab Beginn der Blütenbildung muss gedüngt werden. Gut geeignet sind spezielle Tomatendünger. Beim Gießen ist Regelmäßigkeit angesagt. Wenn man zu lange wartet, platzen viele Früchte auf. Wenn man zu viel gießt und es zu Staunässe kommt, faulen die Pflanzen. Am besten wässert man morgens. Man gießt immer nur auf die Erde, niemals auf das Laub oder den Stängel. Praktisch ist, die untern Blätter zu entfernen, dann sieht man gut, wohin man gießt.

Fast alle Tomatensorten benötigen eine Rankhilfe. Man kann die im Handel angebotenen Tomatenstäbe verwenden, aber auch normale Holzstecken, Stäbe, Pfeiler, Netze und Schnüre. Die Stäbe müssen gut gereinigt werden. Metallstäbe desinfiziert man vor Benutzung, um schädliche Pilzsporen aus dem Vorjahr abzutöten. Netze und Schnüre verwendet man am besten nur einmal.

Auf keinem Fall vergessen werden darf das Ausgeizen, also das regelmäßige Ausbrechen der unerwünschten Seitentriebe. Sie wachsen in den Blattachsen. Werden sie nicht entfernt, entstehen starkwüchsige Pflanzen, die ihre Kraft in die vielen Triebe und Blätter investieren statt in ihre Früchte. Diese bleiben nur klein. Wenn man so viele wie möglich dieser Punkte berücksichtigt, steht einer reichen Tomatenernte fast nichts mehr im Weg.