Stevia - natürlicher Zuckerersatz / Zucker

Stevia - natürlicher Zuckerersatz

Stevia, der natürliche Zuckerersatz, der in der EU keiner sein darf

Seit Jahrhunderten ist die Stevia als natürlicher Zuckerersatz bekannt und wird von vielen Völkern zum Süßen von Tees und Gerichten aller Art verwendet.

Stevia ist 300-mal so süß wie herkömmlicher Zucker und kann zudem sehr sparsam eingesetzt werden. Mit 100g Stevia-Blättern kann man rund 180 Liter Tee süßen.

Dennoch ist der natürliche Zuckerersatz in Deutschland und der EU nicht als Lebensmittel zugelassen. Hierzulande wird es jedoch sehr

erfolgreich als Kosmetikprodukt vertrieben.

Diese Vorteile bietet Stevia als natürlicher Zuckersatz

Stevia als natürlicher Zuckersatz bringt viele Vorteile mit sich, denn der aus der Pflanze gewonnene Süßstoff ist ideal für Diabetiker geeignet. Aber auch die restliche Bevölkerung, die zunehmend unter Fettleibigkeit leidet, könnte viele Vorteile aus der Stevia ziehen. Wissenschaftliche Tests haben zudem bewiesen, dass die Pflanzen Bluthochdruck senken kann und antibakteriell auf Infektionen wirkt.

Daneben soll sie sogar Karies entgegenwirken und da die Stevia kalorienfrei ist, kann man gut und gerne sagen, dass sie ein gesunder Zucker-Ersatz ist.

Daraus besteht die Stevia

Der Hauptbestandteil der Stevia sind die Glykoside: Steviosid und Rebaudiosid. Diese Süßstoffe sind vom Geschmack her dem herkömmlichen Haushaltszucker sehr ähnlich. Ausführliche Untersuchungen des Gewächses fanden bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts statt. Hierbei fand man mehr als 100 pflanzliche Wirkstoffe in der Stevia, die vor allem zu den Terpenen und Falvonoiden gehören.

1931 wurden die Bestandteile dokumentiert, die für die Süße von Stevia verantwortlich sind. Dies sind acht Glykoside, die man bis dato gar nicht kannte. Eines dieser
Glykoside ist Steviosid, das 300-mal süßer als Saccarose ist.

In frischen Pflanzen liegt der Gehalt an Stevisoid zwischen 3,7 und 4,8 Prozent. Getrocknete Blätter weisen im Durchschnitt 7 Prozent Steviosid auf. In getrockneten Blättern ist neben Steviosid  auch das besser wasserlösliche und um etwa 30 Prozent süßere Rebaudiosid A mit einem Anteil zwischen 1,5 bis 4 Prozent und mit Anteilen von 1 bis 2 Prozent Rebaudiosid C und mit 0,2 bis 0,7 Prozent Dulcosid enthalten.

Warum wird Stevia in der EU nicht zugelassen?

Wenngleich auch bekannt ist, dass Stevia als natürlicher Zuckerersatz gesund wäre, sind die Süßung von Produkten und der Verkauf von reinem Stevia in der EU verboten. Abgelehnt wurde ein Antrag auf Zulassung als Lebensmittel vom EU-Lebensmittelausschuss.

Begründet wurde die Entscheidung des Ausschusses damit, dass die derzeit vorliegenden Informationen über Stevia nicht ausreichend genug seien, damit eine gesundheitliche Beeinträchtigung für den Menschen ausgeschlossen werden kann. Die Basis für diese negative Entscheidung bildet das gleiche Gutachten, welches in den USA für einige Zeit zu einem Verkaufsstopp von Stevia-Produkten geführt hat.

Heute wird genau diese Studie aber als fragwürdig angesehen und ist entsprechend umstritten. Auch die amerikanische Regierung hat dies inzwischen erkannt und das Verbot von Stevia-Produkten wieder aufgehoben. Damit ist die Stevia heute als Nahrungsergänzungsmittel in den USA legal erhältlich.

Insgesamt kritisieren Befürworter der Stevia die Ablehnung der EU-Kommission, deren Begutachtung der Studien zu Stevia sehr fehlerhaft ausgeführt worden seien. Andere Stellen, wie beispielsweise das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit oder auch die

Gesundheitsämter der Länder, haben auf Anfragen zur gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Stevia nie Stellung genommen. Sie verweisen immer wieder nur auf die Darstellung des Wissenschaftlichen Lebensmittelausschuss der EU.

Heftige Kritiker dieses Verbots gehen soweit, dass sie vermuten, dass die Süßstoff- und Zuckerindustrie in der EU einiges dafür tut, dass die Stevia Pflanze nicht den Einzug in europäische Lebensmittel hält. Schließlich könnte die Stevia problemlos den herkömmlichen Zucker ersetzen und damit mit einem Schlag eine komplette Industrie zerstören.

Weltweit werden in verschiedenen Produkten bereits Stevia-Bestandteile verwendet, so etwa in Kaugummi, Schokolade, Sojasoße und auch in Coca-Cola. Negative Berichte über eine gesundheitliche Beeinträchtigung der Konsumenten gibt es nicht.