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Warum sind Zecken gefährlich? - Die Gefährlichkeit der Zecken entsteht vor allem durch Unwissenheit. Bei den meisten Menschen hat sich das Wissen manifestiert, dass Zecke auf Bäumen und Büschen sitzen und „auf den Menschen“ fallen. Dies ist falsch! Zecken sitzen in den unteren Teilen der Büsche und in Gräsern und Blumen auf der Wiese und am Waldrand. Genau dort, wo ein potentieller Wirt vorbeikommt und die Gräser streifen kann. Zecken springen nicht auf den Menschen, sie werden praktisch von ihm „im Vorbeigehen“ mitgenommen.Zecken übertragen einige gefährliche Krankheiten, die gefährlichsten, und die in Deutschland am häufigsten auftretenden, sind sicherlich die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und die Borreliose. Gegen die Borreliose kann man mit Antibiotika eine Behandlung durchführen, für die FSME gibt es keine Behandlungsmöglichkeit. Aus diesem Grund wurde die so genannte FSME-Impfung eingeführt. Diese Impfung bedeutet zwar nicht, dass man sich nicht mehr mit FSME infizieren kann, der Körper ist jedoch in der Lage, diese Krankheit zu bekämpfen (Impfschutz). Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) äußert sich im ersten Krankheitsverlauf mit grippeähnlichen Symptomen. Dies ist ein Grund dafür, weshalb diese Krankheit so heimtückisch ist: niemand würde nach einem ausgedehnten Waldspaziergang automatisch an einen Zeckenbiss denken. Ist die Konzentration der FSME-Erreger gering, ist der Krankheitsverlauf unter Umständen damit beendet. In einigen Fällen jedoch greift der Erreger das Nervensystem an, hier kommt es dann zu hohem Fieber, Nackensteifigkeit und sehr starken Kopfschmerzen. Unter Umständen kann die FSME zu einer Gehirnentzündung führen. Dies kann Lähmungen, Bewusstseinsstörungen, Persönlichkeitsveränderungen und Schädigung des Rückenmarks zur Folge haben. Die Borreliose ist, aufgrund der Vielzahl an möglichen Symptomen, besonders schwer zu diagnostizieren. Im Gegensatz zur FSME ist sie jedoch vollständig heilbar. Ein erstes Anzeichen für eine Borreliose ist eine anfängliche Rötung rund um den Zeckenbiss. Diese Röte bewegt sich – man spricht in diesem Zusammenhang von einer so genannten „Wanderrötung“. Da diese Röte nicht bei allen Fällen zu beobachten ist, sollte man nach einem Zeckenbiss auch auf allgemeine Erkältungssymptome wie Abgeschlagenheit, Fieber und Kopfschmerzen achten. Im Verlauf der Krankheit ähnelt die Borreliose einer Hirnhautentzündung. Die Borreliose ist nicht lebensgefährlich, im Gegensatz zur FSME. Die Borreliose kann jedoch ein chronisches Stadium erreichen. Dies ist eingetreten, wenn ständige, chronische, Gelenkschmerzen auftreten und die Haut des Betroffenen dünn und ausgetrocknet ist. Mit Zecken kann man sich auf der ganzen Welt anstecken. Je nachdem, in welchem Land man sich infiziert, sind die Krankheiten unterschiedlich. So gehören zu den Krankheiten, die weltweit durch Zecken übertragen werden auch die Babesiose (Gefahr in Mittelmeerregionen), die Ehrlichiose (Gefahr im Süden der USA), das Fleckenfieber (Gefahr in Mittelmeerregionen) und das so genannte Krim-Kongo-Fieber (Gefahr in Südosteuropa und in Afrika). Diese Erkrankungen sind nicht durch eine FSME-Impfung abgedeckt, sie bedürfen unter Umständen einer separaten Impfung. Erfahren Sie alles über Zecken und die Gefahren, sowie Möglichkeiten und Hilsmittel zur Vorbeugung und dem Entfernen der Zecken in unserem Zecken-Spezial. |
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