Zeckenimpfung!? - Nebenwirkungen, Kosten, Schwangerschaft, Impfstoff

Fragen zur Zeckenimpfung (Nebenwirkungen, Kosten, Schwangerschaft, Impfstoff)

Eine Zeckenimpfung ist definitiv ein wichtiger Bestandteil des Gesundheitsschutzes, wobei vor allem in den besonders gefährdeten Regionen darauf geachtet werden sollte, den Schutz gegen Zeckenbisse aufrecht zu erhalten. Zu diesen Regionen gehören vor allem die südlichen Bundesländer Deutschland und auch Österreich, sowie einige osteuropäische Staaten. Wer sich zudem viel in Waldregionen aufhält, setzt sich einem noch höheren Risiko aus, von einer Zecke gebissen zu werden.

Eine Zeckenimpfung kann ab dem ersten Lebensjahr eines Menschen durchgeführt werden, wobei zunächst eine Grundimmunisierung

erforderlich ist. Diese wird dadurch erreicht, dass zunächst 3 Impfungen innerhalb eines Jahres stattfinden, wobei die zweite ungefähr 2-12 Wochen nach der ersten Impfung und die Dritte 9-12 Monate nach der zweiten Impfung durchgeführt werden sollte. Ist diese Grundimmunisierung erfolgreich abgeschlossen, wird lediglich noch eine Auffrischung alle 3-5 Jahre benötigt, um gegen Zeckenbisse bestens geschützt zu sein. Wer kurzfristig einen wirksamen Schutz gegen Zeckenbisse benötigt, kann die Immunisierung auch innerhalb von 3 Wochen erreichen, indem die drei Impfungen genau innerhalb dieser 21 Tage vorgenommen werden.

Die Nebenwirkungen einer Zeckenimpfung können ganz unterschiedlich ausfallen und reichen von Schwellungen an der Impfstelle bis hin zu Fieber und Mattigkeit. Diese Wirkungen erklären sich aus dem Impfstoff, der aus abgeschwächten FSME-Erregern besteht, die in den Muskel injiziert werden. Der Körper wird also
künstlich krank gemacht, jedoch in so abgeschwächter Form, dass normalerweise Antikörper gebildet werden können und man somit immun gegen das FSME-Virus wird. Dass aufgrund dieser künstlichen Zuführung abgeschwächten Krankheitserreger mitunter Nebenwirkungen auftreten, erklärt sich auf diese Weise also fast von alleine.

Die Kosten für eine Zeckenimpfung werden in der Regel von der Krankenkasse getragen, so dass die Impfung für den Versicherten selbst mit keinerlei Zusatzkosten verbunden ist. Es können allerdings Kosten entstehen, wenn man zum Beispiel die Auffrischung vergisst und deswegen erneut eine Grundimmunisierung durchgeführt werden muss, wobei dies von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich ist.

Wer nicht gegen Zeckenbisse geimpft ist und das 15. Lebensjahr bereits vollendet hat, kann bis zu 96 Stunden nach einem Zeckenbiss noch eine nachträgliche Immunisierung vornehmen, die mit bereits fertiggestellten Antikörpern vorgenommen wird. Damit kann auf jeden Fall einer Infizierung mit FSME vorgebeugt werden, jedoch zerfallen die Antikörper nach einigen Montan und man muss sich um einen entsprechenden aktiven Impfschutz bemühen, um auch dauerhaft geschützt zu sein.

Oft kommt die Frage auf, ob eine Zeckenimpfung in der Schwangerschaft möglich ist, da eine Frau in einer solchen Phase meistens wesentlich empfindlicher reagiert und auch das Ungeborene Leben geschützt werden muss. Grundsätzlich kann man dazu sagen, dass in den letzten beiden Dritteln der Schwangerschaft eine Zeckenimpfung eigentlich kein Problem mehr darstellt, da das Kind im leib der Mutter dann stark genug ist, um dem Impfstoff zu widerstehen. Eine entsprechende Abstimmung mit dem behandelnden Frauenarzt sollte aber dennoch auf jeden Fall vorhanden sein.

Alles in allem ist die Zeckenimpfung also eine eher unkomplizierte Sache, die3 man relativ schnell durchführen kann. Lediglich die Auffrischungen und die Grundimmunisierung sind einzuhalten und schon hat man einen wirksamen Schutz gegen allerlei Zeckenbisse und das

FSME-Virus, dass ansonsten wirklich sehr gefährlich sein kann.