Zecken-Impfung (FSME) - ja oder nein?

Zecken-Impfung (FSME) - ja oder nein?

Zecken übertragen gefährliche Krankheiten wie beispielsweise die Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME), die mitunter den Hirnstamm angreifen kann und dann zu dauerhaften Lähmungen führen kann. Auch partielle Lähmungen, die nach einer gewissen zeit wieder verschwinden, sind mehr als unangenehm und sollten nach Möglichkeit verhindert werden. Gerade deshalb ist es wichtig, eine entsprechende Zecken-Impfung bei sich durchführen zu lassen, wenn man sich des Öfteren in entsprechenden Gefährdungsgebieten befindet.

Diese Gefährdungsgebiete sind immer dort, wo sich Zecken besonders gerne aufhalten wie beispielweise im Wald oder auf

größeren Wiesen. Wer sich also länger dort aufhält, sollte unbedingt eine Zecken-Impfung gegen FSME durchführen lassen, um jegliches Risiko zu vermeiden. Des Weiteren ist es äußerst wichtig, sich vor einem Urlaub darüber zu informieren, ob am Urlaubsort Zeckengefahr herrscht. In vielen Urlaubsländern kommt es mitunter vor, dass eine Zecken-Impfung gegen FSME nötig ist, um zu verhindern, an dem Virus zu erkranken.

Eine weitere Erkenntnis der Medizin besagt, dass Kinder wesentlich leichter an FSME erkranken als Erwachsene. Gerade sie müssen also besonders geschützt werden, was einerseits durch lange Kleidung getan werden kann und andererseits natürlich durch eine entsprechende Zecken-Impfung. Bei Kinder sollte man darüber hinaus bereits beim kleinsten Verdacht auf Zeckenbiss einen Arzt aufsuchen, um entweder eine Behandlung einzuleiten oder um sich vom Arzt bestätigen zu lassen, dass es sich um keinen Zecken-Biss handelt. Keine Mutter und
kein Vater könnte es sich nämlich jemals verzeihen, einmal zu wenig Alarm geschlagen zu haben als einmal zu viel, weil die Konsequenzen sehr ernst sein können.

Einen Zeckenbiss erkennt man zumeist daran, dass man einen schwarzen Fleck auf der Haut hat, der sich nicht wegwischen lässt. Nach ein paar Tagen hat sich die Zecke voll Blut gesaugt und erscheint dann braun und groß wie der Nagel eines kleinen Fingers. Die Entfernung der Zecke sollte dabei unbedingt durch einen Arzt vorgenommen werden, da eine unsachgemäße Entfernung zu weiteren Nebenwirkungen und Risiken führen kann. Bleibt zum Beispiel der Kopf in der Haut stecken und man entfernt nur den Leib, kann dies weitere Entzündungen hervorrufen.

Mit einer Zecken-Impfung kann man einer Erkrankung an FSME in bis zu 98% aller Fälle vorbeugen, wobei natürlich immer noch weiter an dem Impfstoff geforscht wird, um eine noch bessere Wirksamkeit zu erreichen. Eine Zecken-Impfung kann in den ersten Tagen einige Nebenwirkungen hervorrufen, weshalb man mit Mattheit und Fieber rechnen sollte. Alles in allem kann man mittlerweile aber schon von einer recht guten Verträglichkeit sprechen, die aber genau wie die Wirksamkeit immer wieder auf dem Prüfstand steht und verbessert werden soll.

Es gibt also sehr viele Gelegenheiten, bei denen eine Zecken-Impfung so gut wie unumgänglich ist. Egal, ob man sich im Sommer gerne in Wäldern oder in der freien Natur aufhält, oder einen tollen Sommerurlaub in einem Land plant, in denen vor FSME gewarnt wird, in beiden Fällen sollte man unbedingt die Möglichkeit einer Zecken-Impfung wahrnehmen. Vor allem Kinder sollten unbedingt geschützt werden, da sie weniger Abwehrkräfte gegen FSME aufbringen können und somit besonders gefährdet sind. Eine Zecken-Impfung ist also ein einfacher und relativ unaufwendiger Weg, sich vor den Problemen mit

FSME zu schützen und entspannt die Natur zu genießen.